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Corona-Virus - Alle wichtigen Infos auf einen Blick

Statements von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zum Corona-Virus in Bochum

Corona-Virus - Alle wichtigen Infos auf einen Blick

Statement vom 18. Februar 2021

Seit einem Jahr hat sich unser Leben durch die Corona-Pandemie stark verändert und hält Bochum und den Rest der Welt in Atem. Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zur aktuellen Lage.

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Die Wocheninzidenz hat in Bochum den Wert von 50 überschritten. Daher gelten ab dem 16. Oktober 2020 zusätzliche Regelungen. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch äußert sich in einem aktuellen Videostatement zu den aktuellen Maßnahmen in Bochum.

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Tag der Arbeit: Grußwort von OB Thomas Eiskirch

In einem Grußwort zum Tag der Arbeit wendet sich Oberbürgermeister Thomas Eiskirch an die Bochumerinnen und Bochumer. Der diesjährige 1. Mai steht unter dem Motto „Solidarisch ist man nicht alleine“. OB Thomas Eiskirch: „Ich bin überwältigt davon, dass die ganz überwiegende Mehrheit der Menschen in Bochum in dieser Ausnahmesituation so besonnen reagiert und so solidarisch zusammenhält.“

Zum Grußwort des Oberbürgermeisters

Corona: Ramadan

In einem Grußwort zum Fastenmonat Ramadan wendet sich Oberbürgermeister Thomas Eiskirch an die Mitbürgerinnen und Mitbürger und erinnert noch einmal dran, dass „die Lage immer noch ernst ist. Die Pandemie ist noch nicht überwunden. Unser vorrangiges Ziel muss daher sein, die Gesundheit aller zu schützen, damit wir im nächsten Jahr wieder zusammen den Fastenmonat und das Ramadan-Fest begehen können.“

In der Zeit vom 23. April bis zum 23. Mai 2020 ist Ramadan – die Fastenzeit für Musliminnen und Muslime. Die Landesregierung hat heute signalisiert, dass ab Anfang Mai wieder Gottesdienste und Gebete stattfinden könnten. Wie sie stattfinden können, ist noch nicht genau geregelt. Das traditionelle abendliche Fastenbrechen im Kreis der engsten Familie ist im Moment nur im privaten Haushalt möglich.

Zum Grußwort (pdf-Datei)

"Viele von Ihnen machen sich nach wie vor große Sorgen. Sorgen um die eigene Gesundheit, die der Eltern und Großeltern. Bereits seit mehr als zwei Wochen besteht das Kontaktverbot. Wer Angehörige hat, die in Alten- oder Pflegeheimen leben, darf sie nicht sehen, selbst im Krankenhaus gilt nur eine eingeschränkte Besuchserlaubnis. Ich weiß, wie schwer es ist, dies auszuhalten. [...]"

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Statement vom 17. April 2020 in Textform

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,

viele von Ihnen machen sich nach wie vor große Sorgen. Sorgen um die eigene Gesundheit, die der Eltern und Großeltern. Bereits seit mehr als zwei Wochen besteht das Kontaktverbot. Wer Angehörige hat, die in Alten- oder Pflegeheimen leben, darf sie nicht sehen, selbst im Krankenhaus gilt nur eine eingeschränkte Besuchserlaubnis. Ich weiß, wie schwer es ist, dies auszuhalten.
Daneben gibt es viele, die sich ganz besonders um die wirtschaftliche Entwicklung sorgen. Das gilt für Kleinkünstler, Ein-Mann-Betriebe, junge Start-ups, genauso wie für Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Betrieben - sogar große Konzerne wissen teilweise nicht, wie es weitergehen soll. Eine ganze Reihe von Betrieben hat Kurzarbeit eingeführt.
Der Bundesregierung ist es, gemeinsam mit den Ländern, an vielen Stellen gut gelungen, einen Ausgleich der Interessen zu finden. Einschneidende Maßnahmen auf der einen Seite, oftmals unbürokratische und schnelle finanzielle Unterstützung auf der anderen Seite. Auch die aktuelle Entscheidung, das Kontaktverbot weiterhin aufrecht zu erhalten, ist vernünftig. Die Steigerungszahl bei den Neuinfektionen nimmt in Bochum kontinuierlich ab. Wir haben seit über einer Woche mehr Genesene als aktuell Erkrankte. Aber dieser positive Trend kann nur weiter gefestigt werden, wenn wir alle konsequent die Hygieneregeln beachten und soziale Kontakte soweit es geht meiden. Also liebe Bochumerinnen und Bochumer: Bitte weiter an das Kontaktverbot halten.


Die Entscheidungen von Bund und Land NRW enthalten aber auch einige Lockerungen. So dürfen ab Montag eine ganze Reihe von Geschäften wieder öffnen, wenn sie entsprechende Hygienemaßnahmen nachweisen können. Das ist eine gute Nachricht für viele Einzelhändler! Und natürlich auch für uns, als Kundinnen und Kunden, weil wir uns wieder besser versorgen können. Ob das gewählte Kriterium von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche ein gut gewähltes ist, daran kann man Zweifel haben. Wir in Bochum haben an dieser Stelle aber die vom Land für ganz Nordrhein-Westfalen getroffene Entscheidung schlicht und ergreifend umzusetzen.

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,
ich mache mir durchaus Sorgen um die Bochumer Gastronomie, die Kneipen, die Restaurants und Cafés, auch vielleicht insbesondere im Bermuda-Dreieck. Diese Szene ist Wirtschaftsfaktor und ein wichtiger Ausdruck des Bochumer Lebensgefühls zugleich. Und deshalb habe ich für die nächste Woche Vertreterinnen und Vertreter des Einzelhandels und auch der Gastronomie eingeladen, um gemeinsam mit mir über Möglichkeiten zu sprechen, wie die Angebote in Bochum aufrechterhalten und die Unternehmen unterstützt werden können.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat uns heute mitgeteilt, dass Großveranstaltungen bis Ende August untersagt bleiben. Das macht auch Sinn. Was wir aber nun dringend brauchen, sind klare Vorgaben des Landes, was denn eigentlich eine Großveranstaltung ist? Bei großen Konzerten in Stadien ist die Definition klar. Das Zeltfestvial Ruhr ist ebenso abgesagt wie Bochum Total – übrigens zum ersten Mal in seinem über 30-jährigen Bestehen. Das Kontaktverbot für die nächsten Wochen steht. Aber darf ein geplantes Straßenfest im Juli für die Nachbarn stattfinden, muss die Kirchengemeinde ihr Pfarrfest im August absagen? Das Land muss schnell klare Regeln formulieren, was Großveranstaltungen sind und was eben nicht.

Klare Regeln brauch es auch für die Schulen. Wir als Eigentümer der Schulgebäude haben die Wochen der Schulschließungen genutzt und Renovierungen und Sanierungen an vielen Stellen eher als geplant umsetzten können. Zum geplanten Start werden alle Schulgebäude gereinigt sein, die Schulsekretärinnen und natürlich auch die Hausmeister sind vorbereitet. Aber ich frage mich, ob das Land genug Lehrerinnen und Lehrer außerhalb der Risikogruppen zur Verfügung stellen wird, um die Bochumer Schülerinnen und Schüler unterrichten zu können. Wie will das Land Nordrhein-Westfalen den Unterricht in Kleingruppen organisieren? Auch da erwarte ich schnelle Klarheit vom Land Nordrhein-Westfalen.

Liebe Bochumerinnen und Bochumer, zeitgleich mit der neuen Rechtsverordnung des Landes, die uns erst heute erreicht hat, sind unsere auf Bochum ausgerichteten Verfügungen und die damit verbundenen speziellen Regelungen aus den letzten Wochen aufgehoben. In Bochum gelten nun die Regelungen des Landes Nordrhein-Westfalen eins zu eins. Über das, was das konkret bedeutet und alle weiteren aktuellen Entwicklungen, werden wir Sie aber natürlich auch weiterhin auf bochum.de, Facebook, Twitter und Instagram informieren.

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,
Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, die Ausbreitung des Virus einzudämmen!
Passen Sie auf sich auf.
Passen Sie auf Bochum auf.
Bleiben Sie gesund!

"Das lange Oster-Wochenende liegt vor uns. Die Vorhersagen versprechen teils herrliches Sommerwetter. Karfreitag bis 21 Grad, Karsamstag sogar bis 23 Grad. Es könnte so schön sein, aber…"

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Statement vom 10. April 2020 in Textform

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,

Das lange Oster-Wochenende liegt vor uns.
Die Vorhersagen versprechen teils herrliches Sommerwetter.
Karfreitag bis 21 Grad, Karsamstag sogar bis 23 Grad.
Es könnte so schön sein, aber…
Auch an diesen vier Tagen, auf die sich viele von uns jedes Jahr freuen, müssen wir uns an die strengen Regeln halten, die das Corona-Virus uns allen seit rund drei Wochen aufzwingt.

Daher meine eindringliche Bitte:
Auch wenn das gute Wetter lockt,
auch wenn wir seit Wochen unsere Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Freundinnen und Freunde nicht treffen konnten,
auch wenn sich viele Menschen auf den Ostergottesdienst gefreut haben,
auch wenn vor allem Großeltern gerne mit den Enkelkindern auf Eiersuche gehen würden,
auch wenn ein Oster-Feuer für viele Familien einfach dazugehört –
bitte halten Sie sich auch an den vor uns liegenden Feiertagen an das wichtige Kontakt- und Veranstaltungsverbot!
Ich weiß, dass das gerade zu Ostern ganz besonders schwerfällt.
Es hilft aber, Menschenleben zu retten.

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,
Ich wünsche Ihnen frohe Ostertage, auch wenn sie ganz anders sein werden, als wir sie kennen.
Die letzten drei Wochen waren für uns alle nicht leicht.
Der Chef der Bochumer Ärztinnen und Ärzte sagt aber:
"Sämtliche Maßnahmen, die in Bochum auf den Weg gebracht wurden, zeigen Wirkung."
Und wir haben sie auch zur richtigen Zeit ergriffen. Mich freut es, dass seit einigen Tagen die Zahl der in Bochum aktuell an Corona Erkrankten kontinuierlich abnimmt – wir mittlerweile sogar mehr Genesene als aktuell Erkrankte haben. Von den insgesamt 365 bestätigten Corona-Fällen in Bochum sind – stand heute – 12 Menschen verstorben, derzeit 134 erkrankt und 219 bereits wieder genesen.
Die Maßnahmen in Bochum zeigen aber nur deswegen Wirkung, weil sie solidarisch, mit großer Einsicht von den Bochumerinnen und Bochumer mitgetragen und gelebt wurden.
Das macht mir Mut, dass wir in Bochum auch die Phasen, die noch vor uns liegen, gemeinsam gut bewältigen werden.

Ich weiß, dass in fast allen Familien es sowohl die Sorge um die Gesundheit als auch um die wirtschaftliche Existenz, um die Arbeitsplätze gibt.
Und genauso wie Sie warten auch wir darauf, wie es weitergeht, welche Vorgaben Bund und Land auch uns in Bochum machen.
Aber aufgrund der Erfahrung der letzten drei Wochen bin ich mir sicher, dass wir auch veränderte Vorgaben gut und solidarisch mit allen Beteiligten hier bei uns in Bochum umsetzen werden.

Hilfe haben wir bei der Bekämpfung des Corona-Virus in den letzten Tagen auch von verschiedenen Einrichtungen in Bochum und in der Region bekommen.
Bildungsträger und Betriebe haben uns OP-Masken, Einmalhandschuhe, Schutzkittel und Desinfektionsmittel gespendet.
Diese medizinischen Hilfsgüter haben wir in dieser Woche weiterverteilt an: Krankenhäuser, an Pflegedienste, Seniorenheime und Hospize.
Insgesamt konnten wir 116 medizinische und pflegerische Einrichtungen im Kampf gegen Corona damit unterstützen.
Dafür allen Spenderinnen und Spender – vielen Dank für diese Solidarität im Namen aller Bochumerinnen und Bochumer.
Denn es ist kein Geheimnis, dass medizinische Schutzartikel schwer zu bekommen sind in Zeiten, in denen die ganze Welt gegen den Virus kämpft.

Wir als Stadt haben derzeit Schutzartikel vorrätig, arbeiten aber auch permanent an der Beschaffung weiterer Schutzmaterialien, um so gut es geht vorbereitet zu sein und andere unterstützen zu können.
Zudem nähen das Schauspielhaus und die Feuerwehr Bochum seit dieser Woche Mund-Nasen-Masken aus Stoff. Ich habe mal zwei mitgebracht: Schauspielhaus, Feuerwehr.
Wir verteilen diese Stoffmasken, die dazu beitragen sollen, das Risiko einer Tröpfcheninfektion zu verringern, ebenfalls an Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste.

Auch die bea – die Bochumer Ehrenamtsagentur – bringt über ihre Hotline Menschen zusammen, die einen solchen textilen Mund-Nasen-Schutz suchen, und die, die diesen nähen können.
Apropos Ehrenamtsagentur: Bisher haben sich rund 600 Menschen gemeldet, die helfen möchten, aber nur 60, die Hilfe benötigen.
Ich freue mich, wenn viele ihre Unterstützung im Freundes- oder Familienkreis selbst organisieren können.
Ich sehe aber immer noch viele aus den Risikogruppen, die selber einkaufen gehen.
Insofern – wer noch jemanden kennt, der Hilfe benötigt:
Wenden Sie sich an die Bochumer Ehrenamtsagentur!

Noch ein Letztes:
Viele Bochumerinnen und Bochumer haben sich an mich gewandt, weil sie Sorge haben, dass das kulturelle Angebot nach der Corona-Zeit nicht mehr so breit in unserer Stadt gefächert sein wird wie vorher.
Es gibt eine ganze Reihe von Unterstützungsangeboten von Bund und Land. Und das ist auch gut so.
Ich werde in der nächsten Woche der Bochumer Politik vorschlagen, überall dort, wo es trotzdem noch Lücken in der Unterstützung gibt, einen Bochumer Kulturschirm zu spannen.
Denn Bochum ist Kulturstadt. Und soll auch Kulturstadt bleiben.

Das lange Oster-Wochenende liegt vor uns.
Die Vorhersagen versprechen teils herrliches Sommerwetter. Habe ich vorhin schon gesagt.
Karfreitag bis 21 Grad, Karsamstag sogar bis 23 Grad.
Ostern kann auch schön sein, wenn es ganz anders ist, liebe Bochumerinnen und Bochumer.

Insofern – Frohe Ostern
Und bleiben Sie gesund!

Leider sind vier Bochumerinnen und Bochumer, die an dem Corona-Virus erkrankt waren, verstorben. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch ist traurig und betroffen. Er betont, dass das zurzeit wirksamste Mittel gegen das Virus wir selbst sind, indem wir soziale Kontakte meiden und Abstand halten.

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Das Statement vom 25. März 2020 in Textform

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,

leider sind mittlerweile vier Menschen in unserer Stadt, die am Corona-Virus erkrankt waren, verstorben. Diese Nachricht macht uns alle traurig und betroffen. Und leider geht die Zahl der Erkrankten noch nicht zurück. Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns alle weiter an die Regeln halten, um die Ausbreitung zu verlangsamen.

Das zurzeit wirksamste Mittel gegen das Corona-Virus sind wir selbst – in dem wir soziale Kontakte meiden und Abstand halten. Deshalb gibt es das Ansammlungs- bzw. Kontaktverbot.

Ich hatte sehr deutlich diejenigen kritisiert, die sich nicht an die Vorgaben hielten und Einschränkungen nicht akzeptieren wollten. Doch das Verhalten Vieler hat sich geändert. Und deshalb sage ich heute: Danke!

Danke, an die, die sich von Beginn an vorbildlich verhalten und sich zum Schutz der anderen zurückgezogen haben. Aber ich danke auch denen, die sich nun nicht mehr in Gruppen versammeln oder Partys feiern.

Danke an die, die helfen und bis zur Erschöpfung arbeiten. Ob bei der Feuerwehr, in der Pflege, der Apotheke, im Krankenhaus, bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ich danke auch ganz besonders denjenigen, die in den Lebensmittelgeschäften und Drogerien an der Kasse sitzen und einen echt tollen Job machen. Genau wie die Bäckerinnen und Bäcker, die Markthändler, aber auch die Kolleginnen und Kollegen bei den Stadtwerken oder der Bogestra, auch hier in der Stadtverwaltung, die die dafür Sorge tragen, dass in Bochum das öffentliche Leben nicht zum Stillstand kommt.

Und mir ist noch ein anderer Aspekt wichtig: Ich weiß, dass es vor ein paar Tagen, drastische Worte zu den Verhaltensregeln von mir waren.

Viel schöner sind aber Gespräche auf Augenhöhe, Entscheidungen über Bochums Zukunft mit großer Bürgerbeteiligung. Wir wünschen uns alle auch wieder in den Cafés zu sitzen, zum Fußball zu gehen oder einfach durch die City zu bummeln. Und damit wir unsere Stadt in großer Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung wieder weiterentwickeln können, müssen wir leider durch diese Zeit, mit klaren Verhaltensregeln durch. Und doch müssen wir schon heute die Zeit nach Corona in den Blick nehmen.

Jedoch zur Bewältigung der jetzigen Situation habe ich in den letzten Tagen Gespräche geführt und wir haben einige Entscheidungen gefällt.

Weil sich viele um den Fortbestand ihres Arbeitsplatzes und Unternehmens sorgen, bin ich mit Wirtschafts- und Bankenvertretern zusammengekommen. Über die Situationen der sozialen Angebote in den Pflegeheimen, den Kitas, Obdachlosenunterkünften oder auch im Frauenhaus habe ich mit den Bochumern Wohlfahrtsverbänden und mit den Elternvertretern aus Bochumer Kitas gesprochen. Ich werde auch diese Woche noch mit den Krankenhausträgern reden. Wir alle befinden uns in einer gemeinsamen Verantwortung für unsere Stadt.

Da wo wir als Stadt selber helfen können, haben wir erste Entscheidungen getroffen:
Beim letzten Mal habe ich schon darüber berichtet:
Wir nehmen keine Elternbeiträge für Kitas, Kindertagespflege, Musikschule und OGS im April.
Darüber hinaus haben wir jetzt entschieden, dass wir auch keine Nutzungsentgelte für Sportvereine nehmen.
Wir haben Gas- und Stromsperren ausgesetzt.
Wir nehmen keine Pfändungen vor.
Wir erheben derzeit keine Vergnügungssteuer, das hilft den Clubs und Kinos in unserer Stadt.
Und wir werden Stundungsanträge bei der Gewerbesteuer wohlwollend prüfen, großzügig bescheiden und zinsfrei gewähren.

Was mich besonders freut: in den letzten Tagen haben mich viele E-Mails und Schreiben von Bürgerinnen und Bürger erreicht, die Mut machen. Sie organisieren Nachbarschaftshilfen, nähen Masken, wollen sich ehrenamtlich engagieren, stellen ihre Kraft denen zur Verfügung, die Hilfe im Moment nötig haben. Das zeigt: Bochum ist auch in dieser schwierigen Zeit solidarisch. Herzlichen Dank dafür! Lassen sie uns dieses solidarische Miteinander auch unbedingt mitnehmen in die Zeit danach.

Passen Sie auf sich auf!

Passen Sie auf Bochum auf!

Bleiben Sie gesund!

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch appelliert in seinem Statement vom 20. März 2020 an alle Bochumerinnen und Bochumer, sich an die aktuell geltenden Regeln und Hinweise zu halten.

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Das Statement vom 20. März 2020 in Textform:

1. Teil:

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,

das heutige Video besteht aus zwei Teilen. Der zweite Teil wurde vor etwa einer halben Stunde gedreht und die Zeit ist im Moment sehr sehr schnelllebig. Mich hat soeben eine Nachricht erreicht, die uns alle sehr betrifft und betroffen macht.

Heute ist der erste Bochumer am Corona-Virus verstorben. Ein 55-Jähriger Urlaubsrückkehrer aus Österreich ist heute im Bergmannsheil dem Virus erlegen. Mich macht das sehr traurig und unsere Anteilnahme, auch meine Anteilnahme gilt der Familie und den Freunden des Verstorbenen und wir alle erleben im Moment, wie wirklich ernst diese Situation ist.

Das, was gleich im zweiten Teil des Videos an neuen Einschränkungen des Lebens der Bochumerinnen und Bochumer angekündigt wird, macht in Anbetracht dessen was mich an Informationen in der letzten halben Stunde erreicht hat, noch einmal deutlicher, warum diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, mit der Gesundheit und dem Leben anderer spielen.

Das ist eine schwierige Situation für uns in Bochum, das auch wir jetzt den ersten Menschen, den ersten Bochumer haben, der am Corona-Virus verstorben ist. Unser Mitgefühl ist bei seiner Familie.

2. Teil:

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,

mich hat gestern Abend eine Mail erreicht, die mich sehr bewegt hat und die ich Ihnen vorlesen möchte:

Sehr geehrter Herr Eiskirch,

Ich bin ein Schüler, der in die 7. Klasse geht und habe einen Wunsch, der ganz Bochum betrifft. Da der Virus Covid-19 sich gerade sehr schnell verbreitet und uns Bochumer auch betrifft, wünsche ich mir eine Ausgangssperre, da mein Opa zu der Risikogruppe gehört und ich mich sehr um ihn sorge.

Außerdem wünsche ich mir eine Ausgangssperre, da ich sehe, wie wenig Menschen sich daran halten, nicht raus zu gehen. Selbst ich habe den Ernst der Lage verstanden und gehe nicht mehr raus oder besuche meine Oma oder meinen Opa.

Und ich finde, der Junge hat recht. Wirkliche Ausgangssperren können meines Erachtens für Ballungsgebiete jedoch sinnvoller Weise nur von der Landesebene für ganz NRW beschlossen werden. Aber unterhalb von Ausgangssperren können und müssen wir in Bochum handeln.

Ich weiß, dass ganz ganz viele sich seit Wochen daran halten und sich am Riemen reißen, ihre sozialen Kontakte dramatisch herunterfahren, aufeinander achten, mitfühlend und solidarisch sind. Es gibt aber auch leider zu viele, die alle Appelle ignorieren, in den Wind schreiben, die Grillpartys, Trinkgelage in Parks feiern und die jetzige Situation als Ferien missdeuten. Allein in den letzten zwei Tagen haben über 900 Kontrollen stattfinden müssen und genau wegen den Egoisten, die sich nicht an die Regeln halten, müssen wir jetzt leider zu noch drastischeren Maßnahmen greifen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Mir tut das für all die, die sich an die Regeln halten sehr sehr leid.

Ab morgen werden Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen unter freiem Himmel in Bochum untersagt. Natürlich gibt es davon Ausnahmen: Personen, die zusammenleben, beispielsweise Familien, dürfen sich auch weiterhin gemeinsam draußen bewegen. Es gibt jetzt also für Bochum ein Ansammlungsverbot.

Beim Einkaufen, natürlich bei der Arbeit wird es nicht vermeidbar sein, mit mehr als zwei Personen zusammen zu kommen. Für diese insgesamt drei Ausnahmen, Familie, Arbeit, Einkaufen, gelten natürlich die allgemeinen Hygiene-Regeln.

Klar ist: Es ist eine schwierige Zeit für uns alle. Aber natürlich fällt es denjenigen, die in einem Haus mit großem Garten leben, deutlich leichter. Wer aber eine kleine Wohnung mit wenig Platz ohne Balkon vielleicht sogar an einer befahrenen Straße hat, möchte mit seinen Kindern natürlich ebenso gern auf den Spielplatz, in den Park, einfach an die frische Luft. Denn auf engem Raum entstehen Konflikte schneller und sind noch schwerer auszuhalten.

Und deswegen tut es mir sehr leid, dass es nötig ist, aber wegen einer ganzen Zahl Unverbesserlicher geht es nicht anders.

Und ich appelliere an Sie: Halten Sie sich daran!

Passen Sie auf sich auf!

Passen Sie auf Bochum auf!

Bleiben Sie gesund!

Am Dienstag, 17. März 2020, wendet sich Oberbürgermeister Thomas Eiskirch mit neuen Informationen an alle Bochumerinnen und Bochumer:
"Wir verzichten im April auf die Elternbeiträge für die nun wegfallende Betreuung von Kindern in Kitas, Tagespflege und Schulen. Die Bochum Wirtschaftsentwicklung berät ab morgen kleine und große Unternehmen, die Existenzsorgen durch Corona-bedingte Einschränkungen haben."

Das Statement als YouTube-Video:

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Am Freitag, 13. März 2020, richtet sich Oberbürgermeister Thomas Eiskirch in einer Videobotschaft an alle Bochumerinnen und Bochumer:
„In schwierigen Situationen müssen wir auf der einen Seite vorsichtig und wachsam sein. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht in Panik verfallen und müssen einen kühlen Kopf behalten.“

Das Statement als YouTube-Video:

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Das Statement vom 13. März 2020 in Textform:

Liebe Bochumerinnen und Bochumer,

wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation. Der Corona-Virus breitet sich in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen und auch bei uns in Bochum aus. In unserer Stadt haben wir derzeit 20 Infizierte – Stand heute Nachmittag.

In schwierigen Situationen müssen wir auf der einen Seite vorsichtig und wachsam sein. Auf der anderen Seite dürfen wir nicht in Panik verfallen und müssen einen kühlen Kopf behalten. Wichtig ist, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und solidarisch zusammenzustehen.

Wir wissen, dass wir die weitere Ausbreitung des Corona-Virus nicht verhindern, sondern nur verlangsamen können. Wir müssen sie auch verlangsamen, damit insbesondere Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen -  die medizinische Versorgung bekommen, die sie dann benötigen. Ihre Gesundheit steht für uns im Fokus aller städtischer Entscheidungen.

Ich weiß, dass viele Bochumerinnen und Bochumer auf der einen Seite sagen: „Ist das denn alles nötig, macht doch nicht so eine Panik“ und viele andere sich große Sorgen machen, kaum wissen, wie sie sich verhalten, wie sie reagieren sollen. Als Vater von zwei schulpflichtigen Kindern und mit Eltern, die über 70 sind, weiß ich, was Familien im Moment bewegt und sorgt. Wie sieht das Infektionsrisiko aus? Wie betreue ich meine Kinder, wenn sie jetzt nicht mehr in die Kita oder Schule gehen können? Können sie ihre Großeltern anstecken? All das sind Fragen, die sich viele von Ihnen im täglichen Leben stellen.

Wir müssen verhindern, dass die weitere Ausbreitung in einem rasanten Tempo voranschreitet. Dazu müssen wir Sorge tragen, dass große Menschenmengen möglichst vermieden werden. Unser Vorgehen orientiert sich an den Vorgaben von Expertinnen und Experten. Deshalb haben wir gestern entschieden, dass alle städtischen Veranstaltungen unabhängig von der Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Ende der Osterferien abgesagt sind. Heute haben wir entschieden, dass alle Veranstaltungen in Bochum über 100 Personen nicht durchgeführt werden dürfen. Wir bitten zusätzlich alle Veranstalter mit Veranstaltungen unter 100 Personen sehr, sehr sorgfältig zu prüfen, ob sie eine Veranstaltung verantworten können und verantworten wollen.

Deswegen ist es notwendig, entschieden zu handeln. Wir tun das. Dies wird von jeder und jedem eine Menge abverlangen. Und das weit über die Einschränkung von persönlichen Lebensgewohnheiten hinaus.

Ich begrüße die Entscheidung der Landesregierung, ab Montag in NRW die Kindertagesstätten und die Tagespflege zu schließen und an den Schulen ab Montag die Osterferien vorzeitig beginnen zu lassen.

Wichtig ist dabei, gute Lösungen für die Kinder zu finden, deren Eltern in in dieser Situation kritischen Infrastrukturen arbeiten. Dazu gehören Altenheime, Krankenhäuser, Verwaltung, Polizei und Justiz.

Auch Turnhallen, Sportplätze und Bäder bleiben geschlossen. Das tut mir leid, auch für unsere Sportvereine. Ich weiß, wie viel Einsatz sie in ihre ehrenamtliche Arbeit stecken. Eine unserer vorrangigen Aufgaben ist jetzt sicherzustellen, dass Menschen sich um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Wasser, Strom, Mobilität und besonders um die medizinische Behandlung und Betreuung kümmern können.

Neben den Einschränkungen ist aber auch überall in Bochum eine große Hilfsbereitschaft und Solidarität spürbar. Es ist beeindruckend, wie viele Menschen mit anpacken und zwar an ganz, ganz vielen Stellen. Die Busfahrerinnen und Busfahrer, die Pflegerinnen und Pfleger, die Ärztinnen und Ärzte. Verkäuferinnen und Verkäufer im Supermarkt. Genauso wie die Nachbarinnen und Nachbarn, die einem Einkäufe vor die Tür stellen. Die Menschen, die das öffentliche Leben aufrechterhalten. Dazu gehören auch die Kolleginnen und Kollegen hier bei mir in der Stadtverwaltung. Bochum ist eine solidarische Stadt und steht zusammen. Dafür allen einen ganz herzlichen Dank!

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir in der Stadtverwaltung unsere Kräfte jetzt auf das konzentrieren müssen, was in dieser außergewöhnlichen Situation notwendig ist. Kommen Sie bitte daher bitte im Moment nur mit Anliegen zu uns, die wirklich jetzt notwendig sind. Die Frage, wann denn die Baugenehmigung für das Car-Port fertig ist, muss im Moment zurückstehen. Sie muss zurückstehen gegenüber der Fragestellung, dass das gleiche Bauordnungsamt sichergehen muss, dass die Lüftungsanlagen in Krankenhäusern und Altenpflegeheimen auch richtig funktionieren.
Bitte nutzen Sie für alle Dinge, wo es möglich ist, die Online-Angebote auf bochum.de. Wir bieten viele Dienstleistungen auf diesem Wege an.

Damit die Stadt Bochum handlungsfähig bleibt, werden die politischen Gremien auch weiterhin tagen. Die Bochumerinnen und Bochumer müssen sich auf die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit von Politik und Verwaltung verlassen können.

Ich weiß auch, dass sich viele Bochumerinnen und Bochumer Sorgen um das Unternehmen machen, in dem sie arbeiten. Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. Deswegen ist es jetzt schon wichtig, dass alle Möglichkeiten von Kurzarbeitergeld bis hin zu Liquiditätskrediten nicht nur angekündigt, sondern auch schnell und unbürokratisch umgesetzt werden können. Dazu ist unsere Wirtschaftsentwicklung mit dem Land und dem Bund in einem intensiven Austausch.

Liebe Bochumerinnen und Bochumer, es ist eine außergewöhnliche Situation, eine Situation in der Umsicht und Ruhe genauso wie Entschlossenheit, Tatkraft und Klarheit gefragt sind. Lassen Sie uns alle gemeinsam unser Verhalten zum Wohl der besonders gefährdeten Menschen anpassen. In Bochum stehen wir in schwierigen Zeiten zusammen. Diese Hilfsbereitschaft und Solidarität spüren wir auch jetzt.

(13. März 2020)