Details und Hintergründe

Details und Hintergründe

Grafik zur Bochum Strategie - Wissen-Wandel-Wir-GefühlGrafik zur Bochum Strategie - Wissen-Wandel-Wir-Gefühl[/ALTTEXT]

Die Städte in Deutschland sind mit großen Herausforderungen konfrontiert. Der Veränderungsdruck ist erheblich. Die zunehmende Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft, die anhaltende Schwäche kommunaler Haushalte, der demografische Wandel, das zunehmende Auseinanderdriften der Gesellschaft, aber auch der Zuzug Schutzsuchender; dies sind Themen, die sich unmittelbar vor Ort auswirken und entsprechender kommunaler Lösungen bedürfen. Auch Bochum ist hier gefordert, und die Stadt unternimmt vielfältige Anstrengungen, diesem Änderungs- und Anpassungsdruck angemessen zu begegnen. Dabei spielen Aspekte wie die Ansiedlung und Gründung von innovativen Unternehmen, eine noch bessere Vernetzung von Hochschulen, Verwaltung und Stadtgesellschaft sowie die Schaffung von attraktiven Standortfaktoren eine große Rolle. Verbesserungen sollen dazu beitragen, Menschen und Unternehmen in der Stadt zu halten und in die Stadt zu holen.

Bochum versteht sich dabei seit jeher als Stadt, die Strukturwandel als Chance versteht. Viele Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Organisationen bringen sich in die Veränderungen ein, sind motiviert, packen an und möchten ihre Stadt gestalten. Diese Überlegungen haben die Stadt Bochum dazu veranlasst, die Bochum Strategie auf den Weg zu bringen. Sie baut im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Marke Bochum, aber auch auf Erkenntnissen bei ihrer Bearbeitung, auf und gibt neue Antworten auf Fragen der Zukunftsgestaltung unserer Stadt.

Im Mittelpunkt der Bochum Strategie steht eine profilorientierte Stadtentwicklung, die auf gewachsene Potenziale und ausbaufähige Stärken von Bochum setzt. Sie dient mit ihrer inhaltlichen Ausrichtung und Fokussierung  der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und garantiert damit auch den Imagewandel über die Grenzen Bochums hinaus. Eine erfolgreiche Umsetzung der Bochum Strategie trägt mit dazu bei, die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger zu sichern und zu verbessern.

Bochum positioniert sich als Ort, der aktiven Wandel ermöglicht. Hier kann Neues ausprobiert und verwirklicht werden. Bochum wird die Ermöglichungsstadt im Ruhrgebiet. Klar ist dabei auch: Bochum grenzt sich nicht ab, sondern ist regional und überregional vernetzt und will mit seinen Aktivitäten und seiner positiven Entwicklung zu einer Stärkung des Ruhrgebiets beitragen.

Die Bochum Strategie soll als gesamtstädtischer Handlungsrahmen zu einer positiven sozialen, wirtschaftlichen, demografischen und ökologischen Entwicklung der Stadt wesentlich beitragen. Damit wird das Ziel einer soliden Haushaltsführung, die die Investitionsfähigkeit der Kommune sichert, aktiv unterstützt. Die Umsetzung zielt auf eine wirkungsorientierte Steuerung und ist der rote Faden künftiger Stadtentwicklung. Die Bochum Strategie ist rahmensetzend und handlungsleitend. Sie erhebt dabei nicht den Anspruch, alle Themen, die die Entwicklung Bochums betreffen, umfassend zu behandeln. Dasselbe gilt für die Aufgaben und Angebote der Stadt Bochum und ihrer Tochtergesellschaften: Auch diese können im Rahmen der Bochum Strategie nicht umfassend behandelt werden.

Die Stadt Bochum lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, an der Zukunft Bochums mitzuwirken. Auch dafür leistet die Bochum Strategie Rahmen und Orientierung. Das „Wir“, das sich als Absender durch die nachfolgenden Zielbilder, strategischen Ziele und Schwerpunkte zieht, hat also explizit einladenden Charakter. Gemeinsam, mit den Kenntnissen und Erfahrungen vieler, für die Zukunft Bochums! Oder: Wissen – Wandel – Wir-Gefühl.

Wissen, Wandel, Wir-Gefühl
Leitbild und Kompass auf dem Weg ins Jahr 2030

Bochum blickt in die Zukunft und entwickelt dafür eine eigene Strategie: die Bochum Strategie. Bis 2030 soll sich auf der Basis der Geschichte als Arbeiterstadt ein neuer Standort für Technologie, Dienstleistungen und Hochschulen entwickelt haben. Den Wesenskern definiert die Formel »Wissen – Wandel – Wir-Gefühl«. Diese Begriffe – sie sind auch bewährter Kern der 2015 eingeführten neuen Marke Bochum – spiegeln die alten und neuen Stärken genauso wie den unverwechselbaren Charakter der Stadt wider.

Wissen gilt als Rohstoff der Zukunft und steht damit am Hochschulstandort Bochum synonym für Bochumer Rohstoff. Aus der Rolle als Talentschmiede im Ruhrgebiet entwickelt sich Bochum auch zum Shootingstar der Wissensarbeit, weil Wissen und Arbeit hier ineinandergreifen. Wissensarbeit generiert in der Stadt neue Arbeitsplätze. Das stärkt überdies Produktion, Handwerk, Handel und Dienstleistungen.

Der Begriff Wandel beschreibt den Lösungspfad für die anstehenden Herausforderungen auf dem Weg in die Zukunft und gilt aus der langjährigen Erfahrung mit erfolgreichen Veränderungsprozessen heraus als der Bochumer Weg. Die Stadt Bochum und ihre Tochtergesellschaften selber nehmen dabei eine zentrale Rolle ein als Vorreiterin modernen Stadtmanagements. Diese findet ihren Ausdruck in einer hohen Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger sowie von Akteuren der Stadtgesellschaft, zum Beispiel Unternehmen und Hochschulen, gegenüber der Art und Weise, wie ihre Anliegen angenommen und behandelt werden.

Das Wir-Gefühl ist die tragende Basis der Stadtgesellschaft. Die hohe Identifikation mit Bochum ist praktisch Teil des Gen-Codes der Stadt – im Zentrum wie in den Stadtteilen. Sie animiert die Menschen zu einem wichtigen Engagement im Sinne der eigenen Stadt, in der sie sich zuhause fühlen. Bochum ist eine weltoffene, tolerante und solidarische Stadt. Dies gilt auch für innovative kreative Milieus, denn Bochum ist ein Hotspot der Live-Kultur im Revier und hat darüber hinaus den Ruf, eine Großstadt mit Lebensgefühl zu sein.