So arbeiten wir ...

Sektorisierung

Die Stadt Bochum ist in Sektoren aufgeteilt. Sie orientieren sich an den gewachsenen kommunalen Grenzen. Der Sektor West besteht aus Wattenscheid, Linden, Weitmar und Dahlhausen.
Der Sektor Ost besteht aus Langendreer, Werne, Laer, Gerthe, Harpen und Bergen-Hiltrop.
Der Sektor Mitte besteht aus den übrigen Stadtteilen.
Die Beratungsstellen sind also relativ gut erreichbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen Ihre Gemeinde und mögliche sonstige Hilfsangebote und arbeiten mit ihnen zusammen.


Ganzheitliches Angebot

Wir wollen nicht, dass Sie an vielen Stellen die gleiche Geschichte erzählen müssen und in jeder Institution nur einen kleinen Hilfeausschnitt angeboten bekommen. Dem versuchen wir ein ganzheitliches Konzept entgegenzusetzen. Hinter ein und derselben Eingangstür verstecken sich ganz verschiedene Leistungen (Einzelberatung von Klienten und Angehörigen / Institutionen, medikamentöse Behandlung, Familienberatung, ambulante Arbeitstherapie, Beratung in Sozialangelegenheiten, Betreuungsangelegenheiten, et cetera), die je nach Situation auch unterschiedlich in Anspruch genommen werden können.


Multiprofessionelles Team

Dieses ganzheitliche Angebot lässt sich nur mit einem Team mit unterschiedlichen Berufen umsetzen. Zu den Bochumer Teams gehören regelmäßig Krankenpflegepersonal, Psychologinnen / Psychologen, Sozialarbeiterinnen / Sozialarbeiter, Fachärztinnen / Fachärzte für Psychiatrie und Fachpersonal für den Bereich Ergotherapie.
Je komplexer Ihre Problematik ist, desto umfassender und berufsgruppenübergreifender muss unser Hilfsangebot sein.


Bezugspersonensystem

Die Vielfalt der Angebote in einem Team darf nicht dazu führen, dass Sie zwischen den einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Berufe hin- und hergeschoben werden. Jede Klientin beziehungsweise jeder Klient bekommt langfristig eine Mitarbeiterin beziehungsweise einen Mitarbeiter als Bezugsperson. Diese begleitet Sie erforderlichenfalls zu der Kontaktperson, welche die offenen Gruppen anbietet; sie begleitet Sie auch zum Arzt. Das Gespräch wird dann zu dritt geführt. Sie stellt auch den Kontakt zur Arbeitstherapeutin beziehungsweise zum Arbeitstherapeuten her. Alle Wege führen letztlich zur Bezugstherapeutin beziehungsweise zum Bezugstherapeuten wieder zurück. Sie können die verschiedenen Angebote der Stelle nutzen, ohne dauernde Beziehungsabbrüche zu erleben.


Hausbesuche

Der Sozialpsychiatrische Dienst hat auch die Möglichkeit zu Hausbesuchen. Wenn es Ihnen gesundheitlich nicht gut geht, kann der Weg zum Sozialpsychiatrischen Dienst zu schwierig für Sie sein. Auch lassen sich manche Krisensituationen besser zuhause in der gewohnten Umgebung auffangen. Daneben bildet die eigene Wohnung die Verfassung eines Menschen relativ gut ab und kann Ausgangspunkt einer gemeinsamen Analyse sein.


Bereitschaftsdienst

Der Sozialpsychiatrische Dienst ist an den fünf Wochentagen erreichbar und hält in dieser Zeit zwischen 8:00 und 16:00 Uhr einen Bereitschaftsdienst zur unmittelbaren Kontaktaufnahme vor. In dieser Zeitspanne ist für Sie jederzeit ein umgehender telefonischer oder persönlicher Kontakt mit den Fachmitarbeiterinnen und Fachmitarbeitern möglich.Im Bedarfsfall kann auch ein umgehender Hausbesuch vereinbart werden. Die Anwesenheit einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist je nach Vereinbarung - bei gleitender Arbeitszeit - natürlich auch über 16:00 Uhr hinaus möglich.


Prinzip der offenen Tür

Die Beratungsstellen haben überwiegend einen großen Aufenthaltsraum und Gruppenraum. In diesem Raum finden nur selten geschlossene Gruppen statt, die übrige Zeit ist der Raum für Besucherinnen und Besucher jederzeit nutzbar, solange eine Mitarbeiterin beziehungsweise ein Mitarbeiter in der Beratungsstelle anwesend ist.

Zu dem Raum gehört auch eine Küche. Dies hat dazu geführt, dass sich auch tagsüber, unabhängig von Gruppenangeboten, viele Betroffene hier aufhalten, sich Kaffee kochen, Spiele machen, sich unterhalten. Hier können Sie sich aufhalten, ohne zum Beispiel als "Eintrittskarte" therapeutische Gespräche führen zu müssen. Da gleichzeitig auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig ihre Türen auflassen oder durch die Räume gehen, haben Sie auf Wunsch die Möglichkeit zu kurzen "Tür- und Angelgesprächen", die manchmal der Beginn einer dauerhaften Betreuungsbeziehung sind.


Medikamentöse Behandlung

Durch eine Vereinbarung mit den Krankenkassen haben die Ärztinnen beziehungsweise Ärzte die Befugnis, zur Krisenintervention auch Medikamente zu verabreichen. Dieses reduziert sehr die Schwellen, da nach geglückter Kontaktaufnahme auf Ihren Wunsch eine Behandlung hier möglich ist. Eine Weiterverweisung in der Krisensituation zu einer anderen Ärztin oder einem anderen Arzt mit erneuten Schwellenproblemen ist nicht notwendig und kann später in Ruhe überlegt werden.


Ergotherapie

In den Teams wurden auch ergotherapeutische Angebote aufgebaut. In der Regel kommt es in den Gruppen über das gemeinsame Tun zu einer wesentlichen Bereicherung der sonstigen Hilfsangebote. Hier finden manchmal die ersten Schritte in Richtung auf berufliche Wiedereingliederung statt, es werden Fähigkeiten wieder trainiert. Bei vielen kommt es zur deutlichen Steigerung der sozialen Kontakte, zu Spaß, zu neuen Hobbies und zur Tagesstruktur und Wochenstruktur.

Neben gemeinsamen Projektgruppen werden auch Dinge für den Eigenbedarf oder andere Auftraggeber hergestellt. Sich selbst wieder produktiv zu erleben und vielleicht auch das Selbstproduzierte verkaufen zu können, trägt sehr zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Stabilität bei.


Schaltstellenfunktion

Der Sozialpsychiatrische Dienst behält den größten Anteil seiner Arbeitskapazität den Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit komplexen oder umfassenden Problemen vor. Als Dienst, der einen großen Überblick über die Bochumer psychosozialen Angebote hat, stellen wir uns allen Ratsuchenden zumindest zu einem Informationsgespräch zur Verfügung, um sie gegebenenfalls auf ein weiterführendes Angebot am Ort gezielt zu verweisen oder zu vermitteln.


Tagesstrukturierendes Angebot / Kontaktstelle

Das Angebot der "offenen Tür" wird ergänzt durch unterschiedliche, feststehende Gruppenangebote der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Daneben gibt es den Kontaktbereich mit Club- und Gruppenangeboten am späten Nachmittag / frühen Abend. Die Termine finden zum Teil in Kooperation mit Hilfsvereinen und unter Beteiligung von Laienhelferinnen und Laienhelfern statt.

Einmal jährlich findet eine zehntägige Rehabilitationsmaßnahme in der Regel im Sauerland statt, die seit Jahren einen ungebrochenen Zulauf erlebt.