Innere Hustadt

Stadtumbaugebiet Bochum "Innere Hustadt"

Außenaufnahme eines Gebäudes in der Inneren Hustadt

Das im Süden Bochums gelegene Stadtumbaugebiet ist Teil der „Universitätsrahmenstadt“, die im Zuge des Baus der Ruhr-Universität Bochum in den 1960er Jahren geplant wurde und den hoch verdichteten Kern der Hustadt bildet.

Die Innere Hustadt ist als Großwohnsiedlung nach dem Leitbild „Urbanität durch Dichte“ angelegt worden. Sie besteht aus zumeist vier- bis achtgeschossigen und einzelnen vierzehngeschossigen Häusern mit rund 1.100 Wohnungen. Die Gebäude gruppieren sich entlang einer städtebaulichen Längsachse, welche die beiden Quartiersplätze Brunnenplatz und Hufelandplatz miteinander verbindet. Dieser Innenbereich ist weitgehend autofrei und bietet mit mehreren „Höfen“ ein ansprechendes Wohnumfeld. Die Qualität wird durch die spannungsvolle Topografie mit Hang- und Hügelsituationen sowie den hochwertigen Baum- und Gehölzbestand verstärkt. Prägendes gestalterisches Element ist die Verkleidung vieler Gebäudekörper mit echtem Schiefer.

In der Inneren Hustadt leben rund 3.100 Personen, wobei sich die Bevölkerungsstruktur als außergewöhnlich jung darstellt. Die wichtigsten Bewohnergruppen in der Inneren Hustadt sind demnach vor allem Familien mit Kindern, junge Singles und Studierende sowie alteingesessene Bewohner. Die sich aus über 40 Nationen und unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Milieus zusammensetzende Bevölkerung ist auf Quartiersebene in Bochum einzigartig.


Stadtumbau in der Inneren Hustadt

Vor dem Hintergrund dieser Situation hat sich die Stadt Bochum dazu entschlossen, einen umfassenden und integrierten Stadtumbauprozess anzustoßen und umzusetzen.

Karte "Städtebauliches Entwicklungskonzept für das Stadtquartier Innere Hustadt in Bochum"

Auf der Grundlage eines Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes wurde auf Beschluss des Rates die Innere Hustadt zum Stadtumbaugebiet erklärt.

Im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West gilt es einerseits bestehende Mängel zu beheben und andererseits die vorhandenen Potenziale des Quartiers auszubauen. Hierzu zählt die Verbesserung der funktionalen Anbindung an die Ruhr-Universität und die Hochschule Bochum, die verstärkte Nutzung vorhandener Freiraumpotenziale, die städtebauliche Öffnung der Hustadtund die Stärkung der Wohnfunktion insbesondere für die Zielgruppen Familien, Senioren und Studierende.

Das städtebauliche Entwicklungskonzept stellt die Grundlage für den Stadtumbau in der Inneren Hustadt dar. Es wurde im Jahr 2007 durch InWIS und wbp Landschaftsarchitekten erstellt und fasst die Entwicklung des Wohnungsmarktes in Bochum, eine Analyse der Inneren Hustadt sowie geplante Maßnahmen im Rahmen des Stadtumbaus zusammen. Es gliedert sich in einen Textteil und mehrere thematische Karten.

Seit Sommer 2008 ist die PLANUNGSGRUPPE STADTBÜRO mit dem Aufgabenfeld des Stadtumbaumanagements beauftragt. Als „Vor-Ort-Büro“ ist im August 2008 das Stadtumbaubüro eingerichtet worden.

Aufgrund verschiedener Faktoren wurde die Fortschreibung des Konzeptes erforderlich:

  • Neue Projekte wurden in den Erneuerungsansatz aufgenommen.
  • Bei bereits umgesetzten oder durchgeplanten Maßnahmen kam es zu Kostensteigerungen. Hier ist eine Kompensation durch Einsparungen bei anderen Maßnahmen erforderlich.
  • Die Förderrichtlinien wurden geändert (Umstellung von Festbetragsförderung auf Anteilsförderung).
  • Eine Konkretisierung der Maßnahmen aufgrund des knappen verbleibenden Umsetzungszeitraums war erforderlich.

Selbstverständlich ist auch beim fortgeschriebenen Konzept sicher gestellt, dass die ursprünglichen Sanierungsziele weiter erreicht werden. Diese Konzept wurde in 2011 erarbeitet, in der Politik beschlossen und von der Bezirksregierung genehmigt.

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