Die Bochum Strategie

Kurzbeschreibungen der 50 Kernaktivitäten

Die Bochum Strategie

"Mein Bochum" ist die eGovernment-Plattform für benutzerfreundliche und effiziente elektronische Verwaltungsdienstleistungen der Stadt Bochum. Verschiedene Dienstleistungen können jederzeit sicher und komfortabel online genutzt werden. "Mein Bochum" rundet den Funktionsumfang durch ein Online-Bezahlsystem und ein optionales Bürgerkonto inklusive eigenem Postkorb ab. Zusätzlich können sich Bürgerinnen und Bürger durch die elektronische Funktion des Personalausweises sicher und eindeutig identifizieren.

Mit der Einführung der bundeseinheitlichen Behördennummer 115 bei der Stadt Bochum erhalten Anruferinnen und Anrufer schneller und einfacher Informationen zu kommunalen, landes- und bundesspezifischen Dienstleistungen. Soweit möglich, sollen ihre Anliegen abschließend behandelt werden. Mit der "115" werden die Servicezeiten montags bis freitags auf den Zeitraum von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr erweitert.

Mit der Bochumer Ehrenamtsagentur soll eine Informations- und Beratungsstelle für Interessierte sowie eine Kontaktstelle für Organisationen, Vereine und Kommune geschaffen werden, um bürgerschaftliches Engagement (b.E.) in Bochum weiter zu fördern. Sie soll als Verein gemeinnützig, überparteilich sowie träger- und konfessionell ungebunden geführt werden. Neben der Schaffung einer Internetpräsenz, der Ausgabe und Erweiterung der Ehrenamtskarte NRW sowie der Vermittlungsarbeit könnten Leistungen wie Weiterbildung für Ehrenamtliche und Organisationen, Professionalisierung des b.E. und Entwicklung eigener Projekte Bausteine der Ehrenamtsagentur werden – ebenso die Identifizierung künftiger Bedarfe des städtischen Gemeinwohls und die Entwicklung entsprechender Lösungen mittels b.E.

Mit dem digitalen Stadtportal soll ein bürgerfreundlicher, transparenter, barrierefreier und zukunftsorientierter Internetauftritt entstehen, der die Angebote und Dienstleistungen der Stadtverwaltung und ihrer Tochtergesellschaften bündelt. Der modulare Aufbau ermöglicht einen einheitlich gestalteten Web-Auftritt und die Strukturierung zielgruppen- und themenspezifischer Inhalte. So sind Lebenslagen-Angebote, Informationen zu Schulen, Kultur, Sport, Tourismus in Bochum, Geodaten, Darstellungen zu Ansiedlungsmöglichkeiten und das Bürgerserviceportal integriert.

Neu-Bochumer*innen mit Zuwanderungsgeschichte, insbesondere Geflüchtete, müssen sprachliche Hürden überwinden und sich in einer fremden Umgebung und Kultur zurechtfinden. Zur Lösung der unterschiedlichen verwaltungsspezifischen Kommunikationsprobleme mit Neuzugewanderten soll ein flexibles und fachbereichsübergreifendes Lots*innensystem eingeführt werden. Als Lots*innen kommen Beschäftigte der Stadtverwaltung mit vorhandenen Sprachkompetenzen in Frage. Sie sollen – als (trans-)kulturelle Vermittler*innen zwischen Beschäftigten und Neuzugewanderten – im Bedarfsfall dolmetschen und auf die vielfältigen Angebote der Verwaltung hinweisen. Die Lots*innen werden im Rahmen einer Personalentwicklungsmaßnahme für ihre Aufgaben qualifiziert.

SHIFT ist Bochums Initiative für die Digitalisierung der Stadt. Das SHIFT-Team bündelt Kompetenzen aus den Bereichen IT, Prozessmanagement, Marketing, Software-Design und Data-Analytics. Es agiert außerhalb der Verwaltungsstrukturen, erhält aber internen Zugang, um Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsmodelle zu entwickeln, zu testen, anzupassen und auszurollen. Das Team arbeitet frei, agil und flexibel in einer experimentellen Sonderstellung.

Die Stadt Bochum und ihre Tochtergesellschaften investieren in die Zukunft Bochums. Damit die Baustellen weniger als Belastung, sondern als Chance für die Entwicklung der Stadt begriffen werden, sollen Bochums Baustellen zukünftig stärker „aus einer Hand“ und „Hand in Hand“ abgewickelt werden. Dazu gehören die verstärkte Nutzung digitaler und grafischer Tools, eine effektive Steuerungsstruktur im „Konzern Stadt“, Transparenz und Kontrolle über die Baumaßnahmen Dritter sowie Baustellenmarketing in Kooperation mit Bochum Marketing.

Der Bürger*innenfonds soll das bürgerschaftliche Engagement für den Stadtraum aktivieren und unterstützen. Die Stadt investiert dabei je Bürger*in einen Euro pro Jahr in die Realisierung bürgerschaftlicher Ideen in den Stadtteilen. Dabei soll der stadtweite Bürger*innenfonds niedrigschwellig – ohne große bürokratische Hürden – "Klein"-Projekte von Bürger*innen oder Organisationen "vor Ort" (Vereine, Initiativen, Kirchen, Künstler*innen usw.) in den Quartieren zur Realisierung verhelfen.

Die Mitarbeiter*innen haben viele gute Ideen und Vorschläge, die Verwaltung noch besser zu machen. Mit der Bochum Strategie hat sich die Stadt Bochum deshalb auch zum Ziel gesetzt, die Kreativität, das Engagement und die Innovationsbereitschaft der Mitarbeiter*innen weiter zu stärken. Vor diesem Hintergrund soll das aktuelle betriebliche Vorschlagswesen neu ausgerichtet und stufenweise ausgebaut werden.

Viele Beschäftigte der Stadtverwaltung stehen nach der Rückkehr aus der Elternzeit vor der Herausforderung, Betreuungsplätze für ihre Kinder zu erhalten. Durch die Bereitstellung eines Kontingents an Kita-Plätzen bspw. in einer rathaus- oder innenstadtnahen Kindertageseinrichtung könnte diese Sorge genommen und der Wiedereinstieg ermöglicht werden. Die Kernaktivität ist ein aktiver Beitrag, die Mitarbeiter*innenzufriedenheit zu erhöhen und die Attraktivität die Arbeitgeberin Stadt Bochum zu steigern.

Quartiere haben elementare Bedeutung für die Menschen. Hier konzentrieren sich die Funktionen des täglichen Lebens. Ein wichtiger Baustein attraktiver, lebendiger Quartiere sind Orte der Begegnung und des Austauschs. Das können klassische Stadtteilzentren wie das Q1 im Westend, aber auch spezifischere Angebote wie Jugendfreizeithäuser oder Vereinsheime sein. Gemein ist ihnen, dass es sich in der Regel um ehrenamtlich getragene Orte VON und FÜR Bürger*innen handelt. „Bochums Gute Stuben“ möchte möglichst vielen Bochumer*innen die Nutzung solcher Einrichtungen ermöglichen – durch bessere Transparenz über bestehende Angebote und, wo Lücken erkennbar und engagierte Menschen vorhanden sind, durch Unterstützung beim Aufbau solcher Angebote.

In zentraler Lage in der Bochumer Innenstadt entsteht eine Markthalle mit einem breit gefächerten Angebot an frischen Lebensmitteln, Speisen und Getränken als attraktiver Anziehungspunkt für Bochumer*innen und auswärtige Gäste. Markthallen in Städten sind Orte der Versorgung, aber auch Orte der Begegnung und des Austausches, an denen sich die Menschen wohlfühlen. Eine Markthalle in der Bochumer Innenstadt kann das urbane Lebensgefühl stärken und eine wichtige soziale Funktion übernehmen. Bevor mit möglichen Betreibern die Konzeptionierung und Realisierung einer Markthalle abgestimmt werden kann, ist zunächst die Standortfrage zu klären.

Die Kernaktivität basiert auf dem Handlungskonzept Wohnen, das von Sommer 2016 bis Sommer 2017 für Bochum aufgestellt wurde. Demnach muss sich die Strategie zur Weiterentwicklung des Wohnstandortes Bochum gleichermaßen auf Neubaumaßnahmen als auch auf Maßnahmen der Bestands- und Quartiersentwicklung stützen, um das Wohnraumangebot in quantitativer und qualitativer Hinsicht substanziell zu verbessern. Ziel ist es, alle in Bochum lebenden Menschen mit Wohnraum in ausreichender Menge und Qualität zu versorgen. Der Wohnungsbau ist eine Kernaufgabe der Stadtentwicklung.

Das Familienbüro folgt dem Leitauftrag, kommunales Handeln an den Bedürfnissen von Familien auszurichten. Es ist eine zentrale, niederschwellige Kontakt- und Servicestelle mit Lot*innensenfunktion für alle familienbezogenen Themen und. Fragen. Weiter ist es eine Einrichtung mit dem Ziel, das Themenfeld "familien- und generationengerechte Kommune" strategisch und fachübergreifend systematisch weiterzuentwickeln. Die Arbeit orientiert sich zielgruppen- und generationenübergreifend an den familienrelevanten Erfordernissen und Herausforderungen im Lebensverlauf der Menschen. Die Beratung und Entwicklung der Angebote unter dem Motto „Eltern werden – älter werden“ erfolgen unabhängig vom Familienstand, von Herkunft, religiöser Anschauung, Behinderung sowie sexueller Orientierung.

Mit der Kernaktivität StadtBaumKonzept werden jedes Jahr mindestens genauso viele Bäume neu gepflanzt wie gefällt werden. Das bedeutet momentan, dass, zusätzlich zu den bisherigen Anstrengungen, weitere 250 Bäume im öffentlichen Raum gepflanzt werden, so dass in Summe pro Jahr rund 500 Bäume neu gepflanzt werden. Zusätzlich wird bei Vereinen, Firmen und städtischen Tochtergesellschaften um Baumspenden geworben. Mit der Kernaktivität begegnet die Stadt dem Wunsch und der Sehnsucht der Menschen nach dem Grün im Quartier, nach Bäumen in ihren Straßen und nach Natur und Landschaft.

Der öffentliche Raum ist die Visitenkarte einer Stadt. Gepflegte Grünanlagen und Wohnquartiere sowie eine saubere Innenstadt laden zu Aufenthalt und Begegnung ein. Symbole vernachlässigter Stadträume sind dagegen Graffiti, Müll, ungepflegte Grünanlagen oder Spuren von Vandalismus. Das Projekt zielt auf saubere und sichere öffentliche Räume. Es werden neben den städtischen Stellen zunächst USB, BoGeStra, die Sicherheitspartner beteiligt, später i. S. e. gemeinsamen Verantwortungsbewusstseins z. B. auch Wohnungsbaugesellschaften, der Stadtverband der Kleingärtner und Bildungseinrichtungen. Neben dem unmittelbaren Ziel einer sichtbar sauberen und gepflegten Stadt werden in allen Bevölkerungsgruppen der Sinn für das Gemeinwesen und der Respekt für die Stadt spürbar gestärkt.

Die Stadt Bochum verfolgt das Ziel, die Bochumer City als "Innenstadt von Übermorgen" aufzustellen. Es ist geplant, unter Beteiligung der Bürger*innen sowie von relevanten Akteur*innen aus den Ergebnissen des Visions-Prozesses zur Innenstadt (2016/17) heraus ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) zu entwickeln und in der Folge konkrete Maßnahmen umzusetzen. Die Bandbreite der zu betrachtenden Themen ist weit und umfasst neben dem Einzelhandel auch die Themen Spielen, Digitalisierung, Wohnen, Öffentliche Räume, Neue Nachbarschaften und Urbane Produktion.

Die Stadt Bochum hat sich eine spürbare Verbesserung des Zustandes der Grün- und Freiflächen zum Ziel gesetzt. Eine Vielzahl der Bochumer Parks und Freiflächen sind gegenwärtig aus unterschiedlichen Gründen in nicht immer gutem Zustand. Die Kernaktivität zielt auf die Aufwertung dieser Grün- und Freiräume als ökologisch und klimatisch sowie sozial und gesundheitlich wertvolle Räume ab, die überdies einen erheblichen Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt leisten.

In Bochum sollen viele neue Bänke die Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet verbessern. Die Bochumer*innen haben im Rahmen der Bürger*innenkonferenzen 2017 und 2018 vielfach darauf hingewiesen, dass Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Rasten fehlen. Das Projekt umfasst eine Spendenaktion zur Aufstellung von bis zu 1.000 Bänken in urbaner und landschaftlicher Umgebung im gesamten Stadtgebiet in den Jahren 2018 bis 2020. Pro gespendeter Bank stellt die Stadt Bochum eine weitere Bank auf. Auch über die WAZ erfolgt der Aufruf zur Spende für komplette Bänke oder zur Teilspende. Die Benennung von Standortwünschen ohne Spende ist ebenso möglich.

Die Stadt Bochum verfolgt das Ziel, ein ansprechendes Angebot an Spiel-, Aufenthalts- und Bewegungsflächen zu schaffen, zu sichern und zu entwickeln, weil sie es sich zu einem erheblichen Faktor bei der Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld entwickelt hat. Die Stadt Bochum verfügt über eine überdurchschnittliche Anzahl an Spielplätzen, deren Zustand jedoch in vielerlei Hinsicht Nachholbedarfe aufweisen. Ebenso verhält es sich mit sonstigen Räumen für Spiel, Aufenthalt und Bewegung. Mit der Kernaktivität soll eine nachhaltige Verbesserung der Situation eintreten.

Die Stadt Bochum verfolgt das Ziel, sich 2030 als Stadt für alle Verkehrsarten zu präsentieren. Dieses Ziel verknüpft sich strikt mit einer Förderung und Stärkung des Umweltverbundes bei gleichzeitiger Reduktion des Autoverkehrs. In diesem Kontext nimmt die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Radverkehr in Bochum eine zentrale Rolle ein. Das Spektrum der Kernaktivität umfasst Aspekte des Alltagsradwegenetzes (Ausbau und Verbesserung) genauso wie die Themen Sicherheit und Abstellinfrastruktur.

Die Stadt Bochum verfolgt das Ziel, sich 2030 als Stadt für alle Verkehrsarten zu präsentieren. Dieses Ziel verknüpft sich strikt mit einer Förderung und Stärkung des Umweltverbundes bei gleichzeitiger Reduktion des Autoverkehrs. In diesem Kontext nimmt die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den öffentlichen Straßenpersonenverkehr in Bochum eine zentrale Rolle ein. Das Spektrum der Kernaktivität umfasst Aspekte des Liniennetzes (Ausbau und Verbesserung) genauso wie das Thema Taktung.

Die FestivalStadt Bochum erweitert ihr hochwertiges Angebot durch ein Format, das überwiegend auf öffentlich zugänglichen Plätzen stattfindet und dazu animiert, den urbanen Raum neu zu entdecken. Um eine Alleinstellung zu entwickeln und zugleich überregionale Strahlkraft zu entfalten, sind auch international Künstler*innen einzubinden. Diese können z. B. mittels Streetartistik Architektur in kurze Shows einbinden oder als Verpackungskünstler*innen Kunstwerke, Fassaden o. ä. temporär neu gestalten und so die Stadt zur Bühne zu machen. Das Konzept ist so zu gestalten, dass sich Besucher* innen über mehrere Tage in der Stadt aufhalten und so Übernachtungen generieren. Einzelhandel und Gastronomie profitieren, und ein Cross-Marketing mit anderen Veranstaltungen wird ermöglicht.

Die in der Innenstadtvision 2030 formulierte Stadt des produktiven Wissens wird in unterschiedlichen City-Lagen Verschiebungen bei den räumlichen Nutzungen nach sich ziehen, die den Blick für den zu erwartenden temporären Leerstand schärfen müssen. Gezielte strategische Zwischennutzungen sollen Impulse für die Kreativ- und Kulturwirtschaft setzen und damit auf die Vision 2030 einzahlen. Startups, Kreative und Initiativen sollen die Räume als Testfeld für den urbanen Wandel zunächst temporär nutzen, um unternehmerische Ideen wachsen zu lassen. Zugleich sorgen sie für einen neuen Erlebniswert und für eine Aufwertung der City. Bochum Marketing übernimmt in Kooperation mit Immobilienbesitzern die komplette Abwicklung dieser Pop up-Formate und nutzt dafür seine Netzwerke.

Das Jugendkulturprojekt URBANATIX ist längst zu einer überregional etablierten Showproduktion herangereift, bei der jugendliche Künstler*innen sozial- und kulturübergreifend zusammengeführt werden und im Zusammenspiel mit internationalen Künstler*innen und Trainer*innen ihre Potentiale entwickeln. Mit der Erweiterung zum Open Space ist es bereits gelungen, den Trainingsbetrieb auch für viele Kinder und Jugendliche zu öffnen, die nicht Teil des Show-Projektes sind. Darauf aufbauend soll es jungen Künstler*innen nun ermöglicht werden, sich durch Workshops und Trainings für (inter-)nationale Artistenschulen zu qualifizieren. Ferner soll sich Bochum durch die Erweiterung zur Open Space Academy selbst zu einem Ausbildungszentrum für Streetart und Artistik entfalten.

Das Lohrheidestadtion soll zum einzigen Stadion in NRW entwickelt werden, in dem (inter-) nationale Leichtathletikmeisterschaften und kulturelle Großevents durchgeführt werden können. Die Nutzung des Lohheidestadions als multifunktionale Veranstaltungsstätte und attraktive Bühne für Sport- und Kulturveranstaltungen soll nachhaltige Impulse für die kommunale Sportentwicklung bieten und die Vielfalt kultureller Veranstaltungen befördern. Erste Kultur- und Sportveranstaltungen befinden sich schon in der Projektierung.

Bochum verfügt über eine ausgesprochen lebendige und breit aufgestellte Freie Kulturszene. Diese gilt es durch eine Verstetigung der mehrjährigen Bewilligungsbescheide für Betriebskostenzuschüsse und Einführung einer Indexanpassung (1% per anno = Durchschnitt Erhöhung Verbraucherindex 2012 bis 2016), durch Fachberatung und durch Bereitstellung kommunaler Dienstleistungen in ihrer Vielfalt zu erhalten und zu unterstützen. Darüber hinaus soll die 2017 erstmals von der Freien Kulturszene als Kunst- und Kulturfestival realisierte BoBiennale dauerhaft finanziell abgesichert werden. Sie ist ein probates Mittel, die kulturellen Netzwerke zu stärken und bietet durch die Bündelung der Aktivitäten eine Plattform mit hoher Aufmerksamkeit für die Freie Szene.

Das Planetarium Bochum hat vor kurzem technologische Möglichkeiten geschaffen, die die interaktive Steuerung digitaler Kuppelinhalte "live" zulassen. Im Zusammenspiel mit einer bereits vorhandenen Raumklanganlage soll das Planetarium zu einem einzigartigen Ort für immersive Medieninhalte werden, die sonst nur mit einer VR-Brille erfahrbar sind. Dabei sind gänzlich neue Formate z. B. in den Bereichen Theater, Konzerte, Cinema und Gaming möglich. Kernbaustein soll ein Festival immersiver Kunst in Kooperation mit Partnern unterschiedlicher kulturschaffender Disziplinen sein.

Das Rathaus kann mehr! Auch wenn es derzeit vorwiegend als Dienstgebäude und Verwaltungsstandort genutzt und wahrgenommen wird, bieten Architektur und Ambiente interessante Möglichkeiten. Ziel ist es, das Rathaus und den Innenhof als Veranstaltungsort für unterschiedlichste Formate zu nutzen und so ein neues, modernes Image bei Bürger*innen und Mitarbeitenden zu schaffen. Theaterprojekte, elektronische Musik und Clubfeeling sollen auch die studentische sowie die freie Szene einbinden. Zur Entwicklung des Veranstaltungskonzepts soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden.

Das Wortfestival ist ein innovatives Literaturfestival, das im Viktoria-Quartier stattfinden soll. Die Veranstaltungen des Festivals sollen zeitgenössische Literatur im Kontext gesellschaftlicher Diskurse und Innovationen präsentieren. Schnittstellen zu aktuellen technologischen, medialen und popkulturellen Entwicklungen werden dabei besonders gesucht. Das Festival soll aus den Themenblöcken Literatur, gesellschaftliche Diskurse und "Embedded Literature" (Lesungen an außergewöhnlichen Orten) bestehen, die in unterschiedlichen Veranstaltungsformaten (Lesungen, Diskussionen, Slams) präsentiert werden.

Im Sprach- und Qualifizierungszentrum für Zugewanderte (QuAZ) in der ehemaligen Ausbildungswerkstatt von Opel in Langendreer erhalten Zugewanderte aus den Städten Bochum, Herne, Witten und Hattingen Sprach- und Qualifizierungsangebote aus einer Hand. Die Sprachkurse werden an das Niveau der Teilnehmenden angepasst. Die Qualifizierung findet in den Berufsfeldern statt, die den Interessen der Teilnehmenden entsprechen und in denen sie auch Praktika absolvieren. Im Idealfall finden sie später in diesen Betrieben Arbeit oder einen Ausbildungsplatz. Das QuAZ wird von einem breiten Bündnis gesellschaftlicher Akteure unterstützt, darunter die Städte, Hochschulen, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften sowie Religionsgemeinschaften.

Immer mehr Mütter und Väter sind aufgrund ihrer Berufstätigkeit auf eine flexible KITA-Betreuung ihres Kindes auch zu Randzeiten am frühen Vormittag oder am späten Nachmittag bis in die frühen Abendstunden angewiesen. Vor diesem Hintergrund soll (frühestens) ab dem Kindergartenjahr 2019 sukzessive in jedem Stadtbezirk eine „Flexible KITA“ eingerichtet werden, die dieser Bedarfssituation von Eltern und alleinerziehenden Elternteilen gerecht wird.

Bochum sorgt für eine hervorragende und ständig an den technischen Fortschritt angepasste Mittelausstattung seiner Schulen (insbesondere Breitbandanbindung, Digitalisierung, Ausstattung der naturwissenschaftlichen und anderer Fachräume) und stellt mit ausreichenden Raumangeboten sicher, dass eine differenzierte unterrichtliche Förderung von Schüler*innen unterschiedlicher Lern- und Leistungsstufen optimal stattfinden kann. In dieser Kernaktivität geht es zunächst um den Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Beim Rhythmisierten Ganztag werden die schulischen und ergänzenden Aktivitäten in einen konzeptionellen Zusammenhang gesetzt. Unterrichtszeit, Entspannungsphasen, individuelle Arbeits- und Übungsphasen und den Unterricht ergänzende Angebote werden auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt (rhythmisiert) über den Tag verteilt. Die Rhythmisierung erfolgt von Klasse 1 durchgängig bis Klasse 4. Das Konzept soll zunächst in einer Grundschule pro Stadtbezirk implementiert werden. Da es in den Bezirken Mitte, Wattenscheid und Süd bereits jeweils eine Grundschule im Rhythmisierten Ganztag gibt, soll dieser nun auf die Bezirke Nord, Ost und Südwest ausgeweitet werden.

Mit dem Neubau der Zentralbibliothek soll eine großstädtische Modellbibliothek entstehen, die dem Bildungsanspruch gerecht wird und ein hoch frequentierter, zeitgemäßer Begeisterungsort für das Lesen und andere Mediennutzung ist, der den veränderten Nutzungsansprüchen der Bürger*innen entspricht. In enger Verzahnung mit den Angeboten der VHS und weiteren Bildungseinrichtungen, insbesondere den Bochumer Hochschulen, entsteht ein attraktiver Treffpunkt lebenslangen, selbstorganisierten und experimentellen Lernens. Hier wird neben dem klassischen und digitalen Medienbestand besonderer Wert auf die Bereitstellung von Arbeitsplätzen zur Präsenznutzung, auf digitalen Service, anregende Kommunikationsbereiche und eine hohe Aufenthaltsqualität gelegt.

Gegenstand des Projektes ist es, zunächst zwei Familienzentren an Grundschulen je Stadtbezirk zu etablieren. Familienzentren bieten bisher im Bereich der frühkindlichen Bildung ein niedrigschwelliges Angebot in Fragen zu Bildung, Erziehung und Betreuung. Die Kernaktivität zielt darauf ab, Familien unkompliziert Hilfe zugänglich zu machen, die Ressourcen des Sozialraums zu nutzen und die Kooperation aller beteiligten Fachkräfte und Institutionen zu verbessern. Vorbild ist das bewährte Modell der 44 Familienzentren an Kindergärten.

Mit dem Projekt soll die Quote der Schwimmer*innen bei Bochumer Kindern erhöht werden: Bochumer Vertreter*innen der Schulen, der Schwimmvereine, des DLRG, des Stadtsportbund Bochum e.V. und ggf. weitere Partner sollen die Rahmenbedingungen überprüfen und passgenaue Schwimmangebote schaffen. Flankierende Kampagnen informieren die Bevölkerung und sensibilisieren für dieses Thema.

Die Kernaktivität zielt auf mehr Effektivität bei der Verarbeitung und mehr Transparenz bei der Bereitstellung von Informationen. Das Schulportal Bochum soll zukünftig Informationen über alle 80 Bochumer Schulen (Lage, Konzept, Schwerpunkte, Fotos) liefern UND den Eltern Onlineunterstützung bei der Anmeldung ihres Kindes bieten. In nächsten Schritten soll das Schulportal für zusätzliche Services und Nutzungen (u. a. Datenerhebungen, Ausgabe des Schokotickets, Erstellen von Stundenplänen etc.) erweitert werden.

Ziel der Kernaktivität ist es, in Bochum mehr Nachwuchs- und Unterstützungskräfte für die Pflegebranche zu gewinnen. Hintergrund ist, dass für Bochum im Jahr 2030 ein Pflegekräfte-mangel von etwa 900 Stellen prognostiziert wird. Im zu gründenden Netzwerk sollen deshalb Unternehmen und Träger der Pflegebranche mit Schulen, Berufsfachschulen, Hochschulen, BA, Jobcenter, Gewerkschaften und städtischen Ämtern kooperieren. Mögliche Aktivitäten reichen von Info-Veranstaltungen an Schulen, Berufsbildungsmessen oder VHS über Angebote für Schülerpraktika bis hin zu einer Offensive für Teilzeitausbildung.

Die Kernaktivität zielt darauf ab, das Interesse der Schüler*innen an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und damit an entsprechenden Ausbildungs- und Studiengängen zu steigern. Dies soll mit Hilfe der Bildung eines Netzwerks geschehen, das den Schüler*innen attraktive und niederschwellig nutzbare Lernangebote bietet. (Außer-)Schulische Lernorte entlang der gesamten Bildungskette, beginnend mit der Kita, sollen dabei mit Partnern aus Hochschulen und Industrie zusammengeführt werden – unter besonderer Berücksichtigung vorhandener lokaler Stärken und Alleinstellungsmerkmale.

Mit MARK 51°7 entsteht ein Standort für neue Arbeit, moderne Unternehmen, Innovation und Forschung. Bochum gestaltet damit aktiv den Strukturwandel nach der Werksschließung von Opel und bietet ab sofort und perspektivisch innovativen Unternehmen, Hochschulen und Unternehmensgründer*innen Grundstücke an einem zukunftsfähigen Standort. Auf einer Fläche von 63 Hektar entstehen in verkehrlich idealer Lage groß- oder kleinteilige Grundstücke für Gewerbe- und Industrieansiedlungen. Dieses Projekt verknüpft Wissenschaft und wirtschaftliche Wertschöpfung. Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Ziel geleistet, die Wissensarbeit als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Bochums zu nutzen.

WERK X ist der neue Start-up Inkubator für Bochum. Mit seinen branchenoffenen Durchläufen wird WERK X einen Teil dazu beitragen, Bochum und das Ruhrgebiet als Start-up Hotspot bekannter zu machen. In der Bochumer Unternehmenslandschaft gibt es einen soliden Arbeitsmarkt für Fachkräfte im Technologie- und Kreativ-Bereich. WERK X fördert nun auch innovative Start-up-Konzepte, wie sie andernorts von Technologie-Unternehmen ausgehen. WERK X erfährt breite Unterstützung von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor. So kommen viele Ressourcen, Talente und Netzwerke zusammen, um die bestmögliche Umgebung für Gründerinnen und Gründer zu schaffen.
Weitere Informationen und erste Erfolgsmeldungen: www.werk-x.ruhr

Mit dieser Kernaktivität verfolgt die Stadt Bochum das Ziel der flächendeckenden Versorgung Bochums mit schnellen Breitbandverbindungen. Diese sind eine bedeutsame Voraussetzung für die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt und Region. Soziale In-teraktion, Geschäftsprozesse, Handel, Bildung, Forschung, Energieversorgung – alle Bereiche erfordern eine umfassende Vernetzung mit hoher Bandbreite. Die Sicherstellung des schnellen Zugangs zum Internet erfordert Investitionen in die Infrastruktur, die sich perspektivisch auszahlen werden. Die Grundlage hierfür bietet eine Breitband-Infrastruktur, welche hohe Übertragungskapazitäten und schnelle Verbindungen im Up- und Download bereitstellt.

Für den Erfolg von dynamisch wachsenden Unternehmen ist der Zugang zu Kapital ein entscheidendes Kriterium für wirtschaftlichen Erfolg. Insbesondere junge Unternehmen sind auf Wagniskapital angewiesen. Um den Zugang hierzu für Bochumer Unternehmen zu verbessern, wird ein gewinnorientierter Risikokapital-Fonds für den Bereich IT-Sicherheit aufgebaut. Dieser Fonds wird von einer externen, privaten Management-Gesellschaft nach wirtschaftlichen Grundsätzen verwaltet. Ziel des Fonds ist es, KMUs in frühen Phasen der Unternehmensentwicklung (Seed, Start-up und Expansion) bei positiven Zukunftsaussichten und Standort in Bochum oder einer angrenzenden Kommune für einen begrenzten Zeitraum zusätzliches Eigenkapital und/oder eigenkapitalähnliche Mittel zur Verfügung zu stellen.

Kernidee ist eine kommunale Beschäftigungsgesellschaft, in der Langzeitarbeitslose mit erheblichen Vermittlungshemmnissen in auf Dauer angelegten Arbeitsverhältnissen ihren Möglichkeiten entsprechend Arbeit finden. Sie erbringen für die Gesellschaft wünschenswerte Dienstleistungen, beispielsweise im Bereich der Grünpflege, im Service, in der Pflege oder in der Nachbarschaftsbetreuung und erhalten dadurch eine positive Lebensperspektive sowie ggf. neue Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Die Code Academy Ruhr soll IT-Fachkräfte eines neuen Programmierertyps für und mit lo­kale(n)/regionale(n) Firmen in Bochum ausbilden. Dabei setzt sie vor allem auf vorhandenes Fachkräftepotenzial der Beschäftigten in Unternehmen oder Wiedereinsteiger sowie auf Ab­solvent*innen oder Studierende in der Region. Als Curriculum ist denkbar: Web-Entwicklung, Software-Engineering, verteilte Rechnersysteme, Data Science, Add-On‘s. Zielgruppe und Partner sind Unternehmen, die Praxisnähe ermöglichen und sich aktiv in Projekten mit Pa­tenschaften und Dozent*innentätigkeit u. Ä. engagieren.

Bestehende erfolgreiche Einzelinitiativen im Bereich IT-Sicherheit werden zu einem integrierten Gesamtkonzept für den Standort Bochum zusammengefasst. Damit werden die Voraussetzungen für eine steigende Zahl von Unternehmensgründungen und Ansiedlungen sowie nachhaltiges Wachstum in dieser Fokusbranche geschaffen. Um die bereits starke Bochumer Szene weiter auszubauen, soll es ein Drei-Säulen-Modell aus IT-Security Pitch, IT-Security Fonds und IT-Security Inkubator sowie ergänzende Netzwerke und Veranstaltungsformate geben.

Der Gesundheitsstandort Bochum soll aufgrund seiner hervorragenden Netzwerkstruktur, der Agentur GesundheitsCampus Bochum (AGC) und dem kompetenten Fachumfeld zunächst zu einem "Innovationsraum Smart Health Data“ ausgebaut werden. Im Fokus dabei steht die Verbesserung der medizinischen Versorgung der Patient*innen. Grundlage hierzu ist ein auf zwei Jahre festgelegter Meilensteinplan. Gesundheitsdaten in Verbindung mit digitalen Technologien sind der Schlüssel zur Entwicklung eines zukünftigen funktionierenden Gesundheitsmarktes.

In Bochum werden derzeit acht Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzepte (ISEKs) umgesetzt. Quartiershausmeister*innen kümmern sich dort um die Belange der Anwohner*innen. In Anlehnung daran sollen Quartiershausmeister*innen auch in weiteren Stadtteilen und Quartieren eingesetzt werden. Sie dienen als Anlaufstelle vor Ort für alle Anliegen rund um den öffentlichen Raum, die den Bewohner*innen unter den Nägeln brennen und unbürokratische, schnelle Lösungen erfordern (z. B. Vermüllung von Grünanlagen bzw. ihre Vermeidung).

Bei der Kernaktivität geht es um die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für die Industrie / industrienahe Dienstleistungen in Bochum mit einem umfangreichen Serviceangebot, u. a. Marktanalysen, Produktentwicklungen, Zertifizierungsvorbereitungen, Technikberatung zu Digitalisierungsvorhaben und IT-Sicherheits-Checks. Ein Schwerpunkt liegt auf der Fördermittelberatung, um durch die Nutzung verfügbarer (Förder-)Instrumente die Unternehmen unmittelbar unterstützen zu können.