BO-Südwest-Kompakt

Bochum gliedert sich in sechs Stadtbezirke: Bochum-Mitte, Bochum-Wattenscheid, Bochum-Nord, Bochum-Ost, Bochum-Süd und Bochum-Südwest.

Den Stadtbezirk Bochum-Südwest bilden die Ortsteile Weitmar (Weitmar-Mitte, Weitmar-Mark und Bärendorf), Linden, Dahlhausen und Sundern.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige Informationen über den Stadtbezirk Bochum-Südwest geben.


Eckdaten

Bevölkerungszahlen und weitere Daten erhalten Sie auf den Seiten der Statistik und Stadtforschung.

Geschichte

Der Ortsteil Weitmar wurde bereits 1926 nach Bochum eingemeindet. Die Eingemeindung der Ortsteile Linden und Dahlhausen folgte im Jahr 1929.

Prominente

Heinrich König, Widerstandskämpfer,

geboren am 13. April 1886 in Bochum, gestorben am 7. Mai 1943 in Bochum.
In der Kommunalpolitik übernahm er eine Reihe von Funktionen: von 1919 bis 1924 Gemeindevorsteher von Weitmar, Amtsverordneter des Amtes Weitmar bis 1926, Stadtverordneter, Abgeordneter des Provinziallandtages, Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei.
Am 11. März 1933 von den Nationalsozialisten in seinem Haus an der Hattinger Straße verhaftet. 1935 ging er mit seiner Familie ins französische Exil und schloss sich dort der französischen Widerstandsbewegung an. Von der Gestapo wurde er im Februar 1943 aufgegriffen und zurück nach Bochum gebracht, wo er im Gefängnis starb.





Ludwig Freiherr von Berswordt-Wallrabe,

Rittergutsbesitzer 21. Juli 1844 in Wetzlar geboren und starb am 8. November 1926 in Weitmar.
Bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert erwarb seine Familie den Rittersitz Haus Weitmar. Durch Heirat mit der Erbtochter Syberg fiel Anfang des 19. Jahrhunderts auch Haus Kemnade in den Besitz der Familie von Berswordt-Wallrabe. Von 1887 bis 1919 war von Berswordt-Wallrabe konservatives Mitglied des Provinziallandtages für den Wahlkreis Hattingen, darüber hinaus einige Zeit zweiter Beigeordneter in der Verwaltung des Amtes Weitmar.










Alexander von Berswordt-Wallrabe,

Galerist und Kunstförderer Heinz Ludwig Alexandervon Berswordt-Wallrabe studierte an der Ruhr-Universität-Bochum Kunstgeschichte bei Max Imdahl. Seit dem pflegt er ein enges Engagement für die Ruhr-Universität-Bochum und deren Kunsthistorisches Institut. Er schenkte 1990 der Ruhr-Universität-Bochum eine wertvolle Sammlung und stellte für die Einrichtung des Museums"Situation Kunst-Haus Weitmar" ein Grundstück 99 Jahre kostenlos in Erbpacht zur Verfügung. Alexander von Berswordt-Wallrabe hat zudem dazu beigetragen, den angestammten Schwerpunkt des Kunstgeschichtlichen Institutsin Forschung und Lehre zu unterstützen. Ermöglicht wurden die Aktivitäten durch einen Förderverein des Instituts, den er gründete. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass in der Ausbildung Theorie und Praxis unmittelbar aufeinander bezogen werden können.

Geografie und Verkehr

Der Stadtbezirk Bochum-Südwest besitzt eine sehr gute Verkehrsanbindung und ist durch die Fernstraße B 51 und über den Oviedo-Ring problemlos erreichbar.
Auch die Autobahn A 40 ist gut erreichbar.
Der gesamte Stadtbezirk ist durch den ÖPNV sehr gut erschlossen.

Kultur- und Sehenswürdigkeiten

Bochum-Südwest hat verschiedene Sehenswürdigkeiten und kulturelle Einrichtungen zu bieten. Zu den Attraktionen dieses Stadtbezirks zählen unter anderem:


Eisenbahnmuseum Bochum

Das Eisenbahnmuseum wurde 1977 von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. gegründet und ist mit einer Fläche von circa 46.000 Quadratkilometer das größte private Eisenbahnmuseum Deutschlands. Heute ist die "Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum" Träger des Museum.

Bahnhof Dahlhausen
Der restaurierte - denkmalgeschützte - Bahnhof Dahlhausen beherbergt Exponate des Eisenbahnmuseums und ist gleichzeitig eine Haltestelle für Museumszüge an "Dampftagen".

Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe zu den Ruhrauen und den dortigen Standorten des Linden-Dahlhauser-Schwimmvereins, des Linden-Dahlhauser-Kanu-Clubs und der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft.
Der Dahlhauser Sommer findet im Dahlhauser Bahnhof statt. Außerdem veranstaltet Pro Dahlhausen Lesungen sowie musikalische Darbietungen und Theateraufführungen.

Radom in Sundern mit Institut für Umwelt- und Zukunftsforschung
Mit dem Empfang des ersten erdumlaufenden Satelliten "Sputnik 1" durch Professor Heinz Kaminski im Jahre 1957 wurde das Institut damals weltberühmt. Bochum empfing hier die Signale noch vor der NASA und wurde somit zur Nachrichtenbörse; der Begriff „WeltraumnachrichtenplatzBochum" entstand. Das Institut wird heute von Direktor Thilo Elsner im Sinne von Heinz Kaminski fortgeführt. In den Bereichen der Erdbeobachtung und Klimaforschung bringt die heutige Forschung Antworten, die das Verständnis der Welt und des Universums entscheidend erweitert und verändert hat. Im Inneren des unter Denkmalschutz stehenden Radoms befindet sich die 20 Meter-Parabolantenne. Zusehen sind außerdem Exponate aus der internationalen Raumfahrt. Eine Besichtigung des Radoms mit anschließender Lerneinheit dauert circa 90 Minuten.

Pontonbrücke
Die Schwimmbrücke Dahlhausen führt über die Ruhr und verbindet Bochum mit Burgaltendorf, einem Stadtteil von Essen. Die Brücke ist 89 Meter lang und ist auf Pontons statt auf Brückenpfeilern gebaut. Dadurch verändert sich ihre Höhenlage abhängig vom Wasserstand.


Weitmarer Holz
Der 80 Hektar große Wald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Er beherbergt einige gastronomische Betriebe und einen geschützten Malakowturm. Das Gebiet wird von Fußgängern und Joggern gern angenommen.

Park Haus Weitmar mit Sylvesterkapelle und Schlossruine
Hinter jahrhundertealten Bäumen des Park Haus Weitmar versteckt liegen das historische Haus Weitmar und die Sylvesterkapelle (beide Gebäude sind nur noch als denkmalgeschützte Ruinen vorhanden). Der Park beherbergt auch die Galerie M. Die Ruhr-Universität-Bochum hat hier auf einem exponierten Gelände die "Situation Kunst" untergebracht. Im Sommer finden im Park Theateraufführungen der Bochumer Schauspielschule statt.


Bildung

Schulen und Kindergärten

In Bochum-Südwest befinden sich 28 Kindergärten (weitere Informationen unter www.bochum.de/jugendamt).

Besonders zu erwähnen sind zum Beispiel die Integrative Kindertagesstätte der Diakonie in Weitmar, Wasserstraße 435.Es gibt elf Schulen, davon acht Grundschulen. Hauptschule, Realschule und Gymnasium befinden sich im Schulzentrum-Südwest in Dahlhausen. (weitere Informationen unter www.bochum.de/schulverwaltungsamt)

Die Matthias-Claudius Schulen Bochum - private evangelische Grundschule und Gesamtschule der Sekundarstufen I und II mit integrativem Ansatz, haben ihren Standort in Weitmar-Mitte.

Der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Linden ist die Schule für Kranke angeschlossen, die in ihrer Form eine absolute Ausnahme im allgemeinen Schulwesen darstellt.

Sport- und Freizeitmöglichkeiten

Für Sport und Freizeitgestaltung ist in Bochum-Südwest ausreichend gesorgt. Etliche Bezirkssportanlagen sind hier vorhanden. Ein Sportplatz ist zwischenzeitlich durch Kunstrasen ganzjährig bespielbar.

Neben zahlreichen Grünflächen, Wanderwegen und Radfahrwegen gibt es das Weitmarer Holz, in dem organisierte Lauftreffs (zum Beispiel Trim-Trab und Nordic-Walking) regelmäßg stattfinden.

Reiter finden hier - wie auch in anderen Bereichen des Stadtbezirks - ihre eigenen gut ausgebauten Wege vor.

Hallenfreibad Linden
Dieses Schwimmbad bietet neben einem großen Hallenbad und dem Freibad auch eine Sauna. Es wird im Sommer auch für Veranstaltungen genutzt.

Ruhrauen
Die Ruhrauen bilden im Sommer einen Naherholungsbereich mit besonderem Flair. Durch die Vereine, wie Linden-Dahlhauser-Schwimmverein, Linden-Dahlhauser-Kanu-Club und Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft, die dort direkt angesiedelt sind, kann reges Leben auf dem Wasser beobachtet werden. In den Vereinsheimen ist Gastronomie angesiedelt.

Das Projekt "Das Ruhrtal" befasst sich unter anderem mit der "Schiffbarkeit" der Ruhr. Ziel ist es, den Tourismus im Ruhrgebiet durch Fahrten auf der Ruhr noch attraktiver zu machen.

Einkaufsmöglichkeiten

In Bochum-Südwest gibt es lebendige Stadtteilzentren.

Der Ortsteil Linden ist für seine Einkaufszone sehr bekannt. Auf dem Marktplatz finden regelmäßig Markttage statt.
Die aktive Werbegemeinschaft mit 150 Mitgliedern hat großen Anteil am Fortbestehen dieses umfassenden Stadtteilzentrums und dem Verbleib des Einzelhandels im Zentrum.
Eine Attraktion mit zigtausenden Besuchern ist der jährliche Lindener Karnevalsumzug am Rosenmontag.
Die Lindener Kirmes mit einem verkaufsoffenen Sonntag im Frühjahrund die Ausstellung Handel, Handwerk und Gewerbe im Herbst jeden Jahresziehen auch auswärtige Besucher an.

Dahlhausen bietet den Bewohnern ebenfalls eine Nahversorgung.Die Feste vor dem historischen Bahnhof lassen erahnen, dass dieser Ortsteil noch über ein gutes Sozialgefüge verfügt.
Es findet wöchentlich ein Markt statt.

Weitmar-Mitte ist ein aktives Stadtteilzentrum mit Einkaufsmöglichkeiten in vielen Fachgeschäften.
Die Werbegemeinschaft hält hier durch Aktivitäten und Veranstaltungen den Ortsteil attraktiv. Einmal wöchentlich ist Markttag.

Weitmar-Markt hat einen eigenen Einkaufsbereich mit vielfältigem Einzelhandelsangebot und wöchentlichem Markt. Die Werbegemeinschaft führt Veranstaltungen durch, die das Zentrum zusätzlich mit Leben füllen.

Ärztliche Versorgung

Es besteht eine umfassende Versorgung im gesamten Stadtbezirk durch Ärzte und Fachärzte.
Das St. Josefs-Hospital Linden (Helios-Kliniken) mit der angegliederten Kinder- und Jugendpsychiatrie ist eine ebenso wichtige Institution wiedas zur Stiftung Augusta zählende Augusta-Krankenhaus in Linden, dassich auf Gerontologie spezialisiert hat.

Für Senioren stehen zahlreiche Wohnanlagen, aber auch Pflegeheime der großen Sozialverbände zur Verfügung. Die bekanntestensind das Rosalie-Adler-Zentrum in Dahlhausen, das Heinrich-König-Zentrum am Wabenweg, Weitmar Mark und das DRK-Heim an der Holtbrügge in Weitmar-Mitte, sowie das Augusta-Seniorenheim in Linden.

Kirchen

Die Kirchengemeinden in den Stadtteilzentren fördern das Zusammenleben durch zahlreiche Veranstaltungen und nehmen aktiv die Möglichkeit wahr, Hinweise und Ratschläge zu geben, so zum Beispiel bei den Bezirkssozialraumkonferenzen und dem Arbeitskreis Stadtteilmarketing.