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Kindernotruf hilft in über 400 Fällen pro Jahr

Das Bild zeigt 2 Teddybären auf einem Schreibtisch in einem Büro.

In Bochum können sich Rat- und Hilfesuchende in Fällen von Kindeswohlgefährdung seit dem 1. Januar 2008 unter der Rufnummer 0234 910-5463 bei der Feuerwehr melden. Die Leitstelle ist für Anrufende 24 Stunden erreichbar.

Es sind rund 420 Anrufe, die die Leitstelle pro Jahr in diesem Zusammenhang annimmt und erkannte Notfälle in einem Alarmierungsverfahren sofort an das Jugendamt – außerhalb der Dienstzeiten des Amtes an die Stiftung Overdyck – vermittelt. Seit dem 1. Januar 2008, so berichtet Sozialdezernentin Britta Anger, waren es ca. 1200 Alarmierungen, die durch die Feuerwehr an die Bereitschaftsstellen der Jugendhilfe weitergeleitet wurden. Für die Sozialdezernentin ist dieses Verfahren ein wichtiger Baustein in der Kooperation im Kinderschutz: „Im Vordergrund sollte die wichtige Funktion zum Schutz der Bochumer Kinder und die notwendige Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Jugendamt, Stiftung Overdyck und der Polizei stehen.“

Am Donnerstag, 14. November, trafen sich nun die Verantwortlichen und Kooperationspartner im Kindernotruf zu einem fachlichen Austausch in der Hauptwache der Feuerwehr in Werne. Aus der Praxis berichteten Ruth Piedboeuf-Schaper, Leiterin des Sozialen Dienstes vom Jugendamt, und Petra Hiller, als Leiterin der Stiftung Overdyck. Anrufende sind hauptsächlich Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Fachkräfte aus Kitas und Krankenhäusern, die über den Kindernotruf Beratung, Hilfe und Unterstützung zu bekommen hoffen. Das kann laut Petra Hiller über ein Beratungsgespräch erfolgen, aber auch bis zu Krisenbewältigungs-Einsätzen reichen.

Ruth Piedboeuf-Schaper erhält alle Protokolle über eine eventuelle Alarmierung und kann erforderliche Unterstützungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien, so genannte erzieherische Hilfen, einleiten. „Jede Meldung wird bearbeitet und Verdachtsfällen bei Kindeswohlgefährdung nachgegangen“, so die Leiterin des Sozialen Dienstes, „und wir haben eine Vielzahl von Angeboten für Rat- und Hilfesuchende.“  

Jugendamtsleiter Jörg Klingenberg kündigte an, den Kindernotruf zum Thema einer Werbe-Aktion zu machen. „In der nächsten Zeit“, so Jörg Klingenberg, „werden wir wieder eine Kampagne mit Plakaten und Postkarten versenden.“

(18. November 2019)