Erster positiver Jahresabschluss seit fast 30 Jahren

Erster positiver Jahresabschluss seit fast 30 Jahren

  • Eigenkapital wird aufgebaut
  • Schulden abgebaut
  • Kassenkredite reduziert

Nach fast 30 Jahren schließt Bochum zum ersten Mal wieder mit einem positiven Jahresergebnis ab – in Höhe von 11,3 Millionen Euro! Bochum konnte von der längsten Aufschwungsphase in Deutschland diesmal auch erheblich profitieren und dies spiegelt sich nun in den vorliegenden Zahlen auch eindeutig wieder.

Im Haushaltsplan 2018 war ein Defizit in Höhe von 59,5 Millionen Euro geplant. Dies entspricht einer Verbesserung von 70,8 Millionen Euro.  Auch im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis um 50,9 Millionen Euro verbessert.

Viele Gründe tragen zum positiven Ergebnis bei:

  • Die Steuereinnahmen sind deutlich gestiegen, die Gewerbesteuererträge sind um 46,7 Millionen Euro höher als geplant ausgefallen.
  • Insbesondere im Bereich der Sozialen Hilfen wurden rund 37,4 Millionen Euro weniger aufgewendet als geplant. Die bessere wirtschaftliche Lage hat insbesondere zu Entlastungen bei den Hilfen zum Lebensunterhalt (HZL) und den Kosten der Unterkunft und Heizung (KdU) beigetragen. Neben Einmaleffekten ist somit auch ein positiver Trend zu erkennen.
  • Eigene Sparanstrengungen und erfolgreiche Bewirtschaftungsmaßnahmen über alle Fachbereiche hinweg tragen in Höhe von 36,5 Millionen Euro zur Verbesserung bei.
  • Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hat ebenfalls zu geringeren Haushaltsbelastungen bei den Zinsaufwendungen (10,4 Millionen Euro) geführt.

Eigenkapitalverzehr gestoppt

Das Eigenkapital der Stadt Bochum hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich reduziert. Durch den im Jahr 2018 erzielten Jahresüberschuss kann das Eigenkapital erstmalig wieder aufgebaut werden.

Schuldenabbau

Bei den Kreditverbindlichkeiten ist zum ersten Mal ein Rückgang zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Verbindlichkeiten um 107,2 Millionen Euro abgebaut werden.

Kassenkredite reduziert

Der Durchschnittsbestand der Kassenkredite hat sich von 880 Millionen Euro in 2017 auf 849 Millionen Euro in 2018 reduziert. Diese Entwicklung spiegelt die positive Gesamtentwicklung wieder.

Kämmererin Dr. Eva-Maria Hubbert freut sich über den positiven Abschluss: „Das ist ein gutes Ergebnis. Es zeigt auch, dass unsere Sparanstrengungen erfolgreich sind.“ Dennoch mahnt sie: „Das rettende Ufer ist noch nicht erreicht, gerade die aktuellen Wirtschaftsdaten mahnen uns, umsichtig mit den Zahlen umzugehen, da wir auch sehr von den konjunkturbedingten hohen Steuereinnahmen profitierten.“

(5. Juli 2019)