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Vortrag im Planetarium: Schwarzes Loch schreddert Stern

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Schwarzes Loch verschlingt Stern
Schwarzes Loch verschlingt Stern (Quelle: DESY, Science Communication Lab)

Das Bochumer Planetarium, Castroper Straße 67, lädt am Mittwoch, 29. September, um 20 Uhr zu einem Live-Vortrag in die Kuppel ein. Prof. Anna Franckowiak von der Ruhr-Universität Bochum berichtet von Ereignissen, die zu den extremsten zählen, die das Universum zu bieten hat – und die in Bochum erforscht werden.

Kommt ein Stern einem schwarzen Loch zu nahe, dann wird der Stern in einer sogenannten Gezeitenkatastrophe zerrissen. Ein Teil der Bruchstücke bildet eine heiße Scheibe um das schwarze Loch. Die Zahl der beobachteten Gezeitenkatastrophen hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Eine von vielen offenen Fragen ist, ob Gezeitenkatastrophen in der Lage sind, Teilchen auf hohe Energien zu beschleunigen. Um dies zu beantworten, nutzen die Referentin Anna Franckowiak und ihre Kollegen Licht von unterschiedlichen Teleskopen auf der Erde und im Orbit in verschiedenen Wellenlängenbereichen und zusätzlich geisterhafte Neutrino-Teilchen, die mit dem IceCube-Observatorium am Südpol nachgewiesen werden können.

Dies ist ein Beispiel für das neue Feld der „Multi-Messenger Astronomie“, die viele Boten aus dem Universum verwendet, um einen neuen Einblick in den Kosmos zu gewinnen. Klassische Astronomie beobachtet sichtbares Licht von Quellen im Universum. Inzwischen kann mit Teleskopen auf der Erde und im Weltall auch Licht bei niedrigeren Energien (unter anderem im Radio-Bereich) und bei höheren Energien (zum Beispiel im Gammastrahlen-Bereich) gemessen werden. Neuerdings sind aber noch weitere Boten hinzugekommen: Neutrinos und Gravitationswellen öffnen neue Fenster ins Universum und erlauben einen vollständigeren Blick auf extreme Ereignisse wie das Zerreißen eines Sterns durch ein Schwarzes Loch. 

Anna Franckowiak ist seit 2020 Professorin für Multi-Wellenlängen und Multi-Messenger Astronomie am Astronomischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. In ihrem Vortrag berichtet sie von Forschungsergebnissen, die vor wenigen Jahren noch nicht möglich gewesen wären.

Karten für den Vortrag kosten fünf Euro. Sie können im Internet unter www.planetarium-bochum.de oder zum Ortstarif bei der Ticket-Hotline 0221 28 02 14 erworben sowie per Mail an info@planetarium-bochum.de reserviert werden. Sie sind auch an der Abendkasse erhältlich.

(23. September 2021)