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600. Sitzung des Umlegungsausschusses – 70 Jahre Bodenordnung in Bochum

600. Sitzung des Umlegungsausschusses – 70 Jahre Bodenordnung in Bochum

600. Sitzung des Umlegungsausschusses – 70 Jahre Bodenordnung in Bochum

Kaum jemand weiß, dass es ihn gibt – und doch hat seine Arbeit das heutige Erscheinungsbild Bochums maßgeblich mitgestaltet: Der 1949, also vor 70 Jahren gegründete Umlegungsausschuss feierte mit seiner 600. Sitzung am Donnerstag, 5. Dezember, gleich das zweite Jubiläum in diesem Jahr.

Der Umlegungsausschuss wird vom Rat der Stadt Bochum bestellt und setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen: der oder dem Vorsitzenden, zwei Ratsmitgliedern sowie jeweils einer oder einem Sachverständigen aus den Bereichen Grundstücksbewertung und Vermessung. In insgesamt über 1000 Bodenordnungsverfahren hat der Umlegungsausschuss seit seiner Gründung zu einer positiven städtebaulichen Entwicklung der Stadt Bochum beigetragen. Konkret bedeutet das: Bei Bauvorhaben auf Flächen mit mehreren Eigentümern sorgt der Ausschuss durch Neuaufteilung für einen geeigneten Zuschnitt der Flächen und für gerechte Entschädigung der Flächeneigentümer, denen zum Ersatz geeignete Grundstücke übertragen werden. So schafft der Umlegungsausschuss oft genug überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass große, komplexe Projekte realisiert werden können.

Seine Hauptaufgabe war in den ersten Jahren die Neugestaltung von Grundstücken in weiten Teilen der Bochumer Innenstadt, um den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg in Gang zu bringen. Zu nennen sind beispielsweise der Bau des Hauptbahnhofs einschließlich des Vorplatzes und der Weiterführung der Huestraße sowie die damalige Neubebauung des Rathausumfelds. In der Folgezeit wurden weitere bedeutende Projekte begleitet, beispielsweise das parallel zur Gründung der Ruhr-Universität entstandene neue Zentrum Querenburg oder der Bau des neuen Justizzentrums am Ostring.
Die Umlegung dient in Bochum bis heute klassischerweise der Wohnbaulandentwicklung. Ein aktuelles Beispiel ist das neue Baugebiet an der Ruhrstraße in Bochum-Eppendorf. Die Umlegung wurde parallel zum Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Nach Inkrafttreten des Bebauungsplans hat der Umlegungsausschuss zeitnah die Grundstücke von zwölf beteiligten Grundstückseigentümern in einem einvernehmlich durchgeführten Verfahren neu geordnet und so die Bebauung von rund 25.500 Quadratmetern neuen Baulands ermöglicht, auf denen nun rund 100 Wohneinheiten entstehen.

(11. Dezember 2019)