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500 E-Tretroller in Bochum, 300 in Gelsenkirchen Kooperation zwischen Städten, BOGESTRA und Circ Sogar die Ruhr-Uni ist mit dabei

Gemeinsame Presseinformation
der Städte Bochum und Gelsenkirchen, der BOGESTRA und der Firma Circ

Sie sind die neue Form der Nahmobilität und gehören als ernsthafte Alternative zum PKW, Fuß- und Radverkehr bald in den großen Städten zum Straßenbild: E-Tretroller. Jetzt wird es sie auch in Bochum geben. Die Städte Bochum und Gelsenkirchen, die BOGESTRA und der Anbieter Circ haben eine Kooperation vereinbart. Ab Ende August stellt die Berliner Firma 500 Miet-E-Tretroller im Bochumer Stadtgebiet (in Gelsenkirchen 300) auf.

Die Roller sind eine ideale Möglichkeit, spontan Strecken innerhalb der Cities emissionsfrei und abseits der Hauptverkehrsstraßen zurückzulegen. An Stationen im gesamten Stadtgebiet auszuleihen und wieder abzugeben, sind die Roller beispielhaft für zeitgemäße, flexibel nutzbare Mobilität, die zusätzlich auch noch jede Menge Freude am Fahren verspricht. Kein Parkplatzstress, kein Im-Stau-Stehen: Die Roller sind wie gemacht dafür, in großen Städten individuell agil zu sein.

„Es gibt in den Städten große Lust auf neue Mobilität“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Viele Wege werden für die Bewohnerinnen und Bewohner schneller zu bewältigen, für die Gäste gibt es neue Möglichkeiten, Städte zu `erobern´“. Durch Pedelecs, Lastenfahrräder, Car-Sharing-Angebote und E-Bikes verändere sich urbane Mobilität sehr, sehr schnell, so OB Eiskirch. „Und E-Tretroller gehören nun zum Bild einer agilen Großstadt dazu.“

Und zu einer Studentenstadt, denn auch die Ruhr-Universität Bochum kooperiert mit Circ und stellt Flächen auf dem Campus für die E-Tretroller zur Verfügung. Für Studentinnen und Studenten ein idealer Standort.

Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Ob als bequemes Fortbewegungsmittel bei der Erkundung der Stadt, bei der schnellen Fahrt vom Bahnhof zum Hotel oder für den letzten Kilometer vom Parkplatz oder der Haltestelle zum Arbeitsplatz in der Innenstadt – E-Tretroller sind eine gute handliche Alternative. Besonders freue ich mich darüber, dass der Verleiher Circ auch dafür sorgen wird, dass die kleinen Flitzer auch immer wieder ihren Weg zurück in die Verleihstationen finden und nicht irgendwo in Vergessenheit geraten.“

Der öffentliche Straßenraum steht jedem zur Verfügung, gegenseitige Rücksichtnahme ist die Grundlage für jede Nutzung. Das gilt auch für die Fahrten mit E-Tretrollern. Auf Gehwegen und in Fußgängerzonen dürfen die bis zu 20 km/h schnellen Roller nicht fahren.

Die verfügbareren E-Tretroller werden über die BOGESTRA-App „Mutti“ oder direkt über die Circ App buchbar sein. Der Buchungsvorgang läuft zunächst über eine Weiterleitung und bald auch über die „Mutti-App“ direkt. So wollen die Kooperationspartner den „klassischen“ ÖPNV erweitern und vielfältige Mobilität aus einer Hand anbieten. Denn die Mobilität im urbanen Raum verändert sich: „Nutzen statt Besitzen“ ist das Motto.

BOGESTRA-Vorstand Jörg Filter: „Die innerstädtische Mobilität ist unser Kerngeschäft, aber für uns als Mobilitätsdienstleister ist umso wichtiger, den Wandel in der Mobilität im Sinne der Kunden und der Stadtgesellschaft mitzugestalten, um die Lebensqualität zu erhöhen. Konkret bedeutet es hier die ‚klassischen‘ Verkehrsmittel mit Sharing-Angeboten zu kombinieren.“

Auch die Ruhr-Universität Bochum (RUB)  ist mit dabei. „Die Ruhr-Universität ist in den letzten Jahren stark über ihre Campus-Grenzen hinausgewachsen. E-Tretroller sehen wir hier als einen wichtigen und modernen Mobilitätsbaustein, um unsere Lehr- und Forschungsstandorte miteinander zu vernetzen“, sagt Dr. Christina Reinhardt, Kanzlerin der RUB.

Die 500 für Bochum vorgesehenen E-Tretroller der Firma Circ werden ab Ende August im Stadtgebiet verteilt stehen. Am Hauptbahnhof, vor dem Rathaus, am Bermuda3eck – gemeinsam mit der BOGESTRA und der Stadt wurden zahlreiche öffentliche Stellen ausgesucht. Achtlos abgestellte Roller werden von Circ eingesammelt und an die festgelegten Orte zurückgebracht.

Max Hüsch, Leiter von Circ Deutschland: "Es wächst das Bewusstsein für eine Wende im Verkehr, um der Überlastung und Verschmutzung durch zu viele unnötige kurze Autofahrten entgegenzuwirken. Richtig eingesetzt, ändern E-Tretroller die urbane Mobilität nachhaltig und machen unsere Städte lebenswerter." Die E-Tretroller sind speziell für den Verleihbetrieb entwickelt und entsprechend robust gebaut. Um maximale Zuverlässigkeit zu gewährleisten, werden die Mitarbeiter von Circ ihren Fuhrpark rund um die Uhr warten. Jede Circ-Fahrt ist bei Signal Iduna versichert. Die Gebühr für die Freischaltung eines E-Tretrollers von Circ liegt derzeit bei einem Euro. Jede Minute kostet den Nutzer anschließend 15 Cent, somit hängt der finale Preis von der jeweiligen Nutzungsdauer ab.

Das in Berlin ansässige Start-up ist Europas größtes und am schnellsten wachsendes Unternehmen für Mikromobilität und hat in den ersten sechs Monaten zwei Millionen Fahrten absolviert, ein beachtlicher Rekord für die Branche. Das Sharing-Angebot von Circ ist bereits in 40 Städten in zwölf Ländern verfügbar, darunter auch in Zürich, wo das Unternehmen kürzlich eine wegweisende Partnerschaft mit den Schweizer Bundesbahnen (SBB) eingegangen ist.

(30. August 2019)