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Erfolgreiche Maßnahmen: Stickoxid-Belastung auf der Herner Straße gesunken

Die Luftaufnahme vom 10.05.2017 zeigt die Herner Straße in der Innenstadt in Bochum. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

„Das ist eine gute Nachricht.“ So kommentierte Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke die aktuell veröffentlichten Zahlen zur Stickstoffdioxid-Belastung auf der Herner Straße. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat die aktuellen Belastungswerte gemessen. Das Ergebnis: Die NO2-Belastung beträgt im Jahresmittelwert zwischen Dorstener Straße und Herner Straße zwischen 36,0 und 48,0 Mikrogramm pro Kubikmeter. „Die Werte sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken“, so Stadtbaurat Dr. Bradtke. „Das zeigt, dass unsere Maßnahmen erste Erfolge zeigen.“ Auf der Herner Straße waren Werte bis zu 51 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen worden und lagen damit über den zulässigen Grenzwerten.

Mit mehreren Maßnahmen wirkt die Stadt der Stickstoffdioxid-Belastung entgegen. So gibt es für LKW über 7,5 Tonnen ein Durchfahrtverbot über die Herner Straße. Die Laster werden auf den Autobahnen A40 und A43 so geleitet, dass sie die Herner Straße nicht mehr als „Abkürzung“ nutzen. Zwischen der Anschlussstelle Bochum-Zentrum (A40) und der Anschlussstelle Bochum-Riemke (A43) wurde im Oktober Tempo 30 eingerichtet. 30 zusätzliche Verkehrsschilder weisen auf die Regelung hin. Ziel ist es zu erreichen, dass der Abkürzungsverkehr zwischen den Autobahnen A 43 und A 40 über die Herner Straße reduziert wird. Durch die Temporeduzierung verlängert sich die sogenannte Reisezeit. Dadurch weisen die Navigationsgeräte trotz längerer Strecke die Fahrt über die Autobahnen als „kürzeste Strecke“ aus. Darüber hinaus sorgen sogenannte „Klimahecken“ auf den Mittelstreifen für bessere Luft.

Seit 2011 ist der Luftreinhalteplan Ruhrgebiet aufgestellt, da in zahlreichen Städten der Metropole Ruhr die Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung hoch und die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit an vielen Stellen überschritten wurden. Die drei Teilpläne „westliches, nördliches und östliches Ruhrgebiet“ unterstützen den regionalen Ansatz der Luftreinhalteplanung in seiner Gesamtheit. Eine wesentliche Maßnahme des Luftreinhalteplans stellen die eingerichteten Umweltzonen dar. In diesem Luftreinhalteplan wurde festgelegt, die Minderungsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu untersuchen. Der Luftreinhalteplan Ruhrgebiet, Teilplan Ost, berücksichtigt die Städte Dortmund, Herne und Bochum. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass insbesondere die Maßnahme „Umweltzone“ zu einer Minderung der Luftschadstoffbelastungen geführt hat. Nach Berechnungen und Messungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) konnten für Bochum keine Grenzwertüberschreitungen mehr in Bezug auf Feinstaub festgestellt werden. Bezogen auf Stickstoffdioxid ist die Belastung in Bochum ebenfalls zurückgegangen, obwohl die Hintergrundbelastung im Ruhrgebiet zugenommen hat.

(23. April 2019)