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Klimaschutz-Award: Bürgermeisterin zeichnete Preisträger aus

Verleihung des Klimaschutz-Award am 20.02.2017 im "Museum unter Tage" in Bochum durch Bürgermeisterin Gabriela Schäfer an das "Museum unter Tage" mit Silke von Berswordt-Wallrabe, an Familie Hosse mit Architekten und Familie Braun (v.li.). +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
Ein Blick auf die Landschaft öffnet den Blick auf die Welt, auf die eigene Umwelt. So steht es auf der Wand im Museum unter Tage, wo Bürgermeisterin Gabriela Schäfer gestern (20. Februar) die Klimaschutzawards des Jahres 2016 überreichte. Ausgezeichnet wurden zwei privat genutzte Immobilien und ein öffentlich zugängliches Objekt für klimafreundliches Bauen und Sanieren. „Wir wollen Dankeschön sagen, aber auch öffentlich darauf hinweisen, was wir für unser Klima tun können“, so die Bürgermeisterin.

Den Klimaschutzaward in Silber überreichte Gabriela Schäfer an Sascha und Marion Braun für ihr Fertighaus aus besonders ökologischen Materialien. Die Gebäudehülle besteht weitgehend aus natürlichen Werkstoffen. Zudem verfügt das Haus über eine dreifache Wärmeschutzverglasung, eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung sowie eine Wärmepumpe. Sascha Braun war „positiv überrascht, als Privatperson an einer solchen Preisverleihung mitmachen und gewinnen zu können.“

Das „Plus-Energiehaus“ von Jörg Hoose ist neben einer Dämmung mit natürlichen Rohstoffen mit einer Dreifachwärmeschutzverglasung ausgestattet. Eine Photovoltaikanlage wird zur Stromerzeugung genutzt. Für Heizung und Warmwasseraufbereitung verfügt es über eine Luft-Wärmepumpe. Dafür wurde es mit dem Klimaschutz-Award 2016 in Gold ausgezeichnet. „Ziel war es, ein Haus zu bauen, das mehr Energie gewinnt, als es verbraucht. Ich bin stolz und freue mich über die Auszeichnung“, so Jörg Hoose.

Als öffentlich zugängliches Objekt überreichte Gabriela Schäfer den Klimaschutzaward in Gold an die Stiftung „Situation Kunst“ für das Museum unter Tage. Heizung und Kühlung werden zu 100 Prozent durch Erdwärme gespeist. Die Stromerzeugung erfolgt über eine Geothermie-Anlage. Die Beleuchtung wird mit LED-Technik in Verbindung mit Bewegungsmeldern sowie einer Zeitschaltung sichergestellt.

So wie die aktuelle Ausstellung zu einem Blick auf die Landschaft einlädt, hat das Museum unter Tage selbst diesen erhalten. Lediglich drei Pavillons sind oberirdisch zu sehen. Das Museum selbst liegt sieben Meter unter der Erde. Dadurch wird die Parklandschaft so wenig wie möglich gestört.

Die Preisträger erhielten im Rahmen der Feierstunde im Museum unter Tage als Auszeichnung eine Plakette mit ihrer Hausnummer sowie Geldpreise zwischen 500 und 1000 Euro.

Bereits seit 2008 würdigt die Stadt mit dem Klimaschutzpreis das Engagement von Unternehmen und seit 2013 auch von Privatleuten, ihre Immobilien ökologisch innovativ und nachhaltig zu bauen oder zu sanieren. Die Auszeichnung berücksichtigt Maßnahmen zur Energieeinsparung und somit zur CO2-Reduzierung, die das Klima verbessern.

Die Bewertung der prämierten Objekte erfolgt nach einem System, das Wärmedämmung, Nutzung umweltschonender Energien, innovative Heiztechniken sowie einen insgesamt niedrigen Strom- und Heizenergieverbrauch berücksichtigt.

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(21. Februar 2017)