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Stadt bekommt kleine Menge Atemmasken geliefert / Neue Prüfkriterien für Tests

Die Stadt Bochum hat vom Bund eine kleine Menge von rund 7.000 Atemmasken der für den Infektionsschutz nötigen Klasse FFP2 geliefert bekommen. Diese sollen ab morgen, Freitag, 27. März, an die verschiedenen Akteure im Gesundheitswesen verteilt werden.

Vorgesehen ist, dass gemäß Empfehlung der Landesregierung die Hälfte der Masken an Krankenhäuser ausgegeben wird, 40 Prozent des Bestands soll Pflegeeinrichtungen zugutekommen, die restlichen zehn Prozent sind für den öffentlichen Gesundheitsdienst vorgesehen. „Das ist nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein“, so der Leiter des Krisenstabs, Stadtdirektor Sebastian Kopietz: „Wir appellieren an Bund und Land, die Kommunen nach allen Kräften zu unterstützen. Medizin und Pflege benötigen deutlich mehr Material.“ Niedergelassene Ärzte werden von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) mit Atemmasken ausgestattet. Die KV hat eine entsprechende Lieferung angekündigt.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder in der Stadt bleibt nach wie vor gering. Zwar sind wegen des Gebots, die Kinder in vertrauter Umgebung und in den bekannten Gruppen zu betreuen, 127 von 173 Einrichtungen in Betrieb, genutzt wird das Betreuungsangebot aktuell aber nur von rund 350 Kindern.

Die Corona-Hotline 0234 910–5555 der Stadt ändert ab morgen die Prüfkriterien, nach denen entschieden wird, ob ein Test auf das Corona-Virus angezeigt ist. Das Bochumer Gesundheitsamt richtet sich mit diesen Prüfkriterien nach den bundesweit einheitlichen Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Diese Vorgaben hat das RKI nun geändert. Rückkehrer aus Risikogebieten sind danach nicht mehr Bestandteil der Abfrage, da sich die Risikogebiete gehäuft haben.

Stattdessen wurde die Bedeutung des Kontaktes zu positiv Getesteten und das Vorhandensein von Symptomen (wie Kurzatmigkeit, Husten etc.) bei Personen aus kritischer Infrastruktur in den Vordergrund gerückt. Dazu zählen unter anderem Mitarbeitende des Gesundheitswesens, der Polizei und Feuerwehr sowie anderen für die Versorgung wichtigen Bereichen. Auch die Zugehörigkeit zu Risikogruppen (höheres Alter bzw. chronisch Erkrankte) wird in den Blick genommen.Voraussetzung für die Durchführung von Tests durch die Stadt ist weiterhin ein Termin, der in der „Corona-Hotline“ nach den genannten Kriterien vergeben wird. Das heißt: Das Auftreten von Symptomen allein reicht nicht für eine Testung.

In Bochum gibt es aktuell 180 positiv auf das neuartige Corona-Virus getestete Menschen, 13 gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der negativ getesteten Menschen erhöhte sich auf 554.
Alle Informationen zur Corona-Pandemie und der Hotline gibt es im Internet unter www.bochum.de/corona

(26. März 2020)