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15 neue Stolpersteine für Bochum

Am 11. November 2019 wurden in Bochum 15 neue Stolpersteine verlegt.

Der Künstler Gunter Demnig erinnert mit seinen „Stolpersteinen“ an Opfer der NS-Zeit. An dem letzten freiwilligen Wohnort der Ermordeten werden quadratische, etwa zehn Zentimeter große Messingtafeln in das Straßenpflaster eingelassen. Diese kleinen Messingtafeln erzählen durch ihre Inschrift vom Schicksal der Menschen.

Am Montag, 11. November, wurden die neusten 15 Steine verlegt. Sie erinnern an drei jüdische Familien, eine alleinstehende jüdische Frau, ein Euthanasieopfer, zwei evangelische Pfarrer, einen Homosexuellen und eine politisch Verfolgte. Paten sind Einzelpersonen, Schülerinnen und Schüler, die Auszubildenden der VBW Bauen und Wohnen GmbH und der USB Bochum GmbH, die Evangelische Stadtakademie, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und die Nachfahren der Opfer. Am Mittwoch, 20. November, um 17.30 Uhr stellen die Patinnen und Paten die Ergebnisse ihrer Recherchen zu den Gedenkopfern im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, vor. Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

Das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte – Stadtarchiv setzt seit 15 Jahren das „Stolperstein-Projekt“ in Bochum um. Gunter Demnig hat bisher eine Stolperschwelle und 247 Stolpersteine an 130 verschiedenen Stellen in Bochum verlegt.

Die neuen Stolpersteine wurden an folgenden Adressen installiert:

  • Am Kortländer 8 - drei Steine - Familie Flaumenhaft
  • Grabenstraße / Pauluskirche - zwei Steine - Dr. Hans Ehrenberg und Albert Schmidt
  • Hattinger Straße 63 - ein Stein - Irmgard Stallberg geb. Schwarz
  • Stolzestraße 1 - vier Steine - Familie Kurzberg
  • Laerstraße 66 - ein Stein - Hans Sippel
  • Hochstraße 24 - drei Steine - Familie Basch
  • Wibbeltstraße 18 - ein Stein - Martha Winko

(11. November 2019)