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Neues Frühjahrsprogamm im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Herbert Reprofoto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
Einen spannenden Zugang zur Stadtgeschichte verspricht das neue Frühjahrsprogramm im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte. Damit sich die neue Ausstellung „Hundert und sieben Sachen. Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“, die ab Juni zu sehen sein wird, entfalten kann, gilt es zunächst, Abschied zu nehmen. „Zwischen Heimat und Front Bochum im ersten Weltkrieg“ schließt am Sonntag (19. März) von 11 bis 15 Uhr mit einer Finissage. Zu Beginn blicken Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums, und Dr. Ingrid Wölk, Leiterin des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte, gemeinsam auf die in Bochum und Essen realisierten Ausstellungen zur Erinnerung an den großen Krieg vor hundert Jahren zurück. Drei Kurzvorträge machen ab 11.30 Uhr Appetit auf die neue Ausstellung. Sie beschäftigen sich mit dem „Werdener Urbar“, der wohl ältesten Quelle für Bochums Namen und Anfänge, einem Portrait über den Industriepionier Eduard Kühne sowie mit der Stoffpuppe Herbert, dem Maskottchen der Bogestra. Ab 13 Uhr folgen Filmprogramme und Ausstellungsführungen.

Eine weitere Finissage gibt es am Donnerstag (6. April) um 18 Uhr zu der endenden Ausstellung „Hoffnung auf Zukunft – Flüchtlinge in Bochum“. Dr. Dirk Hagebölling von der ehemaligen Stabsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten und Sabine Gemba von der Gewerkstatt gGmbh lassen das vergangene Jahr Revue passieren. Prof. Ludger Pries referiert zu dem Thema „Gemeinsames europäisches Asylsystem oder organisierte Nicht-Verantwortung? Deutsche und europäische Flüchtlingspolitik vor der Herausforderung“. Geflüchtete bereiten das Essen für einen anschließenden kleinen Empfang vor.

Reprofoto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation - Arctic Sea Karte
„Bei der neuen Ausstellung „Hundert und sieben Sachen. Bochumer Geschichte in Objekten und Archivalien“, die am Sonntag (11. Juni) Eröffnung feiert, geht es um 107 Dinge, die einen sehr engen Bezug zur Stadtgeschichte haben und die wir in ihren Kontext stellen. Die sieben ist ein Hinweis darauf, dass wir uns auch mit Alltagsgenständen beschäftigen“, so Dr. Wölk. Dazu gehören der Steckbrief zu einer Lustmord-Serie im 19. Jahrhundert, eine Sibirien-Karte, die ein Bochumer von einer Nordpolar-Expedition mitbrachte sowie ein gestrickter Leihbadeanzug aus dem Bochumer Stadtbad. Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Herbst. Das Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte hat 70 unterschiedliche Autoren gebeten, Beiträge zu leisten. Die Eintritte zu allen Veranstaltungen des neuen Frühjahrsprogrammes sind frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bochum.de/stadtarchiv.

Seit zehn Jahren arbeitet das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte auf einer neuen konzeptionellen Grundlage und nimmt auch die Aufgaben des historischen Museums der Stadt Bochum wahr. „Dieses Jahr ist ein Besonderes, wir sind vor zehn Jahren in das Haus an der Wittener Straße 47 gezogen“, so Dr. Wölk. „Seitdem haben wir 44 Ausstellungen gezeigt, rund 265 Vorträge und Einzelveranstaltungen, 90 Kinoabende, regelmäßige Ausstellungsführungen sowie zahlreiche archiv- und museumspädagogische Programme angeboten“. Es ist kein Zufall, dass die neue Ausstellung einen ähnlichen Titel trägt wie die Premierenausstellung „97 Sachen. Sammeln, bewahren, zeigen“ vor zehn Jahren. Und doch unterscheiden sich beide voneinander. Während 2007 die den Blicken der Öffentlichkeit lange verborgene stadthistorische Objektsammlung im Zentrum stand und die ausgewählten 97 Exponate nicht nur Stadt-, sondern auch Kulturgeschichte(n) erzählten, haben die 107 „Sachen“, die ab Juni präsentiert werden, einen engeren Bezug zur Geschichte Bochums.

Als besonderes Geschenk zum zehn-jährigen Bestehen gibt es eine Frühjahrslesung der Bochumer Literaten mit dem Titel „Es gibt ein Leben jenseits der Bücher, wo Amseln brüten“. Damit bedanken sich die Historiker und Dichter am Donnerstag (1. Juni) um 18 Uhr an dem Ort, wo sie sich monatlich zu literarischen Gesprächen treffen. In der Stadt, die ein Buch im Wappen trägt.


(15. März 2017)

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