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Tag gegen Homophobie – Bochum zeigt Flagge für Vielfalt

„Flagge hissen und Flagge zeigen“ – Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Corinna Leenen vom Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion haben heute, 17. Mai, mit Alva Träbert und Patrick Dörr vom Verein „Rosa Strippe“ die Regenbogenflagge am Historischen Rathaus gehisst. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie setzen sie so ein Zeichen für Vielfalt. „Wir wollen eine offene Gesellschaft, wo jeder und jede so lieben und leben kann, wie er oder sie möchte“, so Eiskirch.

Corinna Leenen findet es wichtig, dass auch die Stadt Flagge zeigt: „Es gibt weltweit immer noch Hindernisse, Tabus und Vorbehalte. Auch in Bochum leben Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Ihre Geschichten zeigen, dass sie wegen ihrer sexuellen Orientierung vor lebenslangen Haftstrafen oder sogar der Todesstrafe fliehen mussten.“ Auch Kateryna Shylova aus der Ukraine und Ahmend Mohamed aus Ägypten teilen ein solches Schicksal. Sie waren heute bei der Aktion dabei. Der Verein „Rosa Strippe“ begleitet über das Projekt „Senlima“ lesbisch, schwule, bisexuelle und Trans* Geflüchtete.

Zum Hintergrund des Aktionstages: Die gesellschaftliche Ächtung von Menschen, die anders als die Mehrheit nicht heterosexuell leben und lieben, fand ihren Ausdruck auch darin, dass Lesben und Schwule als psychisch krank angesehen wurden. Erst am 17. Mai 1990 beschloss die Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität als Diagnose aus dem internationalen Verzeichnis psychischer Krankheiten zu streichen. Seit 2005 wird an diesem Datum der Internationale Tag gegen Homophobie begangen, wie er zunächst hieß. Er erinnert daran, dass trotz fortschreitender gesellschaftlicher Gleichstellung Diskriminierungen auf Grund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität fortbestehen. Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen sind nach wie vor Diskriminierungen und Gewalt ausgesetzt. Sie werden mit Vorurteilen konfrontiert und angefeindet.

(17. Mai 2019)