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Zentraler Betriebshof der Technischen Betriebe: Erinnerungszeichen erinnert an ehemaliges KZ-Außenlager

Zentraler Betriebshof der Technischen Betriebe: Erinnerungszeichen erinnert an ehemaliges KZ-Außenlager

Zentraler Betriebshof der Technischen Betriebe: Erinnerungszeichen erinnert an ehemaliges KZ-Außenlager

Am Standort des neuen Zentralen Betriebshofs der Technischen Betriebe erinnert künftig ein Erinnerungszeichen an das ehemalige Außenlager Brüllstraße des KZ Buchenwald. Gestaltet wurde das Mahnmal vom Bochumer Künstler Marcus Kiel, der für seine Arbeit auf ein Zitat des vermutlich letzten Überlebenden des Lagers, Rolf Abrahamsohn, zurückgreift.

Auf dem Gelände wurden in der Zeit des Nationalsozialismus Rüstungsgüter produziert. Der kriegsbedingte, zunehmende Mangel an Arbeitskräften führte dazu, dass Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie KZ-Häftlinge ebenfalls in der Rüstungsproduktion eingesetzt wurden. Mehr als 1.700 Menschen mussten hier unter schrecklichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Zur Aufarbeitung der Geschichte und um die Erinnerung an sie lebendig zu halten, haben die Technischen Betriebe Kontakt zu Marcus Kiel aufgenommen, der sich in seinen Arbeiten schon häufig mit Fragen des Gedenkens auseinandergesetzt hat. Ausgehend von der Schilderung Rolf Abrahamsohns, der einen Bombenangriff am 4. November 1944 versteckt in einem Betonrohr überlebte, besteht das Mahnmal aus einem solchen Rohr, angebracht auf einem gemauerten Sockel. Auf dem Rohr befindet sich auch das Zitat von Rolf Abrahamsohn, das aus einem Film von Schülerinnen und Schülern der Hauptschule Wattenscheid-Mitte und dem Stadtarchiv von 2002 stammt: „Ich habe mich retten können, weil ich in ein Zementrohr gekrochen bin, das auf dem Lagerplatz lag. Während der Luftangriffe hörte ich dann, wie Bombensplitter auf das Rohr fielen.“

Rolf Abrahamsohn, wahrscheinlich letzter noch lebender Zeitzeuge dieser unmenschlichen Drangsalierung, war als besonderer Ehrengast auch bei der offiziellen Einweihung zugegen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch würdigte die Kraft Abrahamsohns, sich bis heute unermüdlich gegen das Vergessen und für ein versöhnliches Miteinander eingesetzt zu haben.  Sein besonderer Dank galt dem heutigen Eigentümer der Fläche, der Firma Mendritzki. „Sie haben sich der Verantwortung gestellt, die schrecklichen Dinge, die hier passiert sind, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“ Der OB stellte besonders heraus, dass die Firma erst weit nach den Gräueltaten das Gelände erworben hat.

Der Standort liegt auf dem städtischen Betriebshof des Technischen Betriebes. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden interessierten Besuchergruppen den Zugang ermöglichen. Anmeldungen telefonisch unter 0234/910-6801.

(10. Mai 2019)