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„Obst für alle“: Oberbürgermeister erntet Früchte mit Kita-Kids auf städtischer Obstwiese

Wie lecker das Obst von den Bochumer Obstwiesen ist, hat Oberbürgermeister Thomas Eiskirch gemeinsam mit Kindern der Kita St. Liborius am Mittwoch, 4. September, auf der Obstwiese an der Böckenbergstraße selbst ausprobiert. Mit Apfelpflückern und Beuteln haben sie Äpfel und Birnen gepflückt und aufgesammelt, gewaschen und schließlich probiert. „Lecker und süß“ befanden die Vorschulkinder, die den Oberbürgermeister bei der Ernte unterstützten. „Nur die Birnen sind noch ganz schön hart.“ Neben Äpfeln und Birnen wachsen auch noch Kirschen, Pflaumen und Quitten auf der Obstwiese an der der Böckenbergstraße. Während die Kirschen bereits im Juni erntereif waren, haben derzeit die Äpfel Hochsaison. Birnen und Quitten brauchen hingegen noch ein bisschen Zeit am Baum.

Eiskirch möchte mit der Aktion die Bochumerinnen und Bochumer ermuntern, auf einer der acht frei zugänglichen Streuobstwiesen Obst für den Eigengebrauch zu ernten. Wo die regionalen und nachhaltigen Früchte zu finden sind können Interessierte auf www.bochum.de/obstwiesen oder auf www.mundraub.org nachsehen. Letzteres ist die größte Online-Plattform für die Entdeckung und Nutzung freier Obstbäume, -sträucher, Nüsse und Kräuter weltweit. Die Stadt hatte im Februar ihre frei zugänglichen Obstwiesen dort eingetragen, um diese bekannter zu machen und zu verhindern, dass Obst sinnlos verfault.

In den nächsten zwei bis drei Jahren kommen drei weitere städtische Streuobstwiesen dazu. Die im Moment noch jungen Bäume müssen zunächst etwas größer werden, bis die Stadt sie frei zugänglich machen kann. Auf den städtischen Streuobstwiesen wachsen Kirschen, Pflaumen, Quitten, Mirabellen, Pfirsiche, Walnüsse, Mispeln und Maulbeeren. Die Regeln für die Obsternte finden Interessierte auf den Hinweisschildern vor Ort: So ist die Ernte nur für den Eigenbedarf gedacht und soll eine Menge von zwei Eimern nicht überschreiten. Nutzerinnen und Nutzer dürfen keine Äste abbrechen, nicht auf Bäume klettern und keine Leitern aufstellen. Außerdem herrscht auf den Wiesen Autoverbot.

Streuobstwiesen bilden einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Über 3000 Tierarten leben auf den heimischen Streuobstwiesen. Dieser Artenreichtum ist von großem ökologischen Wert. Im Frühjahr können Bienen und Insekten die Pollen sammeln. Das Obst ist nicht mit Insektenschutzmitteln gespritzt oder behandelt.

(4. September 2019)