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Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zur Lage bei ThyssenKrupp

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zur Lage bei ThyssenKrupp

Das Bild ist eine Luftaufnahme vom ThyssenKrupp-Gelände.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zur Lage bei ThyssenKrupp

Heute (12. Dezember) äußerte sich Oberbürgermeister Thomas Eiskirch im Rat der Stadt Bochum zur Lage bei ThyssenKrupp:

„Gestern hat der Vorstand von ThyssenKrupp Steel auf Belegschaftsversammlungen den Kolleginnen und Kollegen der beiden Bochumer Standorte an der Essener Straße und an der Castroper Straße sein Konzept 20/30 vorgestellt. Dieses würde große Investitionen in anderen Standorten – insbesondere Duisburg – bedeuten und nur wenige kleinere Investitionen in Bochum. Bei uns hingegen würde es im Falle einer Umsetzung aber vor allem große De-Investitionen bedeuten, also das perspektivische Ende des Warmbandes und des Elektrobandes.  

Andere Stahlunternehmen haben kontinuierlich – auch in neue Produkte und Güten – investiert. Das ist bei ThyssenKrupp in ausreichendem Umfang auch deshalb unterblieben, weil unter anderem die Herren Cromme und Schulz das dafür notwendige Geld lieber in Brasilien und Amerika versenkt haben, anstatt die Zukunftsfestigkeit des Unternehmens und damit auch die Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. Diese Fehler dürfen nun nicht auf dem Rücken der Beschäftigten und der Standortkommunen ausgetragen werden.

Insofern ist es völlig inakzeptabel, wenn nun die Standorte gegeneinander ausgespielt werden. Die Lasten der Restrukturierung dürfen nicht einseitig verteilt werden.

Mir ist wichtig zu verdeutlichen – und das kam in der bisherigen Berichterstattung ein bisschen zu kurz –, dass das, was gestern den Kolleginnen und Kollegen vorgestellt wurde, bloß ein Vorschlag ist. Nicht ein Faktum, nicht das Ergebnis, sondern bloß der Vorschlag des Steel-Vorstandes. Ein Vorschlag, der zur Umsetzung viel, viel Geld erfordert, ein Vorschlag von einem Vorstand, der über dieses Geld aber gar nicht verfügt. Das ist bisher ein Vorschlag des Wollens, ohne zu können. Dieser Vorschlag kann und darf nicht das endgültige Ergebnis sein. Dafür werden die Kolleginnen und Kollegen einstehen. Und wir werden an ihrer Seite stehen.

Mit so unausgegorenen und unfinanzierten Vorschlägen die Beschäftigten und ihre Familien zu verunsichern – kurz vor Weihnachten – passt so gar nicht zu dem, was man in der Vergangenheit des Konzerns im Umgang zwischen den Sozialpartnern, im Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen erwarten konnte.

Selbstverständlich bin ich im ständigen Austausch mit den Betriebsratsvorsitzenden beider Standorte, der IG Metall und auch dem Unternehmen. Und ich sage es gerne noch einmal: Dieser Vorschlag kann und darf nicht das endgültige Ergebnis sein.“

(12. Dezember 2019)