Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion

Hilfe und Beratung bei häuslicher Gewalt

Bundesweite Rufnummer  08000 116 016 und im Internet unter www.hilfetelefon.de 

Frauenhaus
Telefon: 0234 / 50 10 34


Das Spektrum der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist breit. Es reicht von Belästigungen auf der Straße und Übergriffen im Berufsleben über vielfältige Formen der Missachtung, der Misshandlung und des sexuellen Missbrauchs innerhalb und außerhalb der Familie bis hin zu Vergewaltigungen, Tötungen und Frauenhandel.

Über das tatsächliche Ausmaß der Gewalt gegen Frauen lassen sich schon aufgrund der Definitionsbreite keine gesicherten Angaben machen. Auch die polizeiliche Kriminalstatistik ist hier wenig aussagekräftig, da viele Frauen Gewalttaten und Nötigungen nicht anzeigen - besonders wenn sie durch den Partner erfolgen.

Suchen Sie Rat und Hilfe für sich, eine Freundin oder Arbeitskollegin? Sie finden Ansprechpersonen in Bochum jeweils hinter den nachfolgenden Kapiteln zu Formen der Gewalt gegen Frauen.

Wie wird Gewalt gegen Frauen definiert?



Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar. In Bochum und überall.

Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar - Plakatkampagne

Für 10 Tage (vom 13. bis zum 23. Juli 2018) waren Plakate mit einem kraftvollen schwarz-weiß-Motiv der Fotografin Bettina Flitner auf 48 Großflächen, der Ströer Städte Media GmbH, im Bereich der Bochumer Innenstadt und an der Ruhr-Universität Bochum zu sehen.

In Anlehnung an den Artikel 1 des Grundgesetzes, trägt diese Plakatkampagne den Slogan: „Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar. In Bochum und überall.“
 Die „Würde“ von allen Menschen, aber hier insbesondere von Mädchen und Frauen, in den Mittelpunkt des Wertsystems zu stellen, bedeutet gleichzeitig, die Schutzpflicht des Staates bei der Ordnung zwischenmenschlicher Beziehungen anzunehmen. Aber jede und jeder Einzelne kann etwas tun: nämlich die Grenzen der anderen respektieren und nicht überschreiten, denn „Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt“ (Kant).

Nicht nur die weltweite #metoo-Debatte hat gezeigt, wie (sexuelle) Übergriffe auf Mädchen und Frauen in fast allen Ländern zum Alltagesleben gehören. Dabei reichen die Formen der Grenzüberschreitungen gegen Mädchen und Frauen vom alltäglichen Sexismus, über Beschimpfungen und Androhungen von Gewalt (Hass und Hetze) im Internet bis hin zu Gruppenvergewaltigungen von jugendlichen Mädchen oder zur Ermordung von Frauen.

Das starke Bündnis, welches hier in Bochum hinter dieser Kampagne steht möchte deutlich machen:
 Achte Dein Gegenüber, begegnet euch auf Augenhöhe, seid im Austausch miteinander, akzeptiert die Rückmeldungen und Einschätzung anderer, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, welchen Alters, welcher Religion oder mit welchem Handicap

Gemeinsam mit dem Schirmherrn, Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, einer Vertreterin der Deutschen Städte Media Ströer GmbH, Frau Geisler und den Bündnispartner*innen wollen wir hier für Bochum gemeinsam Stellung beziehen! Jede*r muss in seinem Verantwortungsbereich auf die Bekämpfung von Gewalt hinwirken.

Bündnispartner*innen - neben dem Referat für Gleichstellung, Familie und Inklusion der Stadt Bochum, der Initiatorin in Bochum – sind:

  • Polizeipräsidium Bochum; Kriminalprävention Opferschutz
  • Ruhruniversität Bochum (RUB), Gleichstellungsbüro
  • Plan B
  • Neue Wege Caritas
  • Wildwasser Bochum
  • Rosa Strippe
  • pro familia
  • Frauenberatungsstelle Nora
  • Mira
  • Ev. Beratungszentrum der Diakonie
  • Aidshilfe Bochum
  • Frauenhaus
  • Walk In Ruhr (WIR)
  • Krisenhilfe
  • Jugendamt Bochum
  • Gesundheitsamt Bochum
  • Amt für Soziales Bochum
  • IFAK
  • Ev. Jugendhilfe Bochum
  • Madonna
  • Haus der Begegnung
  • Kommunales Integrationszentrum Bochum
  • Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum 

Die Kampagne findet sich auch auf Postkarten wieder, die in der Gastronomie, den Beratungsstellen, Büros, Jugendhilfeeinrichtungen der Bündnispartner*innen zum Mitnehmen ausliegen. Auf der Rückseite sind Adressen zu finden, bei denen Mädchen und Frauen Hilfe finden.


Blick hinter die Kulissen! – Gewalt ist ein schwacher Auftritt!

... mehr Informationen zur Kampagne Blick hinter die Kulissen! - Gewalt ist ein schwacher Auftritt!

Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt Bochum, koordiniert durch die Gleichstellungsstelle der Stadt Bochum und den Opferschutz der Polizei, startet am Donnerstag (21. September) die Kampagne gegen häusliche Gewalt:
Blick hinter die Kulissen! – Gewalt ist ein schwacher Auftritt!

PfeilRechts.gif mehr Informationen









Superheldin gegen Gewalt

„Wünschst du dir manchmal eine Superheldin, die Gewalt gegen Frauen verhindert? Die immer zur Stelle ist, wenn einer versucht, eine Frau zum Sex zu zwingen. Eine Superheldin, die schlagende Männer und Väter aufhält?“

https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/superheldin-gegen-gewalt.html


"Hinter Türen" – Eine Graphic Novel erzählt von Gewalt gegen Frauen

Hier geht's zur Graphic Novel ...

Die mehrfach preisgekrönte Comiczeichnerin Isabel Kreitz und der Illustrator Stefan Dinter lenken den Blick auf eine unbequeme Wahrheit:

Gewalt gegen Frauen findet mitten in der Gesellschaft statt, aber viel zu oft wird geschwiegen und weggesehen.

Jetzt lesen!

PfeilRechts.gif www.hinter-tueren.de/alle-kapitel/





Gewaltschutz bei Behinderung

Mädchen und Frauen mit einer Behinderung erleben besonders häufig Gewalt!

Das Mädchenhaus Bielefeld e.V. hat daher das „Modellprojekt zur Gewaltprävention und Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung“ entwickelt. Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen, die mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung leben, sowie an Fach- und Vertrauenspersonen.

Es beinhaltet:

  • eine Informations- und Beratungsplattform
  • kostenlose Beratung und Weitervermittlung an Unterstützungs- und Hilfeeinrichtungen
  • Workshops zum Thema „Mädchen sicher inklusiv“
  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Hilfeangeboten
  • Informationen, wie Mädchen und junge Frauen, die mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung leben, besser vor Gewalt geschützt werden können
Die kostenlosen Beratungen sind online (per E-Mail oder Chat), telefonisch und persönlich vor Ort möglich und können auch anonym erfolgen.

Kontakt:


Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften

http://www.gewaltschutz-gu.de/


ASS – Spurensicherung nach sexueller Gewalt ohne Anzeige

Plakat zur Kampagne

Anonym. Persönlich.
ASS – Spurensicherung nach sexueller Gewalt ohne Anzeige


Spätestens seit der weltweiten #Metoo – Debatte und der insgesamt schwierigen juristischen Auseinandersetzung wird deutlich, dass Beweise über die eigene Aussage notwendig sind, um die persönliche Glaubwürdigkeit zu untermauern und auch noch nach Jahren Zugriff auf diese Spuren zu haben.
Du entscheidest.

Mehr Informationen unter:
 www.bochum.de/anonyme-spurensicherung