Station 10: Karl Springer

Der am 30. März 1895 im ostpreußischen Rauschgen geborene Karl Springer lebte in Weitmar. Zunächst war er Arbeiter, später wechselte er als Redakteur zur KPD-Tageszeitung "Ruhrecho". Nach der Eingemeindung Weitmars (1926) wurde er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung.

Im Frühjahr 1933 war Springer als exponiertes KPD-Mitglied Ziel von Angriffen der Nazis. Er verlor nach dem Reichstagsbrand und dem faktischen Verbot der KPD seine Arbeitsstelle und seinen Sitz als Stadtverordneter und wurde mehrfach verhaftet.

Springer arbeitete fortan in der Illegalität. In der zweiten Jahreshälfte 1936 deckte die Gestapo die KPD-Organisation im mittleren Ruhrgebiet auf. Karl Springer wurde bei den Verhören derart misshandelt, dass er am 18. Oktober 1936 seinen Verletzungen erlag.

Gestern und heute