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Rathauskalender

Oberbürgermeisterin lud zum Internationalen Frauentag ins Kunstmuseum

Empfang zum Frauentag am 8. März 2015 im Kunstmuseum Bochum. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Presseamt
„Frauen auf dem Weg“ – das galt auch für den Empfang der Bochumer Oberbürgermeisterin, die gestern (8. März) zum Internationalen Frauentag in das Kunstmuseum eingeladen hatte. Zahlreiche Vertreterinnen von Vereinen und Verbänden hatten sich den Weg dorthin gerne gemacht; viele von ihnen waren neugierig auf den Vortrag „Wissenschaft und Politik gehen Hand in Hand“ von Professorin Katja Sabisch von der Ruhr-Universität. Die Gastrednerin stellte dem Plenum kurzweilig die Forschungsergebnisse zum „Gender Mainstreaming im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis am Beispiel der Stadt Bochum“ vor.

Dazu hatten Studierende unter anderem Interviews mit politischen Akteuren geführt und Dokumente für Ausschusssitzungen analysiert. „Es hat uns überrascht, wie viel Gender Mainstreaming bereits in der Ausschussarbeit ist“, sagt die Sozialwissenschaftlerin. „Es mangelt also nicht am Willen, sondern am Wissen.“ So werde Gender Mainstreaming oft verwechselt mit der Gleichstellung der Frauen. Dem sei jedoch nicht so: Gender Mainstreming konzentriere sich auf die Gleichstellung der Geschlechter. Diese müsse in allen organisatorischen Abläufen eingeflochten sein.

Beschäftigt hat das Team um Katja Sabisch und den Bochumer Frauenbeirat, in welchen Gremien Frauen wie stark vertreten sind, wie einflussreich die Positionen sind, die sie besetzen und wie es mit der Vereinbarkeit von Familie und Politik klappt. „Es ist schon nicht einfach, Beruf und Familie zu vereinbaren“, betonte Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz vor dem Plenum im Kunstmuseum, „und dann noch Zeit zu finden, um sich in der Politik zu engagieren.“ Das sieht auch Katja Sabisch so: „Gerade für junge Eltern ist es oft schwierig.“ So zum Beispiel, wenn politische Sitzungstermine in die Zubettgehzeit der Kinder fielen.

Die Ergebnisse der Studie haben Katja Sabisch und der Frauenbeirat der Stadt Bochum vor wenigen Tagen in gedruckter Form herausgegeben. Im Internet ist die Forschungsarbeit als pdf-Datei auf den Seiten des Netzwerk „Frauen- und Geschlechterforschung NRW“ unter www.netzwerk-fgf.nrw.de abrufbar.

(9. März 2015)