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Informationen zur Vogelgrippe


PfeilRechts.gif Allgemeinverfügung zur Anordung der Aufstallung von Geflügel im Stadtgebiet Bochum

Seit dem 8. November 2016 ist bei einer Reihe von tot aufgefundenen Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und zuletzt auch in Nordrhein-Westfalen das Virus der hoch krankheitserregenden aviären Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N8 („Geflügelpest“) festgestellt worden. Dieses Virus wurde zuvor auch bei Wild- und Hausgeflügel in Ungarn, Kroatien und Polen nachgewiesen.

Der genannte Tierseuchenerreger stellt eine erhebliche Bedrohung für die Hausgeflügelbestände und die Haltungen von Vögeln in zoologischen Einrichtungen dar, ist im Gegensatz zu dem als “Vogelgrippe” bekannten Subtyp H5N1 jedoch bislang nicht als auf den Menschen übertragbar in Erscheinung getreten. Auch eine Virusübertragung durch den Verzehr von infiziertem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten ist nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung unwahrscheinlich.
Im Bochumer Stadtgebiet wurde noch kein Fall von Geflügelpest vom Subtyp H5N8 festgestellt.

Für alle Geflügelhaltungen gelten trotzdem besondere Biosicherheitsmaßnahmen. Hierzu ist am 21. November 2016 die bundesweit geltende Eilverordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen in Kraft getreten. Aus dieser ergeben sich die folgenden Maßnahmen:

  • Zusätzlich zu einem Bestandsregister sind die Anzahl der verendeten Tiere sowie – sofern mehr als zehn Stück Geflügel gehalten werden – die Gesamtzahl der gelegten Eier in jedem Bestand und je Werktag zu dokumentieren.
  • Alle Ein- und Ausgänge von Geflügelhaltungen sind gegen unbefugtes Betreten zu sichern.
  • Betriebsfremde Personen dürfen Geflügelhaltungen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten.

  • Die verwendete Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren oder unschädlich zu beseitigen.

  • Eine bestandseigene Einrichtung zum Waschen der Hände und zur Desinfektion der Schuhe (z.B. Desinfektionsmatte oder Sprühflasche mit Desinfektionslösung) muss vorhanden sein.
Neben den Maßnahmen, die sich aus der Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen (Eilverordnung) ergeben, sind noch folgende Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen:
  • Alle Geflügelhalter haben sicherzustellen, dass Tiere nur an den Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind, und dass die Tiere nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu denen Wildvögel Zugang haben.

  • Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren.

  • Die allgemein geltenden Vorgaben zur Früherkennung bei gehäuften Verlusten gemäß § 3 und § 4 der Geflügelpest-Verordnung sind einzuhalten.

  • Alle Geflügelhalter, das heißt auch private Halterinnen und Halter, sind unabhängig von einer Tierseuche verpflichtet, jedes Tier der Tierseuchenkasse zu melden.

  • Die Durchführung von Geflügelausstellungen und -märkten ist untersagt.

  • Treten Fälle von Vogelgrippe auf, sind für die Geflügelbestände alle vorsorglichen Maßnahmen zu treffen, die sich aus der Geflügelpestverordnung (GeflPestSchV) ergeben. Die Verordnung gilt für Nutz- und Ziergeflügel.
Wir bitten auch weiterhin alle Bochumer Bürgerinnen und Bürger darum, tot aufgefundene Wasservögel oder wenn es sich um mehr als einzelne Vögel anderer Arten handelt auch diese, unverzüglich dem Veterinär- oder dem Ordnungsamt zu melden (0234/910-8811 oder -1408).

Außerhalb der üblichen Dienstzeiten und am Wochenende kann die Feuerwehr unter der Telefonnummer 0234 / 92 54-90 0 benachrichtigt werden. Auf diese Weise kann zeitnah eine Untersuchung auf das Virus der aviären Influenza eingeleitet werden.


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