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Abenteuerspielplatz: „Soziale Stadt“ ermöglicht Neubauten für 1,25 Millionen Euro

Pressefahrt des Jugendamtes - 27-07-2006 Spielen und Toben auf dem Abenteuerspielplatz in Wattenscheid, das Jugendamt bietet seit 1988 einen Abenteuerspielplatz an der Hüller Straße in Wattenscheid. Die Kinder lernen - pädagogisch begleitet - z.B. verantwortungsbewußten Umgang mit Tieren - Hühner, Katzen, Ziegen, Kaninchen und Pferde
Der Abenteuerspielplatz in Wattenscheid ist etwas Besonderes: Die wichtige und überaus beliebte Einrichtung der städtischen Kinder- und Jugendhilfe bietet Mädchen und Jungen in einem dichtbesiedelten Umfeld freien Raum, die Stadtnatur zu erleben, und Tieren wie Pferden, Ziegen und Hühnern ein Zuhause. Nun bekommen die menschlichen Besucher und die tierischen Bewohner für rund 1,25 Millionen Euro ein neues Dach über den Kopf. Jetzt im März sollen die Arbeiten beginnen. „Der Betrieb des Abenteuerspielplatzes läuft aber die ganze Zeit weiter“, betont Birgit Zimmermann vom Jugendamt. „Das ist ganz wichtig für die Kinder, die hier in einem verdichteten Wohngebiet Kontakt zu Tieren aufbauen und Natur erleben können.“

Die Zentralen Dienste der Stadt errichten für das Jugendamt an der Hüller Straße ein modernes Betreuungsgebäude und einen neuen Kleintierstall. Dafür weichen die vorhandenen Bauten und Container, die ihren Dienst lange genug getan haben. Den Neubau von Gruppen- und Hausaufgabenräumen, Büro, Küche, Werkstätten, Lager, Gehegen und Boxen ermöglicht das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für die „Soziale Stadt Wattenscheid“. Dafür stehen Mittel der Europäischen Union und der Städtebauförderung zur Verfügung; sie decken 90 Prozent der Investitionssumme. „Es ist ein wichtiges Projekt, das zwei wesentliche Aspekte der ,Sozialen Stadt‘ verbindet: Wir investieren in die soziale Infrastruktur und greifen zugleich das Leitthema ,bewegtes, gesundes Wattenscheid‘ auf“, freut sich Karsten Schröder vom Stadtteilmanagement, das den Umbau plant und begleitet.

Der zirka 1.300 Quadratmeter große Abenteuerspielplatz startete 1988 als Bauspielplatz und bietet Sechs- bis 21-Jährigen seitdem eine Anlaufstelle, wo sie sich austoben und ihre Grenzen ausprobieren können. Mittelpunkt der Arbeit vor Ort ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen die (Nutz-)Tiere zu versorgen. Darüber hinaus bieten sie ihnen sozialpädagogische Hilfe und Beratung bei Problemen an. Seit Beginn findet die Arbeit in einem baulichen „Provisorium“ statt, das nun endet.

Pressefahrt des Jugendamtes - 27-07-2006 Spielen und Toben auf dem Abenteuerspielplatz in Wattenscheid, das Jugendamt bietet seit 1988 einen Abenteuerspielplatz an der Hüller Straße in Wattenscheid. Die Kinder lernen - pädagogisch begleitet - z.B. verantwortungsbewußten Umgang mit Tieren - Hühner, Katzen, Ziegen, Kaninchen und Pferde
Die Zentralen Dienste lassen die miteinander verbundenen Einzelgebäude und Containeranlagen in zwei Schritten abbrechen und entsorgen, so dass auf den Flächen die Neubauten entstehen können. Zudem kann ein Teil des Gebäudebestandes weiterhin genutzt werden, so dass das Jugendamt die sozialpädagogische Arbeit auf dem Abenteuer-Spielplatz eingeschränkt fortsetzen kann.

Das neue Betreuungsgebäude mit wärmegedämmten Pultdach erhält eine massive Gründung aus Stahlbeton. Seine Wände werden in Holztafelbauweise errichtet, außen verschalt und ebenfalls teilweise mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, das verputzt und angestrichen wird. Der Stall für Kleintiere bekommt ebenfalls eine massive Gründung aus Stahlbeton; die Wände erstellen die Zentralen Dienste passend in der Holztafelbauweise mit äußerer Verschalung, so dass das neue Gebäude-Ensemble skandinavisch wirkt. „Wir freuen uns“, sagt Christiane Gebehart vom Abenteuerspielplatz. „Die meisten Tiere sind schon umgezogen – weiter hinten auf das Gelände.“

Die ersten Abbrucharbeiten sollen im März beginnen, „großes Baugerät“ wie Bagger dann für den Spatenstich im April anrücken und der Baubeginn für das neue Betreuungsgebäude erfolgen; die Fertigstellung ist für November geplant. Nach dem Bezug des neuen Betreuungsgebäudes soll der zweite Bauabschnitt mit dem Abbruch der verbliebenen Gebäude und dem Bau des Kleintierstalls Anfang 2018 starten. Die gesamten Arbeiten auf dem Abenteuerspielplatz, einschließlich der Plattierung der Oberflächen auf dem Außengelände, sollen rund ein Jahr in Anspruch nehmen.


(8. März 2017)