eGovernment

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Die Umsetzung des elektronischen Verwaltungshandelns auf der Basis des Internets, kurz: eGovernment, ist konsequent in die moderne Öffentliche Verwaltung integriert und wird zukünftig weiter ausgebaut.
Ständig neue Herausforderungen, wie die Barrierefreiheit des Internetauftritts, Open Data und die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), erfordern schnelles und teilweise auch pragmatisches Handeln der Verwaltung.

Eine Stadt muss sich als innovativer Dienstleister im Internet präsentieren und damit einen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes leisten. Des Weiteren ist die Verwaltung durch das Informationsfreiheitsgesetz verpflichtet, den Bürgerinnen und Bürgern frei verfügbare Informationen auf allen möglichen Kommunikationswegen zur Verfügung zu stellen.

Das Internet hat die Welt erobert:

  • Über 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben heute einen Zugang (privat, dienstlich und öffentliches WLAN) zum Internet
  • Bürger*innen nutzen das Internet zur Information und für Einkäufe, Hotel-, Flugbuchungen, Bankgeschäfte und vieles mehr. Sie erwarten, auch Dienstleistungen der Öffentlichen Verwaltung online 24 Stunden täglich nutzen zu können
  • Firmen vernetzen ihre Geschäftsprozesse weitestgehend mittels Internettechnologie und erwarten auch von der Öffentlichen Verwaltung durchgängige und schnelle elektronische Bearbeitung
  • Mobile Endgeräte sind zum täglichen Begleiter geworden und ermöglichen den Internetzugriff an fast jedem Ort

eGovernment ist eine strategische Herausforderung für die Verwaltung auf dem Weg von der Obrigkeits- hin zur kundenorientierten, kommunikativen Dienstleistungsverwaltung.

Die Kommune hat eine Daseinsverpflichtung im Netz. Sie will im Gegensatz zu anderen Anbietern nichts anpreisen oder verkaufen und hat keine Gewinnerzielungsabsicht. Die Internet-Präsentation kann dabei das Verwaltungsangebot sinnvoll ergänzen und verschiedene Vorgänge erleichtern. eGovernment führt zwar zu einem Kulturwandel innerhalb der Verwaltung, wird aber die klassische Verwaltung in absehbarer Zeit nicht ersetzen können. Der persönliche Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern wird auch in Zukunft zum "Tagesgeschäft" der Stadtverwaltung gehören, dabei müssen aber auch neue Wege beschritten werden.

eGovernment hat sich weitestgehend durchgesetzt, zu einer Effizienzsteigerung der Verwaltung geführt und wird Verwaltungsabläufe in naher Zukunft revolutionieren. Dafür sprechen auch das ständig wachsende Informationsbedürfnis der Bürger*innen, die politischen Zielsetzungen und die rasante technische Entwicklung.

Im Wesentlichen besteht eGovernment aus drei Säulen:

  • Information
  • Kommunikation
  • Interaktion / Transaktion

Die Stadt Bochum präsentiert sich seit dem 18. Dezember 1995 unter "www.bochum.de" im Internet. Zurzeit werden die Seiten der städtischen Präsentation monatlich rund zwei Millionen mal abgerufen, das sind circa 200.000 Besucher*innen.

Seit dem zweiten Quartal 2008 wird in Bochum ein CMS (Redaktionssystem) eingesetzt, das auch die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit der Internet-Präsentation ermöglicht hat. Im Oktober 2019 wurde "bochum.de" mittels eines neuen CMS komplett überarbeitet und zukunftsorientiert ausgebaut. Dieses System hat die Aktualität, Attraktivität und die Servicefreundlichkeit des eGovernments weiter gesteigert und wird die Basis für zukünftige Projekte wie Wissensmangement, ChatBot und Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) bilden.

Aus anfangs bescheidenen 100 sind mittlerweile fast 50.000 Seiten geworden. Davon informieren rund 75 Prozent über die Stadtverwaltung und ihre Dienstleistungen. Die restlichen Seiten widmen sich der Stadtpolitik, der Gesamtstadt Bochum, deren Infrastruktur und den so genannten weichen Standortfaktoren.

In zahlreichen Tests / Untersuchungen von Hochschulen, Instituten und der Fachpresse schnitt Bochum bei verschiedenen Internet-Rankings wiederholt positiv ab.
Im Juni 2006 wurde die Bochumer Internet-Präsentation als bestes "VirtuellesRathaus in NRW" von der Universität Münster ausgezeichnet. Dabei wurde besonders das breite Informationsangebot, die Navigation im Bürgerservice und die Aufbereitung der Informationen im Politikbereich gelobt.
Ein weiterer Test von 190 städtischen Internetauftritten der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft und Unternehmensberatung Ernst und Young in Juni 2011 bestätigte das mit dem 8. Platz.
Neueste Bestätigung erfuhr die Internet-Präsenz der Stadt Bochum im April 2016 durch einen Test der Grünen im Landtag NRW, bei dem 396 Internetseiten der Städte in NRW - Bereiche eGovernment, Open Data u.a. untersucht wurden; Ergebnis: 6. Platz.

"Die Daten müssen laufen, nicht der Bürger". Daher wird und wurde das "Virtuelle Rathaus Bochum" konsequent ausgebaut.

Kernelement von "bochum.de" ist eine moderne und nutzerfreundliche Suche, die unter anderem über Autovervollständigung und eine Suchvorschlagsfunktion verfügt.

Im Einzelnen besteht  eGovernment in Bochum zurzeit aus:

  • Bürgerserviceportal "Mein Bochum" 
  • Ämterpräsentationen mit umfassender Beschreibung von Dienstleistungen, Ansprechpartnerinnen / Ansprechpartner inklusive Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Anfahrtsplan mit direkter Anbindung zum Stadtplan und Fahrplan der Bogestra
  • 450 Formularen, 50 Transaktionen beziehungsweise Online-Anwendungen 
  • Online-Terminvereinbarungen
  • BürgerEcho - Der Mängelmelder
  • Portale für spezielle Zielgruppen
  • Verschiedene Newsletter
  • Zentrales Kontakt-Formular, in dem Bürgerinnen und Bürger ihren "Wunsch" beziehungsweise ihr "Ärgernis" der Verwaltung mitteilen können. Dieses geht bei der Internet-Redaktion ein, wird dort bearbeitet, aber in den meisten Fällen an den Amtsbriefkasten der zuständigen Dienststelle weitergeleitet. Das entspricht größtenteils dem Wunsch des Bürgers, der nicht wissen will, welches Amt, welcher Sachbearbeiter zuständig ist, sondern einfach:

Wo kann ich was zu welchem Zeitpunkt erledigen?
Was kostet es und was muss ich eventuell mitbringen?

Daher wurde eine einheitliche Konzeption für die Internetauftritte der städtischen Dienststellen entwickelt, die abschließend ohne weitere Klicks über die gewünschte Dienstleistung informiert.

In den Sozialen Medien ist die Stadt Bochum seit November 2013 vertreten. Ebenfalls gibt es seit Juni 2014 ein umfangreiches Open-Data Portal.
Der responsive (mobiles Angebot) Internet-Auftritt wird ständig aktualisiert, ausgebaut und an die gestiegenen Anforderungen (z.B. eGovernment-Gesetz NRW u.a.) angepasst. Ergänzt wird das Angebot durch die Bereitstellung von verschiedenen Apps.

Weitere Informationen zum Thema "eGovernment in Bochum" erhalten Sie in der Internet-Redaktion.