Metanavigation

Die Stadt Bochum auf facebook
Folge der Stadt Bochum auf Twitter
Die Stadt Bochum auf YouTube
Folge der Stadt Bochum auf Instagram
Die Stadt Bochum auf flickr

Rathauskalender

Mutterschutzfrist und Mutterschaftsgeld

Wenn Lehrerinnen Mütter werden: Welche Regelungen und Schutzfristen gelten rund um den Geburtstermin?

Mutterschutzfrist

Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung, bei attestierten Früh- oder Mehrlingsgeburten zwölf Wochen. Bei Geburten vor dem errechneten Termin verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Entbindung um die Tage, die vorher nicht in Anspruch genommen werden konnten. Wird der errechnete Geburtstermin überschritten, verkürzt sich die Schutzfrist nach der Entbindung nicht. Während der Mutterschutzfrist darf die Lehrerin nicht beschäftigt werden, es sei denn, sie selbst wünscht dies und erklärt sich schriftlich dazu bereit. Diese Entscheidung kann jederzeit widerrufen werden.

Nach der Entbindung besteht ein striktes Beschäftigungsverbot. Ausnahmsweise kann die Mutter beim Tode des Kindes auf ihr ausdrückliches Verlangen schon vor Ablauf der Schutzfrist, aber noch nicht in den ersten zwei Wochen nach der Entbindung, wieder beschäftigt werden, wenn nach ärztlichem Zeugnis nichts dagegen spricht. Sie kann auch diese Erklärung jederzeit widerrufen.

Eine Fehlgeburt oder ein Schwangerschaftsabbruch sind im rechtlichen Sinne keine Entbindungen und haben keine mutterschutzrechtlichen Folgen. Insbesondere gelten die Schutzfristen nach der Entbindung nicht.

Mutterschaftsgeld

Während der Schutzfristen erhalten Beamtinnen weiterhin ihre Bezüge. Fallen die Schutzfristen in eine Elternzeit, kann diese auf Antrag unterbrochen werden. Während der Schutzfrist wird die Gehaltszahlung in der Höhe aufgenommen, die vor der Elternzeit maßgeblich war.

Gesetzlich versicherte angestellte Lehrerinnen erhalten Mutterschaftsgeld in Höhe von bis zu 13,- Euro am Tag von der Krankenkasse. Der Arbeitgeber stockt aber den Kassenbetrag bis zum Durchschnittsnettoverdienst der vergangenen drei Monate auf. Privat versicherte angestellte Lehrerinnen beantragen Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt in Bonn. Es beträgt maximal 210,- Euro zuzüglich Arbeitgeberzuschuss. Der Arbeitgeber rechnet allerdings seinen Zuschuss so, als läge eine Pflichtversicherung vor. So fällt der Verdienst etwas geringer aus als der vorherige Nettoverdienst.

Mehr Infos zum Mutterschaftsgeld und zum Antrag:

Quelle: nds 2-2016, Ute Lorenz