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Michael Fessner

Der märkische Steinkohlenbergbau zur Zeit Dr. Carl Arnold Kortums - Staatliche Bergverwaltung und Knappschaftsgründung

Der Schwerpunkt der älteren, aber auch der neueren Forschung liegt bislang in der Darstellung der Bemühungen des brandenburg-preußischen Staates, den märkischen Steinkohlenbergbau seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu fördern.(1) Zum einen hat diese einseitige staatliche Ausrichtung mit eine ihrer Ursachen in dem überlieferten Quellenmaterial, das überwiegend eine auf bergrechtliche Fragen ausgerichtete Provenienz besitzt.(2) Zum anderen läßt sich bei den älteren Autoren, die zumeist selbst Berg- oder Staatsbeamte waren, der Einfluß des Zeitgeschehens deutlich spüren. Sie verfaßten ihre Abhandlungen kurz vor oder nach der Liberalisierung des preußischen Bergrechts durch das "Allgemeinen Berggesetz für die Preußischen Staaten" in den 1860er Jahren, mit dem der preußische Staat den Bergbau der bergbehördlichen Betriebsaufsicht entzog und in eine privatkapitalistische Konkurrenzwirtschaft überführte. Die Auflösung überzähliger bergamtlicher Einrichtungen und die damit verbundene Entlassung vieler Bergbeamter ließen bei ihnen den Wunsch aufkommen, die alten Zeiten des Direktionsprinzips in einem günstigeren Licht erscheinen zu lassen, um unterschwellig die staatliche Unabkömmlichkeit auf Grund ihrer Fachkompetenz zum Ausdruck zu bringen. Diese Reminiszenz sollte auch die latente Angst der Bergbeamten um ihre berufliche Zukunft verbergen, denn sie mußten sich nun ebenfalls dem freien Spiel des Arbeitsmarktes unterwerfen, bzw. die staatlichen Bergbehörden waren nicht mehr wie zuvor die Hauptabnehmer für die an der Bergakademie in Berlin ausgebildeten Bergbeamten.(3) Jedoch erwies sich diese Furcht als unbegründet. Das hohe soziale und gesellschaftliche Ansehen der Bergassessoren a.D. als leitende Bergwerksangestellte und -direktoren ließ für diesen Kreis die Möglichkeit zur weiteren Professionalisierung außerhalb des Staatsdienstes aufkommen.(4)

Die Entwicklungsperioden des märkischen Steinkohlenbergbaus vom 17. bis zum 19. Jahrhundert

Die bergbehördlichen Befahrungsberichte und Bestandsaufnahmen der märkischen Steinkohlenzechen seit der Mitte des 17. Jahrhunderts vermitteln einen vielfältigen und vielschichtigen Eindruck der staatlichen Anstrengungen zum Aufbau einer effektiv arbeitenden Bergverwaltung nach dem Vorbild der traditionellen Erzbergbaureviere.(5) Diese staatlichen Aktivitäten lassen aber zwei zeitliche Abschnitte erkennen, die qualitative Unterscheidungsmerkmale aufweisen.

Die erste Phase reicht von der vom Herzog Wilhelm von Jülich, Geldern, Kleve und Berg, Graf von der Mark und Ravensberg im April 1541 erlassenen Bergordnung(6) bis in die 1750er Jahre, in der die staatlichen Anstrengungen im Aufbau einer entsprechenden Bergverwaltung zur regelmäßigen Erhebung des Bergzehnts lagen. Die vielfachen Bemühungen des brandenburg-preußischen Staates zur Einrichtung eines effizienten Grubenrechnungswesens weisen eindeutig auf deren fiskalische Ausrichtung hin,(7) wie Friedrich Wilhelm von Reden im Jahre 1783 zu konstatieren wußte: "Das dortige Berg Amt scheint seiner ersten Einrichtung nach, sich mehr als Zehnter wie als Vormund der Gewerken (Bergbautreibenden) gereicht zu haben, und von den Gewerken mehr für ihre Controlle und Zuchtmeister als für eine Stütze, und Verwalter ihres eigenen Bestehens angesehen zu seyn".(8)

Jedoch blieben in dieser ersten Phase die Bergverwaltung und das Grubenrechnungswesen in einem sehr desolaten Zustand. Die Berliner Zentralverwaltung führte immer wieder Klagen über die äußerst mangelhaft geführten Mutungs-, Belehnungs- und Rechnungsbücher sowie über den unregelmäßig, unkorrekten oder gar nicht abgeführten Bergzehnt.(9) Die Einführung der renovierten Bergordnung 1737 und die Errichtung des märkischen Bergamtes 1738 stellten den ersten ernsthaften administrativen Versuch der brandenburg-preußischen Regierung dar, den märkischen Bergbau stärker als zuvor unter die staatliche Kontrolle zu stellen.(10) Die zahlreichen - gerade in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts - abgehaltenen staatlichen Untersuchungen und die anschließend erlassenen Verbesserungsvorschriften zur Führung eines ordentlichen Grubenhaushaltes und sorgfältiger Bergbücher weisen immer wieder auf die ungenügende und mangelhafte bergamtliche Aufsicht über die Zechen hin.(11) Die bis in die 1780er Jahren erfolgte Einstellung der Schichtmeister durch die Gewerken und nicht durch das Bergamt läßt allzu deutlich die Diskrepanz zwischen den kodifizierten bergrechtlichen Bestimmungen und den tatsächlichen von den Gewerken bestimmten Verhältnissen hervortreten,(12) und dies in einer Phase, als die absolutistische Herrschaft mit der Ausbildung behördlicher und bürokratischer Organisationsstrukturen allgegenwärtig zu sein schien. Insgesamt gesehen wird der Einfluß der Bergbehörden auf die Entwicklung des märkischen Steinkohlenbergbaus bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erheblich überschätzt.(13)

Neuere Untersuchungen weisen mit Recht auf eine stärkere Beachtung der bergbaulichen Aktivitäten der Gewerken hin, die - entgegen allen bergrechtlichen Vorschriften - ihre eigenen unternehmerischen Entscheidungen bis weit in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts trafen. Neben den Großgewerken bäuerlicher Herkunft wie Johann Henrich Oberste Frielinghaus aus Bommern oder die Familien Mittelste Berghaus und Oberste Berghaus aus Herbede können vor allem die einflußreichen märkischen Gewerbe- und Kaufmannsfamilien wie die Harkorts, Funckes, Elbers, Hundeikers und Wuppermanns als Zechenbesitzer ausgemacht werden. Daneben traten die selbstbewußten märkischen Adelshäuser wie die Elverfeldts, Hövels, Horsts, Melschedes, Rombergs oder Sybergs als Bergbautreibende auf, die zumeist auch lokale staatliche Funktionen wahrnahmen oder durch verwandtschaftliche Beziehungen mit der klevisch-märkischen Regierung in Verbindung standen.(14) Diese Kluft zwischen staatlichen Reglementierungen und den tatsächlichen Verhältnissen beschränkte sich aber nicht nur auf die Bergverwaltung, sondern war in vielen Bereichen der preußischen Verwaltung im 18. Jahrhundert anzutreffen.(15) Wilhelm von Reden urteilte im Jahre 1783 über das märkische Revier aus der Sicht des Berliner Bergwerks- und Hüttendepartements zutreffend: "Jeder thut was er will und nachdem der Gewerke des Bergbaus kundig und betriebsam ist, oder das Glück hat Gruben Bediente zu haben, wird der Haushalt regelmäßig oder schlecht, und mit mehreren oder minderen Vortheil geführt."(16)

Die zweite Phase setzt sukzessiv nach den beiden Schlesischen Kriegen (1740 - 1742; 1744 - 1745) zu Beginn der 1750er Jahre ein,(17) als der preußische Staat den märkischen Steinkohlenbergbau stärker als bisher im Rahmen seiner merkantilistisch-kameralistischen Wirtschaftspolitik zur Steigerung der staatlichen Finanzen zu nutzen suchte.(18) Die kurzen und allgemein gehaltenen Untersuchungen des märkischen Bergbaus und Bergamtes durch die klevischen Räte Müntz 1749/50 sowie Schack und Reichard 1754 ließen bereits schwerwiegenden Mängel erkennen.(19) Der preußische König entsandte im Februar 1755 einen seiner fähigsten Verwaltungsbeamten - den Geheimen Finanzrat Ludwig Philipp Freiherr vom Hagen - zur genaueren Ermittlung der Mißstände in die Grafschaft Mark.(20) Seine Untersuchungen erstreckten sich auf alle Bereiche des märkischen Bergbaus und die anschließend von ihm vorgeschlagenen(21) und vom preußischen König gebilligten(22) umfassenden und detaillierten personellen, organisatorischen und bergrechtlichen Verbesserungsvorschläge sollten zur "neuen Einrichtung des Bergwesens in der Grafschaft Marck" führen.(23) Dazu zählten die Ersetzung des Bergmeisters Scherenberg und der Geschworenen Brenner und Wünnenberg durch geeignetere Personen, die stärkere hierarchische Behördengliederung mit der Schaffung von drei Oberschichtmeisterstellen zwischen den Berggeschworenen und den Schichtmeistern, die Einrichtung einer Bergbauhilfskasse zur bergamtlichen Besoldung der Schichtmeister, die Einführung einer Knappschaftskasse und die Ausarbeitung einer neuen Bergordnung.(24) Vom Hagen betraute den neuberufenen Bergmeister Johann Friedrich Heintzmann aus Wernigerode mit der Ausarbeitung der neuen Bergordnung und der Knappschaftsbestimmungen.(25)

Jedoch verhinderte die französische und österreichische Besetzung der preußischen Westprovinzen Kleve und Mark während des Siebenjährigen Krieges (1756 - 1763) die Umsetzung dieser Pläne.(26) Vom Hagen setzte aber nach Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Frieden von Hubertusburg 1763 die Neuorganisation des märkischen Bergbaus fort. Er betraute 1764 den klevischen Kriegs- und Domänenrat Krusemarck mit der "Local Direktion" der märkischen Bergbauregion,(27) als eine unbekannte Person sich mit einem Schreiben direkt an den preußischen König unter Umgehung des zuständigen Generaldirektoriums wandte und die unhaltbaren Zustände in den klevisch-märkischen Provinzen anprangerte. Das Schriftstück ging auch auf die Verhältnisse beim märkischen Bergamt ein: "Das Bergwesen ist noch unordentlicher. Die meisten Bergbedienten sind nicht mehr als das Lebdanckens werth. Der Fiscal Franzen und der Contolleur Lohrmann, die offenbar Dero Interesse zu schwächen gesucht, bleiben ungestraft. Der Dienst wird auf das allernachläßigste getrieben; es ist keine Furcht unter denen Subalternen. Die Befehle Ihro Majestät werden kaum in 6 Monathen befolgt, da sie es in wenigen Wochen seyn solten. Wie zum Exempel mit Einführung des Berliner Kohlenscheffels durch Nachlässigkeit Berggeschworene Wunnebergs geschehen ist. So Eure Königliche. Majestät würklichen Nutzen daraus haben wollen, so müssen sie mit viel mehr Schärffe in Ordnung gehalten werden. Es würde zu weitlauffig, und unnütz seyn, mich hier in ein ordentliches Detail einzulaßen, da bei der geneigten untersuchung 1000 Fehler aufstoßen."(28) Die Berliner Bergverwaltung folgerte aus diesem Schreiben, "daß das dortige Bergwerks-Wesen in der äußersten Unordnung und Verwirrung sich befinde".(29) Krusemarck mußte bei seiner Bereisung feststellen, daß immer noch nicht alle Punkte der Berliner Vorgaben von 1755 vom Bergamt ausgeführt worden waren.(30)

So hatte die märkische Bergbehörde weder die neue Bergordnung vollständig ausgearbeitet, noch die Knappschafts- und Bergbauhilfskasse eingerichtet. Der Bergmeister Heintzmann hatte bislang lediglich einen Entwurf der neuen Bergordnung verfaßt, diesen aber wegen der Kriegswirren erst 1763 an die Klevische Regierung übersandt.(31) Ebenso lag von ihm und dem Bergschreiber Vogt nur eine vorläufige Konzeption für die Knappschaft bei der Klevischen und Berliner Behörde vor. Das Projekt der Bergbauhilfskasse scheint das märkische Bergamt überhaupt nicht angegangen zu sein, um einem Konflikt mit den Gewerken aus dem Weg zu gehen.(32)

Krusemarck kam aber trotz der bestehenden Mängel zu einem positiven Gesamtergebnis, wobei er seine eigenen Verdienste hinreichend zu würdigen verstand. Vom Hagen zeigte sich zufrieden, obwohl er von seinen eigenen Untersuchungen wußte, daß die Zustände beim märkischen Bergbau nicht von heute auf morgen geändert werden konnten. Er war aber in der Lage, dem preußischen König einen Bericht zu übergeben, der alle Kritikpunkte des anonymen Schreibens widerlegte.

Dieser ganze Vorgang spiegelt deutlich das spannungsreiche Verhältnis der preußischen Bürokratie zu ihrem König wider, wie ein Brief vom Hagens an Krusemarck über den anonymen Schreiber offenbarte, der "sich nicht entblödet hat mit Vorbeigehnung Unseres General Directorii als vorgehende erste Instanz, so gleich unsere Höchste Persohn zu belästigen und sich dadurch an Uns Höchst-Selbstens zu vergehen".(33) Hätte das Generaldirektorium wahrheitsgemäß dem König berichtet und hätten sich die Vorwürfe als zutreffend herausgestellt, so wäre eine Bestrafung der zuständigen Beamten die Folge gewesen. Es unternahm daher alles, um den Inhalt des Schreibens als unwahr darzustellen.(34)

Die nachfolgenden zentralstaatlichen Bemühungen, den märkischen Bergbau stärker zu fördern, beinhalteten alle wesentlichen Elemente der damaligen kameralistisch-merkantilistischen Wirtschaftspolitik.(35) Der preußische Staat versuchte mit vier Maßnahmenbündel, die Effektivität des märkischen Bergbaus zu steigern. Dazu zählten:

1. die administrative und organisatorische Verbesserung durch das in Berlin neueingerichtete Bergwerks- und Hüttendepartement als siebente Abteilung des Generaldirektoriums (1768), die neue revidierte Bergordnung von 1766(36) und die unmittelbare Unterstellung des märkischen Bergamtes (1770) unter die neue Berliner Behörde,(37)

2. die Privilegierung der Bergleute durch das Generalprivilegium, die Instruktion zur Einrichtung und Führung der Knappschaftskasse (1767) sowie das Knappschaftsreglement (1768),(38)

3. der Schutz vor ausländischer Konkurrenz durch das Einfuhrverbot fremder und die Abnahmeförderung einheimischer Steinkohlen(39) und

4. die Schiffbarmachung der Ruhr zur Förderung des Exports von Steinkohlen nach Kleve und Holland.(40)

Die Kriegs- und Domänenkammer Kleve stellte aber weiterhin den Bergamtsdirektor, der wie bislang diese bedeutsame Funktion neben seinen eigentlichen Amtsgeschäften in Kleve von dort aus wahrnahm und nur gelegentlich in die märkische Bergbauregion kam.(41) Der brandenburg-preußische Staat beabsichtigte, mit der neuen Bergordnung, dem Generalprivileg und der Instruktion über die Einführung der Knappschaftskasse eine neue Entwicklung des märkischen Bergbaus unter staatlicher Direktion einzuleiten. Die Betriebsführung und -aufsicht des Steinkohlenbergbaus sollten von den Gewerken auf die Bergbehörden übergehen und den Einfluß der Eigentümer auf die Organisation und Technik der Produktion ausschalten. Diese administrativen Maßnahmen bedeuteten aber noch lange nicht, daß sich die Zustände sofort änderten, obwohl in der Folgezeit das Bergwerks- und Hüttendepartement mit zahlreichen Verordnungen und Anweisungen die Beachtung der neuen Vorschriften insbesondere über die Aufgaben des Bergamtes,(42) das Grubenrechnungswesen und die Anstellung von geeigneten Bergleuten durchzusetzen versuchte.(43) Dieser Sachverhalt weist auf zwei wesentliche Merkmale der Berliner Bergbauverwaltung hin; zum einen auf ihre nahezu vollständige Reglementierungssucht und zum anderen auf die geringen Möglichkeiten ihre Anweisungen vor Ort durchzusetzen, obwohl die Mißstände beim märkischen Bergbau in Berlin durchaus bekannt waren.(44) Das Königreich Preußen hatte es bislang versäumt, eigene bergmännische Ausbildungsstätten einzurichten oder im Rahmen der kameralwirtschaftlichen Ausbildung spezielle Kurse für Bergbaukunde anzubieten.(45) Das gravierendste Problem blieb die Besetzung der Bergamts-, Obersteiger- und Schichtmeisterstellen mit qualifizierten und fachkundigen Bergleuten, die, sofern sie überhaupt angeworben werden konnten, von auswärtigen Bergrevieren kamen. Die in der revidierten Bergordnung vorgesehene generelle bergamtliche Leitung des Grubenbetriebs fand nicht statt. Selbst die bergbehördliche Aufsicht blieb unzureichend.(46) Die beiden Obersteiger Hollman und Köhler waren des Bergbaus unkundig und trauten sich auch nicht, "in die tiefsten Schächte unter die Erde zu fahren".(47) Die wirtschaftliche und technische Betriebsführung der Steinkohlenzechen lag weiterhin in den Händen der Gewerken, die sich mehr auf ihren eigenen Sachverstand oder auf den der von ihnen eingestellten Schichtmeister verließen, als auf die bergmännischen Fähigkeiten des Bergamtes.(48)

Diese Mißstände beim märkischen Bergamt und die ungenügende Beaufsichtigung durch die Kriegs- und Domänenkammer in Kleve mit ihrer latenten Neigung zum Regionalismus(49) verurteilten alle Versuche Berlins zum Scheitern, den märkischen Bergbau mehr als bisher in die staatliche Wirtschaftspolitik einzubinden, auch als der preußische König Friedrich II. Ludwig Philipp vom Hagen 1768 an die Spitze des neugeschaffenen Bergwerks- und Hüttendepartements berief. Vom Hagen blieb nichts anderes übrig, als noch im selben Jahr mit einer ultimativen Aufforderung die märkischen Bergbeamten zur Räson zu bringen. Das entsprechende königliche Reskript ließ mit aller Deutlichkeit seine Entschlossenheit erkennen, das märkische Bergamt in den Dienst der zentralstaatlichen Interessen zu stellen: "[...] zumahlen S. Königl. Majestät schon mehrmahlen Dero gerechtes Mißfallen über den Betrieb, und über die Vernachlässigung der Pflichten einige derselben und zuletzt noch dieses zu erkennen gegeben, daß wenn es sich mit denselben bis zum 1ten Septbr: a[nni] c[urrentis] nicht bessern würde, daß gantze Berg-Amt aufgehoben und ein neues durch herbey zu ziehende geschickte Leute aus dem Harz an geordnet werden solle".(50) Nur der Oberbergvogt Maehler sollte wegen seinen bisher gezeigten guten Leistungen weiterhin im Amt verbleiben. Die nachfolgenden Untersuchungen des Geheimen Finanzrats Justius Vollrath Gottlieb Müller 1768 zeigten die immer noch bestehenden Mängel beim märkischen Bergamt offen auf, das weiterhin seinen Aufgaben nur unzureichend nachkam.(51) Die hochheilige Versicherung aller märkischen Bergbeamten, zukünftig ihren Pflichten sorgfältiger zu erfüllen, konnte die drohende Auflösung abwenden.(52) Die märkische Bergbeamtenschaft glich aber weiterhin einer verschworenen Gemeinschaft und deckte Unregelmäßigkeiten ihrer Mitglieder gegenüber der Berliner Zentralverwaltung.(53) Das Bergwerks- und Hüttendepartement rügte immer wieder deren "Saumseligkeit",(54) "bewiesener Ungehorsam" und "unverantwortliche Nachlässigkeit im Dienste".(55)

Vom Hagen versuchte mit einer ständigen Kontrolle des Bergamtes, die Zustände beim märkischen Bergbau zu verbessern. Bereits in den Jahren 1770 und 1771 untersuchten der Finanzrat Victor Tobias Ernst(56) sowie der Oberbergrat von Veltheim(57) erneut das Bergamt. Jedoch setzten nach seinem Tode 1771(58) die Nachfolger - Freiherr von der Schulenburg und Waitz Freiherr von Eschen - diese regelmäßige Beaufsichtigung nicht fort,(59) wie überhaupt in der preußischen Bergverwaltung eine Stagnation bei den angestrebten Reformen eintrat.(60) Erst im Jahre 1776 kam ein weiterer höherer Bergbeamte aus Berlin, der Oberbergrat Wehling, in die märkische Region, um die Verhältnisse des dortigen Bergbaus zu erkunden und um das Bergamt zu kontrollieren.(61) Seine Nachforschungen deckten weiterhin schwerwiegende Versäumnisse und Nachlässigkeiten beim märkischen Bergamt auf, die besonders das Grubenrechnungswesen betrafen. Es lag immer noch in den Händen der Gewerken und Schichtmeister, die entgegen den Bestimmungen der revidierten Bergordnung weiterhin von den Gewerken eingestellt und besoldet wurden.(62) Das Bergamt nahm lediglich die Vereidigung vor, um den bergrechtlichen Vorschriften formal Genüge zu leisten.(63)

Die Berufung des aus dem sächsischen und Harzer Bergbau kommenden Friedrich Anton von Heynitz(64) an die Spitze der preußischen Bergverwaltung 1777 führte neben der bergrechtlichen und administrativen auch zur personellen Erneuerung des märkischen Steinkohlenbergbaus.(65) Heynitz verkörperte eine neue Generation von wissenschaftlich vorgebildeten Montanisten, die mit einer Straffung und Systematisierung der Bergverwaltung die zentralstaatlichen Vorstellungen vehement vertraten.(66) Er entzog das märkische Bergamt nun endgültig der provinziellen Kammerverwaltung, der Kriegs- und Domänenkammer Kleve Deputation Hamm, und ordnete es unmittelbar dem Berliner Bergwerks- und Hüttendepartement unter. Die Berliner Zentralbehörde ernannte von nun an den Bergamtsdirektor und dieser war ausschließlich gegenüber Berlin verantwortlich. Die Kriegs- und Domänenkammer in Kleve erhielt nur noch Sitz und Stimme im märkischen Bergamt.(67)

Heynitz und dem von ihm mit der Verwaltung des westfälischen Bergbaureviers betrauten Freiherr vom und zum Stein(68) sowie dessen schlesischer Bergamtskollege Freiherr von Reden gelang es gegen den erheblichen Widerstand der Gewerken, das an dem Harzer und sächsischen Vorbild orientierte Direktionsprinzip in den 1780er und 1790er Jahren ansatzweise durchzusetzen, wobei sich alle drei auf die Vorschläge des Freiherrn Ludwig Philipp vom Hagen von 1755 stützten und diese nun endgültig in die Praxis umsetzten.(69) Sie entzogen nun den Gewerken das Grubenrechnungswesen und die Betriebsleitung über deren Zechen und stellten beide Funktionen ganz unter die Aufsicht der Bergbehörden. Ihr Erfolg beruhte im wesentlichen auf zwei Aspekten. Zum einen beließen es Heynitz, vom Stein und Reden nicht nur bei der administrativen Umsetzung, sondern übten mit ihrer Anwesenheit in der märkischen Bergbauregion eine ständige Kontrolle vor Ort aus. Zum anderen waren sie im Gegensatz zu ihren Vorgängern nicht nur geschulte Verwaltungs-, sondern auch an Bergakademien ausgebildete höhere Bergbeamte, die auf Grund ihrer Bergwerkskenntnisse auch unmittelbaren Einfluß auf den Grubenbetrieb nahmen. Die Gewerken und die märkischen Bergbeamten konnten nun nicht mehr wie bislang hoffen, daß nach Abreise der Berliner Ministerialbeamten weiterhin alles beim alten blieb.(70)

Auf Anregung vom Steins erhielt die Behördenstruktur einen stärkeren hierarchischen Aufbau mit der 1792 erfolgten Einrichtung des Westfälischen Oberbergamtes in Wetter, die zur besseren Kontrolle des Bergwesens in der Grafschaft Mark, in Minden und Ibbenbüren von Berlin aus über das Oberbergamt und die einzelnen Bergämter führen sollte (Instanzenzug).(71) Darüber hinaus ordnete das Bergwerks- und Hüttendepartement dem Oberbergamt noch weitere zentrale Funktionen wie die Aufsicht über die Zölle, die Ruhrschiffahrt, das Fabrikwesen und die medizinische Kontrolle über die Knappschaftsärzte mit der erstmaligen Berufung zweier Bergärzte zu.(72)

Die häufigen Klagen der Gewerken und der Bergleute über die von der Knappschaft eingestellten Bergchirurgen ließen es notwendig erscheinen, durch akademisch ausgebildete Ärzte eine stärkere fachliche Beaufsichtigung ausüben zu lassen. Der Bochumer Arzt Dr. Carl Arnold Kortum bekam den nördlich und sein Schwelmer Kollege Dr. Probsting den südlich der Ruhr gelegenen Distrikt des Oberbergamtes übertragen. Das Westfälische Oberbergamt legte - wie bei den Bergamts- und Oberbergamtsmitgliedern - in einer speziellen "Instruction für die als Bergärzte anzuordnenden Herrn Doctores Kortum und Probsting" deren Aufgaben und Pflichten fest.(73) Die Knappschaftsärzte mußten regelmäßige Berichte über ihre Patienten, deren Krankheitsbild und ihre Behandlungsmethoden an die beiden Bergärzte einsenden. Das Oberbergamt zog Kortum und Probsting zu gutachtlichen Stellungnahmen heran, wenn Bergleute über die Knappschaftsärzte klagten. Die beiden Bergärzte stützten sich dann allerdings in der Regel nur auf die eingesandten Berichte, wie Kortum in einem Schrieben an das Oberbergamt ausführte, "denn ich muß mich bloß an die mir zugeschickten Rapports halten".(74) Sie nahmen jedoch in besonders schwerwiegenden Fällen eine persönliche Untersuchung des erkrankten Bergmanns vor.(75) Die geringe Zahl der von ihnen behandelten Bergleute von nur 3% aller Patienten läßt aber erkennen, daß die Funktion dieser Bergärzte mehr in der fachlichen Aufsicht der Knappschaftsärzte und Beratung des Oberbergamtes, als in der medizinischen Versorgung der erkrankten Bergleute lag.(76)

Die märkischen Gewerken nahmen die staatlichen Eingriffe in ihre bislang relative Autonomie nicht ohne Widerspruch hin, wie vom Stein in einem Brief an seinen schlesischen Amtskollegen von Reden beklagte: "Der Himmel stärke den Minister gegen alles Stürmen der Gewerken mit Suppliquen voll Advokaten Weisheit und mich (Stein) gegen alles Fluchen des Packs von Gewerken, die ihre Mitgewerken, und von Schichtmeistern, die ihre Gewerken bestehlen."(77) Aber auch die märkische Bergbeamtenschaft leistete hinhaltenden Widerstand gegen die direktionalen Vorstellungen der Berliner Zentralverwaltung, da sie wegen ihres umfangreichen Zechenbesitzes selbst davon betroffen war.(78) Ein Bericht des Bergwerks- und Hüttendepartements aus dem Jahre 1785 sah in "der heimlichen Widersetzlichkeit einiger Officianten" ein wesentliches Hindernis zur raschen Umsetzung der Berliner Anweisungen.(79) Die Unparteilichkeit und Unabhängigkeit der behördlichen Bergbauleitung von den bergbaulichen Gewinninteressen war aber die entscheidende Voraussetzung, um das Funktionieren und die Glaubwürdigkeit des Direktionsprinzips zu garantieren. Der Transformationsprozeß vom privatwirtschaftlich betriebenen märkischen Bergbau im 18. Jahrhundert zum staatlichen Direktionsprinzip in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog sich nicht sprunghaft, sondern in vielen kleinen und mühsamen Schritten. Ein signifikantes Beispiel für diesen allmählichen Übergang ist die Einführung der Knappschaft in der märkischen Region.

Die Einführung der Knappschaft in der märkischen Region.

Gerade die Einrichtung der Knappschaftskasse zeigt,(80) wie schwer es für die Berliner Zentralverwaltung war, sich gegen die Widerstände der Gewerken und der Bergbeamten in der märkischen Region durchzusetzen. Die Gewerken verwiesen immer wieder auf eine Verschlechterung ihrer Konkurrenzfähigkeit wegen der hohen Abgaben gegenüber den nicht zu Preußen gehörenden Mülheimer und Essener Bergbautreibenden.(81) Die erste Aufforderung zur Gründung einer Knappschaftskasse nach dem Vorbild der Erzreviere datierte vom November 1744.(82) Die Kriegs- und Domänenkammer Kleve forderte das Bergamt auf, eine "Spezification" über die märkischen Bergleute aufzustellen, die die märkische Bergbehörde im Mai 1745 nach Kleve übersandte.(83) Die entsprechenden Akten im Staatsarchiv Münster geben aber keine Auskunft darüber, ob die Kriegs- und Domänenkammer und das Bergamt überhaupt an die weitere Umsetzung dieses Erlasses herangegangen waren. Da vom Hagen nach seiner Untersuchung des märkischen Bergreviers 1755 auf Befehl des preußischen Königs die Anordnung zur Gründung einer Knappschaft erneuerte, scheinen das märkische Bergamt und die Kriegs- und Domänenkammer Kleve den ersten Befehl einfach verschleppt zu haben.(84)

Die Kriegs- und Domänenkammer in Kleve erhob zunächst erhebliche Bedenken gegen die Einrichtung einer Knappschaftskasse und schloß sich bei ihrer Beurteilung den Einwendungen der märkischen Gewerken an, daß die Konkurrenzfähigkeit der märkischen Steinkohle gegenüber der Mülheimer und Essener gefährdet sei.(85) Das Bergamt hielt eine Knappschaft zur Anwerbung ausländischer Bergleute für nicht erforderlich, da es schon zu viele in der märkischen Bergbauregion gäbe und diese kaum Arbeit finden könnten.(86) Der Siebenjährige Krieg führte zu einer weiteren Verzögerung, und die Berliner Zentralverwaltung konnte erst nach dessen Ende die Arbeiten wieder aufnehmen.(87) Das märkische Bergamt verfolgte aber die ganze Angelegenheit nicht mit der nötigen Eile und Sorgfalt. Berlin rügte mehrfach diese nachlässige Ausführung seiner Befehle.(88) So dauerte es noch bis zum Jahre 1767, ehe die "Instruction zur Einrichtung und Führung der Knapschafts-Kasse für die Berg-Leute im Hertzogthum Cleve, Fürstenthum Mörs und Grafschaft Marck" und das "General-Privilegium für die Bergleute in dem Hertzogthum Kleve, Fürstenthum Meurs und Grafschaft Marck" erlassen wurden und in Kraft traten.(89)

Gleichwohl blieb die Knappschaftskasse sowohl bei den Gewerken als auch bei den märkischen Bergleuten zumindestens in der Gründungsphase und in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens eine ungeliebte bergstaatliche Einrichtung,(90) deren Akzeptanz in der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte bislang erheblich überschätzt wird.(91) Die Knappschaft war in den Erzreviere eine seit dem ausgehenden Mittelalter herangewachsene soziale Einrichtung, die sich zunächst aus einer freien Selbsthilfeorganisation der Bergleute entwickelt hatte und in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts unter die bergamtliche Verwaltung gestellt wurde.(92) Dagegen besaß diese Institution in der märkischen Region keinerlei Tradition, und die Bergleuten und Gewerken sahen in ihr eine zwangsverordnete obrigkeitsstaatliche Behörde, zu deren Unterhalt weitere finanzielle Opfer aufgebracht werden mußten.(93) Ein Bericht des märkischen Bergamtes an das Bergwerks- und Hüttendepartement in Berlin führte folgende Gründe an: "Bey dieser Introduction fanden sich unendlich viele Schwierigkeiten, der meiste Theil der Bergleute wolte die an sich so heilsahme und allermildeste Vorsorge und deshalb allerhuldreichst ertheilte Privilegia gar nicht erkennen, und sich nicht einmal zur Knappschaft einschreiben, vielweniger die bestimmte Abgabe zu dieser Casse, welche sie als ein onus ansehen, entrichten; die Gewerken sahen ihrerseits ihren dazu gewidmeten Beytrag, als eine verhaßte Neurung und sehr beschwerliche Auflage an, und weigerten sich schlechterdings die Knappschafts-Abgaben zu bezahlen, und das Berg Amt mußte befürchten, daß wenn es hiebey die gehörige Force gebrauchen wollen, daß von denen Bergleuten unterstützet durch die Gewerken ein Tumult, welcher schon hin und wieder zu gähren anfangen wolte, wäre erreget worden, woraus so wol für das hohe Königliche Interesse als dem Lande ein unersetzlicher Verlußt entstehen können".(94) Dieser Bericht war von äußerster Brisanz. Die Bergbeamten, die in den 1770er Jahren durch einen systematischen Kuxenerwerb selbst in die Gruppe der einflußreichsten Gewerken in der märkischen Region aufgestiegen waren,(95) als mit der Schiffbarmachung der Ruhr der Kohlenhandel nach Holland gute Gewinnaussichten eröffnete,(96) drohten ganz unverhohlen, die Bergleute gegen die Berliner Zentralverwaltung aufzuwiegeln. Sie stellten ihren eigenen privatwirtschaftlichen Interessen vor denen des Staates, dem sie als Staatsdiener verpflichtet waren, und scheuten sich auch nicht, gegen die königlichen Befehle und somit gegen den Staat zu opponieren.

Ein Großteil der Gewerken, aber auch der Bergleute verweigerten die geforderten Gelder für die Knappschaftskasse. Das Bergamt verzichtete auf eine Zwangseintreibung der notwendigen Abgaben, wobei der Vizebergmeister Julius Philipp Heintzmann als Rechnungsführer der Knappschaft eine recht zweifelhafte Rolle spielte, um das Projekt zum Scheitern zu bringen. Heintzmann - selbst einer der Hauptgewerken im märkischen Raum(97) - versuchte anscheinend mit einer mehr als schleppenden Umsetzung der Berliner Anweisungen, der Knappschaftskasse die erforderlichen finanziellen Grundlagen zu entziehen. Er beglich die anfallenden Ausgaben einfach durch ungedeckte Wechsel.(98) Der Erfolg der Knappschaft hing aber gerade von einer ausgeglichenen Haushaltsführung ab. Das Bergwerks- und Hüttendepartement entband ihn daraufhin 1770 von seiner Funktion als Rechnungsführer der Knappschaftskasse.(99)

Nur die wenigsten Bergleute waren bereit, sich freiwillig in die Knappschaft einschreiben zu lassen. Die Knappschaftskasse blieb in den 1770er Jahren in einem sehr desolaten finanziellen Zustand. Die hohen Aufwendungen für die medizinischen Leistungen und die Altersversorgung der zumeist älteren eingeschriebenen Bergleute überstiegen schnell den Kassenbestand.(100) Darüber hinaus stellten die neuberufenen Bergchirurgen (101) überhöhte und unkorrekte Rechnungen für die ärztliche Versorgung und die Arzneimittel aus, wobei nicht immer eindeutig geklärt werden konnte, ob diese Leistungen auch tatsächlich erbracht worden waren. Die Gewerken und Bergleute drängten deshalb auf die Abschaffung der knappschaftlichen Bergchirurgen und auf die freie Wahl der Ärzte zur medizinischen Versorgung der Bergleute. Dies lehnte aber das Bergwerks- und Hüttendepartement entschieden ab.(102) Das Defizit der Knappschaftskasse stieg stetig weiter an und betrug im Jahre 1784 bereits 1.220 Reichstaler.(103)

Die vielen älteren Bergleute, die wegen der versprochenen sozialen Sicherung in die Knappschaft eingetreten waren, die Bergmannswitwen und Invaliden belasteten nun immer stärker die Knappschaftskasse. Das Bergwerks- und Hüttendepartement in Berlin unter der Leitung von Heynitz schöpfte dann in den 1780er Jahren alle fiskalischen Möglichkeiten aus, die Einkünfte der Knappschaft zu steigern, um die vermehrten Ausgaben bestreiten und die aufgekommenen Schulden tilgen zu können. Das märkische Bergamt formulierte den Weg zum Erreichen dieses Ziels wie folgt, der auch heute noch aus der Feder eines Sozialpolitikers hätten stammen können: "Unsere Knappschafts Verfassung bedarf also einer Reform, und Gegenstand dieser Reform ist so wohl Verminderung gewißer Branchen der Ausgaben als auch Vermehrung der Einnahmen".(104) Die Bergbehörden mußten aber bei der Umsetzung dieser Reform die Interessen und den Einfluß der betroffenen Gruppen mit berücksichtigen. Es verwundert auch nicht, daß das märkische Bergamt im Zusammenspiel mit den Gewerken alle neuen Belastungen den Bergleuten aufbürden wollte. Die Bergleute konnten auch keine Hilfe von den Knappschaftsältesten erwarten. Diese waren nicht von ihnen gewählt worden, sondern die Bergbehörden bestimmten dazu subalterne Bergbeamte.(105) Das Bergwerks- und Hüttendepartement in Berlin strebte hingegen eine ausgeglichenere Verteilung der neuen Belastungen an. Es mußte sich aber schließlich den Vorstellungen des märkischen Bergamts beugen. Die Widerstände der Gewerken gegen die zentralstaatlichen Vorstellungen ließen es opportun erscheinen, einen weiteren Konflikt mit ihnen zu vermeiden.(106)

Das Bergwerks- und Hüttendepartement verzichtete auf eine weitere finanzielle Belastung der Gewerken. Die Einführung des bergamtlichen Grubenrechnungswesens und die damit verbundene Vermehrung des bergbeamtlichen Personals zu Lasten der Zechenbesitzer hatte bereits zu erheblichen Protesten geführt.(107) Das Bergwerks- und Hüttendepartement vermied daher bewußt eine Auseinandersetzung mit den Gewerken, weil es damit rechnen mußte, daß diese bei einer weiteren Belastung zum offenen Widerstand gegen seine Pläne übergehen würden. Ein interner Bericht der Berliner Zentralverwaltung sprach bereits von "dem schon halb republikanischen Geiste der dortigen Gewerken".(108) Dieser Vorwurf, republikanischen Tendenzen zu geneigt zu sein, war in den 1780er Jahren eine allzu deutliche Umschreibung für die Auflehnung gegen die bestehende Gesellschaftsordnung, also gegen den preußischen Staat schlechthin.(109)

Die Berliner Bergverwaltung sah sich gezwungen, wenn nicht die ganze Institution der Knappschaft "wieder über einen Haufen" und ihre Glaubwürdigkeit verloren gehen sollten, die zugesagten Aufwendungen für die Gnadenlöhne, Bergmannswitwen und deren Kinder sowie für die Invaliden zu gewähren. Auch befürchtete die Bergbehörde, daß bei einer Reduzierung oder gar Streichung dieser ohnehin schon geringen Leistungen "eine neue Revolte entstehen würde".(110) Sie beschritt einen beschwichtigenden Weg und erhöhte diese Zuwendungen. Es sollte diesem Kreis das Gefühl vermittelt werden, daß der Staat gegenüber Bedürftigen eine besondere Fürsorgepflicht empfand. Darüber hinaus hofften die Bergbehörden, daß die älteren Bergleute mäßigend auf ihre noch jüngeren, arbeitenden Kollegen einwirken würden.(111)

Das Bergwerks- und Hüttendepartement bürdete daher auf Vorschlag des Bergamtes die meisten neuen Lasten den Bergleuten und den "Lederbediensteten" (Grubenbeamten) auf, wozu u.a. die Erlaubnis der Heirat nur gegen den Erwerb eines bergamtlichen "Trauscheins" (Heiratserlaubnis) zählte.(112) Das märkische Bergamt ging in dieser Richtung noch weiter, und forderte - ganz im Sinne der Gewerken und damit auch im Interesse der Bergbeamten - den Ausschluß der eingeschriebenen Haspelknechte von der kostenintensiven medizinischen Versorgung, wie es in mehreren Berichten an das Bergwerks- und Hüttendepartement zu lesen ist, "daß die Haspelknechte keine Artzeney und Genesungs Kosten weiter genießen solten, weil solche auch vorhero von den Gewerken nicht unterstützt worden".(113)

Jedoch mußte die Berliner Bergverwaltung sehr schnell erkennen, daß eine hinreichende Finanzierung der Knappschaftskasse ohne die im schlesischen Revier üblichen 12 "Freischichten" langfristig kaum möglich war, d.h., daß die Bergleute den Lohn von 12 Schichten an die Knappschaftskasse abführen mußten. Sie sah sich aber bei dem schon vorherrschenden Unmut vor die Schwierigkeit gestellt, den Bergleuten diese zusätzlichen Aufwendungen ohne größere Proteste aufzubürden. Das Bergwerks- und Hüttendepartement wählte einen moderaten Weg und führte 1782 nur vier Freischichten zur Finanzierung der Knappschaft ein.(114) Das märkische Bergamt verzichtete aus taktischen Gründen zunächst auf die Streichung der medizinischen Versorgung der Haspelknechte.(115)

Die Hoffnung der Bergbehörden, die Bergleute durch eine dosierte und sukzessive Steigerung der Belastungen bei gleichzeitiger Herabsetzung der Knappschaftsleistungen unter Kontrolle halten zu können, erwies sich aber als trügerisch. Als sie zwei Jahre später 1784 die jährlichen vier zu leistenden Freischichten auf zwölf erhöhten, im Krankheitsfall zwischen berufsbedingter, allgemeiner und selbstverschuldeter Krankheit differenzierten sowie die Höhe der Lohnfortzahlung von diesen Kriterien abhängig machten und zugleich auch erheblich reduzierten, kam es zum offenen Konflikt. Die Bergleute sahen sich nicht mehr nur individuell in ihrer ökonomischen und sozialen Lage bedroht, sondern sie empfanden die Ausweitung der Freischichten und die Reduzierung der Knappschaftsleistungen geschlossenen als eine unerträgliche Verschlechterung ihrer Situation. Dieses Vorgehen des Bergamtes stieß auf ihren erbitterten Widerstand, der zu einer der ersten größeren und umfassenden kollektiven sozialen Protestaktion führte, die bislang für die vorindustrielle Zeit für das märkische Revier quellenmäßig zu verzeichnen ist.(116)

Diese Form des "sozialen Protestes"(117) läßt sich bei Bergleuten schon bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen, wie Rudolf Palme in seinen Untersuchungen über die Salzbergleute und Salinenarbeiter in Hall/Tirol nachweisen konnte(118) In den traditionellen Erzrevieren traten Protestaktionen seit dem 17. Jahrhundert auf, wenn die Bergbehörden die Lage der Bergarbeiter mit neuen Arbeits- und Abgabenormen verschlechterten.(119) Die Vorgehensweise der märkischen Bergleute glich in auffallender Weise jenen früheren Protesthandlungen.(120) Die aus den Erzrevieren angeworbenen Bergleute stellten sich an die Spitze der Konfliktbewegung und übernahmen die organisatorische Planung. Die einheimischen märkischen Bergleute besaßen keinerlei Erfahrung und Tradition in der Ausführung solcher sozialen Protestaktionen. Darüber hinaus traf die Ausweitung der Freischichten die angeworbenen ausländischen Bergleute am härtesten. Sie konnten entgegen den zumeist landbesitzenden märkischen Bergleute keinem landwirtschaftlichen Nebenerwerb nachgehen und waren ausschließlich auf den Verdienst aus der Bergarbeit angewiesen. Die Einkommenssituation dieser auswärtigen Bergleute war ohnehin schon angespannt, da die einzelnen Zechen im Durchschnitt nur neun Monate im Jahr in Betrieb standen, und die Gewerken die Arbeitskräfte während den Stillstandszeiten ablegten.(121)

Die Protestaktion begann zunächst in den Revieren Wetter und Blankenstein und breitete sich dann schnell auf die ganze märkische Bergbauregion aus, als die Bergbehörden zu keinen Zugeständnissen bereit waren.(122) Die Bergleute in allen vier märkischen Revieren solidarisierten sich zum Zweck der Interessenartikulation und -durchsetzung, wählten Deputierte und richteten geschlossen Eingaben an das märkische Bergamt sowie an das Bergwerks- und Hüttendepartement in Berlin gegen die in ihren Augen unsozialen und die allgemeinen Lebens- und Einkommensbedingungen verschlechternden zwölf Freischichten. Ein Schreiben vom November 1784 führte sehr deutlich ihre Besorgnis aus: "Allein! die Noth welche den armen und geplagten Bergmann drücket, machet demselben diese Vermehrung der Frei-Schichten, wo von ihm monathlich eine Trift, wo nicht zur völlig unmöglichen - doch fast unerträglichen Last. Es ist bekannt, daß fast alle unentbehrlichen Lebensmittel gegen die vorigen Zeiten zu einem ungleich höheren Preise gestiegen sind".(123) Eine weitere Eingabe vom Januar 1785 zählte mit 229 Unterschriften immerhin ein Viertel aller in der Knappschaft eingeschriebenen Bergleute des märkischen Reviers.(124)

Die Bergleute verlangten in erster Linie die Wahrung des bisher erreichten Lebensstandards. Jedoch verknüpften sie ihre Eingaben auch mit der Forderung nach der Abschaffung einiger Mißstände im märkischen Revier. Dazu zählte die Abschaffung der Knappschaftsärzte, "die von unserm (der Bergleute) Schweis und Bluth gefüttert werden sollen"(125) und die Absetzung der angeblich gewählten Knappschaftsältesten, des Schichtmeisters Wallbaum und des Obersteigers Wagener, denen sie eine allzu einseitige bergamtliche Vorgehensweise vorwarfen. Sie artikulierten daher auch nicht ihre Forderungen über die Knappschaftsältesten, wie es das Knappschaftsreglement eigentlich vorsah, sondern wählten ihre eigenen Vertrauensleute.(126)

Diese Vorgehensweise war auch schon bei früheren sozialen Protesten in den Erzrevieren zu beobachten, wo die Bergleute den Knappschaftsältesten als vermeintliche Vertreter des Bergamtes kein Vertrauen mehr entgegenbrachten.(127) Des weiteren empfanden die märkischen Bergleute es als entehrend, daß das Bergamt sie für Verfehlungen nicht mehr mit einem Lohnabzug bestrafte, sondern - wie bei gewöhnlichen Verbrechern - Gefängnisstrafen verhängte. Sie verlangten die Wiedereinführung der Geldstrafe, die aber zu ihrer Entlastung als zusätzliche Einnahme der Knappschaftskasse verwandt werden sollte.(128)

Das märkische Bergamt versuchte zunächst durch Einschüchterung der Bergleute, sie von ihren Forderungen abzubringen, wie ein amtlicher Bericht an das Bergwerks- und Hüttendepartement vom Januar 1785 ausgeführte: "Der Versuch, die Leute durch den Weg der Überzeugung zur Ruhe zubringen war zwar vergeblich".(129) Das Bergwerks- und Hüttendepartement gab in einigen Beschwerdepunkten nach und machte einige beschwichtigende Zugeständnisse, da "durch viele auf einmal einzuführende Neuerungen, die ohnehin unruhige Knapschaft leicht in große Gährung gerathen könnte, so halten wir es ebenfalls denen Umständen und der Klugheit gemäß, von diesem Vorhaben noch zur Zeit abzusehen".(130)

Die medizinische Versorgung der eingeschriebenen Haspelknechte blieb weiterhin bestehen. Trotzdem kam das Bergwerks- und Hüttendepartement sowie das märkische Bergamt den Gewerken nach und nahm zum ganz überwiegenden Teil nur Hauer in die Knappschaft auf. Es waren nur vereinzelt Schlepper oder Haspelknechte in der Knappschaftliste vorzufinden. Das bergbehördliche Interesse lag eindeutig in der Förderung und Privilegierung eines entsprechenden Facharbeiterstammes. Die Hilfsarbeiten wie das Kohlenschleppen und Schachtfördern versahen Bergtagelöhner, die bei Absatzmangel jederzeit wieder abgelegt werden konnten.(131) Die wenigen in der Knappschaft eingeschriebenen Haspelknechte und Schlepper können als bergmännischer Nachwuchs für spätere Hauerstellen angesehen werden.(132) Des weiteren führte das märkische Bergamt wieder die Geld- an Stelle der Gefängnisstrafe ein,(133) und das Bergwerks- und Hüttendepartement verbot ausdrücklich die Wahl von Bergbeamten zu Knappschaftsältesten. Die Bergleute durften aus jedem Revier nun vier Knappschaftsmitglieder zu Knappschaftsältesten vorschlagen, von denen das Bergamt zwei auswählte und mit ihnen gemeinsam die Knappschaftsgeschäfte führte. Die beherrschende Stellung des Bergamtes als auswählende Instanz blieb gewahrt, die Gewerken konnten weiterhin ihren Einfluß indirekt über die zechenbesitzenden Bergbeamten ausüben, und die Verwaltung der Knappschaftskasse lag auch künftig in den Händen eines Bergbeamten als "bergamtlicher Haupt-Kassenrendant".(134)

Das Bergwerks- und Hüttendepartement blieb jedoch bei der Kernfrage der zwölf Freischichten unnachgiebig und forderte mit dieser kompromißlosen und harten Haltung eine Eskalation der Auseinandersetzung heraus. Die märkischen Bergleute drohten nun offen mit dem Abwandern in andere Bergreviere, wenn in diesem Punkt keine in ihren Augen befriedigende Lösung gefunden würde.(135) Zugleich beriefen sie sich auf alte traditionelle Rechte, wie ihr besonderes Treueverhältnis zum Landesherren und wünschten, um ihre Klagen vorbringen zu können, eine Delegation zum preußischen König entsenden zu dürfen. Eine solche Vorgehensweise war bis dahin ganz untypisch und einmalig für die märkischen Bergleute, da sie bislang kaum ein ausgeprägtes Standesbewußtsein an den Tag gelegt hatten und ihren Bergmannsberuf wie jede andere Verdienstquelle ansahen. Das neue Bewußtsein läßt sich nur unter dem Einfluß der zugewanderten Bergarbeiter aus den Erzrevieren erklären. Diese hatten schon in früheren Zeiten bei Konflikten mit den Bergbehörden an die Fürsorgepflicht des Landesherren in seiner Funktion als höchster Bergbeamter mit Immediateingaben als Instrument der Konfliktregelung appelliert.(136)

Die offene Drohung abzuwandern, kann eigentlich nur als eine verzweifelte Handlungsweise angesehen werden, da die märkischen Bergleute kaum mit den bergtechnischen Verhältnissen in anderen und insbesondere mit denen in den Erzrevieren vertraut waren. Darüber hinaus herrschte am Ende des 18. Jahrhunderts in den traditionellen Erzrevieren ein Überschuß an Bergleuten, und die Zuwanderung wäre von den dortigen Bergbehörden kaum zugelassen worden.(137) Jedoch konnte das Abwandern der mit staatlichen Bemühungen aus den Erzrevieren angeworbenen Bergleuten, von denen sich das Bergwerks- und Hüttendepartement neue innovative Impulse für den märkischen Steinkohlenbergbau versprach, als ein wirksames Druckmittel gegen die staatliche Wirtschaftspolitik verstanden werden.(138)

Das Bergwerks- und Hüttendepartement in Berlin sah in dieser Ankündigung einen Versuch, seine Bemühungen zur Hebung des märkischen Steinkohlenbergbaus zu unterlaufen. Es reagierte umgehend und drohte, die Deputierten als "muthwillige Aufwiegler und Tumulanten"(139) abzulegen und sie aus der Knappschaftskasse zu entfernen, wie es Heynitz in einer Anordnung an das märkische Bergamt vom Oktober 1785 formulierte, "wiedrigenfalls sie als ungehorsame Aufwiegler und unruhstifter anderen zum warnenden Beyspiel exemplarische bestraft, und von der Arbeit abgeleget, auch aus dem Knapschafts Register gelöscht werden würden".(140) Die märkischen Bergleute schreckten aber vor dieser Einschüchterung nicht zurück und forderten weitere Zugeständnisse vom Bergamt. Dazu zählte die ständige Einsicht in die Abrechnungen der Knappschaftskasse, um eine Übersicht über die Verwendung der von ihnen eingezahlten Gelder zu erhalten. Sie mißtrauten ganz offensichtlich den zuständigen Bergbeamten und verlangten ihrerseits eine stärkere Kontrolle über die Ausgaben der Knappschaftskasse.(141) Das Bergwerks- und Hüttendepartement ging nun mit aller Härte gegen die Deputierten vor und statuierte - wie angekündigt - ein Exempel.(142) Das Bergamt legte die beiden Sprecher der Bergleute - Vette und Borggraefe - von der Arbeit ab und strich sie aus der Knappschaftsliste, da "sie die übrigen Bergleute theils durch Verheißungen theils durch Drohung bey Bier und Branntweins Gelage, anführen und sie in ihr Complott mit herein zu ziehen suchen".(143) Diese bergamtliche Begründung, die Protestaktion nur als Vorwand für ausschweifende Trinkgelage zu nehmen, findet sich sehr häufig in den einschlägigen Berichten über frühere soziale Konflikte in anderen Bergrevieren wieder. Ob sie nun tatsächlich stattgefunden haben, darüber schweigen zumeist die Quellen. Es hat allerdings den Anschein, daß dieses stereotype Argument nur als Ausrede für die kompromißlose Haltung des Bergamtes herhalten mußte.(144)

Die Bergleute solidarisierten sich mit ihren gewählten Deputierten und richteten weitere Eingaben an das märkische Bergamt und an das Berliner Bergwerks- und Hüttendepartement, um deren Wiederaufnahme in die Knappschaftsliste zu erreichen.(145) Auch wählten sie neue, eingeschriebene Bergleute zu ihren Sprechern, um den Vorwurf des Bergamtes entgegenzutreten, sie ließen sich von nicht in der Knappschaft eingeschriebenen Bergleuten vertreten.(146) Die Bergbehörden blieben unnachgiebig und gingen mit noch größerer Schärfe auch gegen diese gewählten Deputierten vor. Die neuen Sprecher seien "so fort mit 6 wöchentlicher Thurm Strafe bey Waßer und Brodt zu bestrafen",(147) wobei das Bergamt ganz bewußt und zielgerichtet die bei den Bergleuten so verhaßte und als entehrend empfundene Gefängnisstrafe als staatliches Repressivmittel einsetzte. Die alten Sprecher Vetter und Borggraefe blieben weiterhin von der Arbeit und der Knappschaft ausgeschlossen, und selbst als sie zwei Jahre später 1788 mit einer Eingabe an den Etatminister Heynitz um die Wiederaufnahme in die Knappschaft nachsuchten, blieb das Bergwerks- und Hüttendepartement unnachgiebig.(148)

Die Protestaktion gegen die zwölf Freischichten brach nach diesem massiven staatlichen Druck im Jahre 1786 zusammen. Der Unmut über die Freischichten blieb aber latent bestehen, und gegen Ende des Jahres reichten die Bergleute nochmals eine Petition ein.(149) Das Bergamt reagierte umgehend und kompromißlos. Es ließ sich diesmal auf keine Diskussion und Auseinandersetzung ein. Die Sprecher wurden sofort als ein weiteres warnendes Exempel von der Arbeit und aus der Knappschaftsliste gewiesen. Heynitz und vom Stein sahen in diesem selbstbewußten Auftreten der märkischen Bergleute eine generelle Gefahr für die Verwirklichung ihrer Reformen, wie es vom Stein in seinen Vorschlägen zur Einrichtung des Westfälischen Oberbergamtes deutlich zum Ausdruck brachte, daß "die Ausführung solcher Einrichtungen, wobey es auf den Willen der Arbeiter ankömt, würde weniger Schwierigkeiten unterworfen seyn, als bisher, wo das Bergamt auf den Eigensinn einer sehr kleinen Knappschaft eingeschränkt ist, die sich leicht zum Widerstand vereinigen kann".(150) Die repressive Vorgehensweise sollte zum weiteren Maßstab der Bergbehörden bei Konfliktlösungen werden. Das Bergamt ahndete scheinbar unberechtigte Kritik und gemeinsame solidarische Aktionen - wie dies im Jahre 1800 bei erneuten Eingaben gegen die Erhöhung der Freischichtengelder geschah - unverzüglich und ohne Entgegenkommen. Auch in diesem Fall ging es den Bergleuten bei der damaligen allgemeinen Preissteigerung um den Erhalt ihres erreichten Lebensstandards, wie sie es in mehreren Petitionen an das Oberbergamt formulierten, daß "es der Zweck dieser Cassen Einrichtung nicht seyn kann, dem Bergmann sein mühsam und sauer verdientes Lohn zu Verkürtzen und ihn dadurch mit seiner Familie ins Elend zu stürtzen".(151)

Das Ende des Direktionsprinzips

Die preußische Niederlage gegen das Napoleonische Frankreich im Jahre 1807 und die nachfolgende französische Verwaltung der märkischen Region unterbrachen die Zuständigkeit der Berliner Bergverwaltung. Der direktionale Bergbau setzte sich im märkischen Raum erst nach dem Wiener Kongreß (1815/16) mit der erneuten Verantwortlichkeit der preußischen Bergverwaltung vollständig durch.(152) Diese bergstaatlichen Bemühungen führten aber zu einer anachronistischen Entwicklung in der preußischen Wirtschaftspolitik, da einerseits die Einführung und die staatliche Förderung der Gewerbefreiheit sowie die Appelle an die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen(153) und anderseits der staatlich gelenkte direktionale Bergbau mit seiner bewußten Ausschaltung der unternehmerischen Freiheiten der Gewerken parallel nebeneinander verliefen.(154)

Gleichwohl spiegelte die häufig wechselnde Ressortzugehörigkeit der staatlichen Bergbauverwaltung die Unsicherheit in der wirtschaftspolitischen Behandlung des "Bergstaates" wider. Die zahlreichen berggesetzlichen Reformversuche des preußischen Staates mit seinen insgesamt sieben Entwürfen in den Jahren 1826 bis 1850 lassen diese Interpretation als zutreffend erscheinen.(155) Die seit den 1820er Jahren unternommenen Reformanläufe scheiterten immer wieder an der Frage, welche Aufgaben die Bergbehörden wahrnehmen sollten. Der preußische Staat gab den direktionalen Bergbau erst sukzessiv nach der gescheiterten Revolution von 1848 - auch als ein politisches Zugeständnis an das Wirtschaftsbürgertum(156) - in insgesamt vierzehn bergrechtlichen Novellen auf, zu deren wichtigsten Verordnungen das Miteigentümergesetz von 1851, das Knappschaftsgesetz von 1854, das Freizügigkeitsgesetz von 1860 und das Gesetz über die Kompetenz der Oberbergämter von 1861 zählten.(157) Das an privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten orientierte "Allgemeine Berggesetz für die Preußischen Staaten" (ABG) von 1865 beendete dann endgültig das Direktions- und leitete das Inspektionsprinzip in Preußen ein. Der Bergbau erhielt im wesentlichen diejenigen Freiheiten, die den anderen Industriezweigen bereits mit den Stein-Hardenbergischen Reformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zugestanden worden waren.(158)

Anmerkungen:
  1. Velsen, Wilhelm v.: Beiträge zur Geschichte unseres Bergbaues. In: Glückauf 1865, Nr. 2, 12, 13, 14, 17, 36, 37, 38, 47, 50. 1866, Nr. 2, 4, 5, 6, 9, 10, 31, 32, 37, 38, 39, 41, 42. 1867 Nr. 7, 8, 12, 15, 49 - 52; Velsen, Wilhelm v.: Beiträge zur Geschichte des Niederrheinisch-Westfälischen Bergbaues (hrsg. v. Walter Serlo). Essen 1940; Achenbach, Heinrich: Geschichte der Cleve-Märkischen Berggesetzgebung und Bergverwaltung bis zum Jahre 1815. In: Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Preußischen Staate. Bd. 17 (1869), S. 178 - 228; Achenbach, Heinrich: Geschichte der Cleve-Märkischen Berggesetzgebung und Bergverwaltung bis zum Jahre 1815. In: Zeitschrift für Bergrecht. 28. Jg. (1887), S. 154 - 253; Jankowski, Manfred Dieter: Law, Economic Policy, and Private Enterprise. The Case of the Early Ruhr Mining Region, 1766-1865. In: The Journal of European Economic History. Bd. 2 (1973), S. 688 - 727; Jankowski, Manfred Dieter: Prussian Policy and the Development of the Ruhr Mining Region, 1766 - 1865. Michigan/USA 1969; Krampe, Hans Dieter: Der Staatseinfluß auf den Ruhrkohlenbergbau in der Zeit von 1800 bis 1865. Köln 1961

  2. Reininghaus, Wilfried; Conrad, Horst: Quellen zur Geschichte der Grafschaft Mark in brandenburg-preußischer Zeit. Ein Bericht über archivische Vorhaben zur Erschließung von Beständen aus der Zeit vor 1815. In: Archivpflege in Westfalen und Lippe. H. 35 (1992), S. 4 - 7

  3. Weber, Wolfhard: 250 Jahre Verwaltung und Wissenschaft im Bergbau. In: Der Anschnitt. 39. Jg. (1987), S. 153 - 162; Fischer, Wolfram: Wirtschaft und Gesellschaft im Zeitalter der Industrialisierung. Göttingen 1972, S. 139 - 147 u. S. 161 - 178

  4. Treue, Wolfgang: Der Unternehmer und die Differenzierung der deutschen Gesellschaft im 19. Jahrhundert - Ein Versuch. In: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte. 22. Jg. (1977), S. 9 - 25, hier S. 13; Tenfelde, Klaus: Bergarbeiterkultur in Deutschland. Ein Überblick. In: Geschichte und Gesellschaft (GuG). 5. Jg. (1979), S. 12 - 53, hier S. 30 f.; Faulenbach, Bernd: Die preußischen Bergassessoren im Ruhrbergbau. In: Mentalitäten und Lebensverhältnisse. Festschrift für Rudolf Vierhaus. Göttingen 1982, S. 225 - 242; Zunkel, Friedrich: Die Rolle der Bergbaubürokratie beim industriellen Aufbau des Ruhrgebietes 1815 - 1848. In: Wehler, Hans-Ulrich (Hrsg.): Sozialgeschichte Heute. Festschrift für Hans Rosenberg zum 70. Geburtstag. Göttingen 1974, S. 130 - 147

  5. Staatsarchiv Münster (StA MS), Kriegs- und Domänenkammer (KDK) Kleve, Nr. 15: 3., 13., 17. u. 19. Februar 1632. StA MS, Fürstentum Siegen Landesarchiv, 28b Nr. 87: 1663/64. StA MS, Klevisch-Märkische Regierung Landessachen, Nr. 1191: 28. Oktober 1711. StA MS, Märkisches Bergamt Wetter (MBW), Nr. 9: 9. u. 15. Mai 1736; Reininghaus, Wilfried: Landesherr, Staat und Bergbau im 12. bis 18. Jahrhundert. Entwicklung in Mitteleuropa und ihr Einfluß auf Westfalen. In: Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark. 92. Jg. (1994), S. 43 - 61

  6. StA MS, MBW, Nr. 11: 2. April 1541. StA MS, MBW, Nr. 8: 2. April 1541. StA MS, MBW, Nr. 11: 3. Februar 1639. Scotti, Johann J.: Sammlung der Gesetze und Verordnungen, welche in dem Herzogtume Cleve und in der Grafschaft Mark über Gegenstände der Landeshoheit, Verfassung, Verwaltung und Rechtspflege ergangen sind, vom Jahre 1418 bis zum Eintritt der Königlichen Preußischen Regierung im Jahre 1816. 4 Bde. Düsseldorf 1826, Bd. 1, Nr. 43, 27. April 1542

  7. StA MS, Oberbergamt Dortmund, Nr. 293: 7. Juni 1738

  8. StA MS, MBW, Nr. 26: 1. April 1783

  9. StA MS, Westfälisches Oberbergamt, Nr. 35: 10. u. 12. Juni 1796

  10. StA MS, MBW, Nr. 8: 17. Juli 1737. StA MS, MBW, Nr. 12: 22. März 1738. StA MS, Oberbergamt Dortmund, Nr. 293: 9. Mai 1739

  11. StA MS, MBW, Nr. 65: 3. Oktober 1776. StA MS, Oberbergamt Dortmund, Nr. 293: 18. Juni 1750

  12. StA MS, MBW, Nr: 22: 26. Oktober 1755

  13. Wunder, Bernd: Geschichte der Bürokratie in Deutschland. Frankfurt a.M. 1986; Lundgreen, Peter: Gegensatz und Verschmelzung von "alter" und "neuer" Bürokratie im Ancien Régime. Ein Vergleich von Frankreich und Preußen. In: Wehler, Hans-Ulrich (1974), S. 104 - 118

  14. Reininghaus, Wilfried: Gewerken und Steinkohlengruben im Dortmunder Süden im späten 18. Jahrhundert. Das Engagement des Iserlohner Handelshauses Rupe. In: Der Anschnitt. 44 Jg. (1992) H. 5/6, S. 162 - 167; Reininghaus, Wilfried: Der märkische Steinkohlenbergbau und Brandenburg-Preußen; Ein Überblick über die Entwicklung bis 1770. In: Schilp, Thomas: Das Muth-, Verleih- und Bestätigungsbuch 1770 - 1773. Eine Quelle zur Frühgeschichte des Ruhrbergbaus. Bearb. v. Huske, Joachim; Reininghaus, Wilfried; Schilp, Thomas. Dortmund 1993, S. 15 - 45; Reininghaus, Wilfried: Die Stadt Iserlohn und ihre Kaufleute (1700 - 1815). Habilitationsschrift Münster 1992, S. 268 f.; Kroker, Werner: Bergbau, Verkehr und Unternehmer im Wittener Süden vor der Industrialisierung. In: Jahrbuch des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark. 92. Jg. (1994), S. 111 - 187, hier S.170 ff.

  15. Neugebauer, Wolfgang: Zur neueren Deutung der preußischen Verwaltung im 17. und 18. Jahrhundert in vergleichender Sicht. In: Büsch, Otto u. a. (Bearb. u. Hrsg.): Moderne Preußische Geschichte 1648 - 1947. Eine Anthologie. Bd. 2. Berlin, New York 1981, S. 541 - 597, hier S. 564 ff.

  16. StA MS, MBW, Nr. 26: 1. April 1783

  17. StA MS, MBW, Nr. 10: 26. Mai 1750

  18. Blaich, Fritz: Merkantilismus. In: HdWW. Bd. 5. Stuttgart, New York, 1980, S. 240 - 251, hier S. 246 ff.; Rachel, Hugo: Der Merkantilismus in Brandenburg-Preußen. In: Büsch u.a. (1981), S. 951 - 993, hier S. 961

  19. StA MS, MBW, Nr. 20. StA MS, Kriegs- und Domänenkammer Kleve (KDK-Kleve) Nr. 11a

  20. StA MS, MBW, Nr. 21: 26. November 1754

  21. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 11: 17. Juni 1755

  22. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 11: 26. Oktober 1755

  23. StA MS, MBW, Nr. 22: 4. Mai 1756

  24. StA MS, MBW, Nr. 22: 17. Juni 1755

  25. StA MS, MBW, Nr. 8: 21. Juni 1756. StA MS, MBW, Nr. 17: 4. August 1756

  26. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 13: 14. August 1765

  27. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 13: 26. Juli 1765

  28. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 13: 14. August 1765

  29. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 13: 14. August 1765

  30. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 13: 26. Juli 1765

  31. StA MS, MBW, Nr. 8: 7. Juni 1763

  32. StA MS, MBW, Nr. 17: 4. November 1756. StA MS, MBW, Nr. 18: 15. Februar 1757

  33. StA MS, KDK-Kleve, Nr. 13: 14. August 1765

  34. Kaufhold, Karl Heinrich: Leistungen und Grenzen der Staatswirtschaft. In: Schlenke, Manfred (Hrsg.): Preußen Versuch einer Bilanz. Bd. 2. Beiträge zu einer politischen Kultur. Hamburg 1981, S. 106 - 119

  35. Rachel (1981), S. 951 - 993

  36. StA MS, MBW, Nr. 8: 29. April 1766

  37. StA MS, MBW, Nr. 13: 22. Oktober 1770

  38. StA MS, MBW, Nr. 18: 16. Mai 1767 u. 6. Mai 1768

  39. Reuss, Max: Mitteilungen aus der Geschichte des Königlichen Oberbergamtes zu Dortmund und des Niederrheinisch-Westfälischen Bergbaues. Festschrift zur Feier des Hundertjährigen Bestehens des Königlichen Oberbergamtes zu Dortmund. Berlin 1892, S. 4 f. (19. September 1766 u. 7. Oktober 1769)

  40. StA MS, MBW, Nr. 69: 10. Februar 1778

  41. StA MS, MBW, Nr. 24: 10. September 1770. Achenbach (1887), S. 216

  42. StA MS, Landesoberbergamt Dortmund (LOBA), Nr. 470: Instruction für das Cleve-Moers'sche und Märkische Bergamt in Wetter 1768

  43. StA MS, MBW, Nr. 11: 27. Februar u. 30. Mai 1769. StA MS, MBW, Nr. 2: 29. April 1766

  44. Kaufhold, Karl Heinrich: Der preußische Merkantilismus und die Berliner Unternehmer. In: Industrie- und Handelskammer zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Wirtschaft. Ein Weg aus der Geschichte in die Zukunft - Lehren und Erkenntnisse. Berlin, New York 1987, S. 19 - 40

  45. Weber, Wolfhard: Bergbau. In: Buddensieg, Tilmann u.a. (Hrsg.): Wissenschaften in Berlin. Begleitband zur Ausstellung "Der Kongress Denkt". Berlin 1987, S. 190 - 193; Fischer, Wolfram: Rekrutierung und Ausbildung von Personal für den modernen Staat. Beamte, Offiziere und Techniker in England, Frankreich und Preußen in der frühen Neuzeit. In: Koselleck, Reinhard (Hrsg.): Studien zum Beginn der modernen Welt. Stuttgart 1977, S. 194 - 217

  46. Köllmann, Wolfgang: Beginn der Industrialisierung. In: Köllmann (1990), S. 12 - 79, hier S. 23 - 58

  47. StA MS, MBW, Nr. 23: 22. Mai 1769

  48. Landesoberbergamt Dortmund, Betriebsakten

  49. Carl, Horst: Okkupation und Regionalismus. Die preußischen Westprovinzen im Siebenjährigen Krieg. Mainz 1993

  50. StA MS, MBW, Nr. 23: 16. Juni u. 12. Juli 1768. StA MS, Kriegs- und Domänenkammer Hamm (KDK-Hamm), Nr. 179: 24. September 1768

  51. StA MS, MBW, Nr. 23: 24., 26. u. 27. September 1768

  52. StA MS, MBW, Nr. 23: 24. Oktober 1768

  53. StA MS, MBW, Nr. 23: 11. November 1769

  54. StA MS, MBW, Nr. 88: 19. März 1778

  55. Geheimes Staats-Archiv Berlin-Dahlem (GStA B), Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4. Nr. 107, Vol. 1: 24. April 1777 (Abschrift in Bergbau-Archiv Bochum (BBA), Nr. 120/141)

  56. StA MS, MBW, Nr. 27

  57. Reuss (1892), S. 6

  58. StA MS, MBW, Nr. 13: 15. Februar 1771

  59. StA MS, MBW, Nr. 13: 15. Februar 1771 u. 24. Januar 1774

  60. Weber, Wolfhard: Innovationen im frühindustriellen deutschen Bergbau und Hüttenwesen. Friedrich Anton von Heynitz. Göttingen 1976, S. 190 ff.

  61. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 1: 19. April 1777 (Abschrift in BBA, Nr. 120/142)

  62. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 2: 25. Februar 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/142)

  63. LOBA Betriebsakten f 54/2: Zeche Fündling, 6. September 1770 u. 21. Mai 1771. LOBA Betriebsakten a 54: Zeche Alteweib, 23. April 1757 u. 14. April 1764

  64. StA MS, MBW, Nr. 13: 9. September 1777. Weber, Wolfhard: Friedrich Anton von Heynitz und die Reform des preußischen Berg- und Hüttenwesens. In: Kunisch, Johannes (Hrsg.): Persönlichkeiten im Umkreis Friedrichs des Großen (Neue Forschungen zur Brandenburg-Preussischen Geschichte Bd. 9). Köln 1988, S. 121 - 134

  65. Kroker, Evelyn: Bergverwaltung. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Bd. 3. Das Deutsche Reich bis zum Ende der Monarchie. Stuttgart 1984, S. 514 - 526, hier S. 517 f.

  66. Bartels, Christoph: Vom frühneuzeitlichen Montangewerbe zur Bergbauindustrie. Erzbergbau im Oberharz 1635 - 1866. Bochum 1992, S. 385 ff.

  67. Weber (1976), S. 190 ff.

  68. Wallthor, Hans Henning: Die Bedeutung des Freiherrn vom Stein für die Entwicklung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes. In: Westfälische Forschungen. Bd. 14 (1961), S. 82 - 90; Rosenberger, Wilfried: Reichsfreiherr vom und zum Stein in der preußischen Bergverwaltung von 1780 bis 1798. Seine Verdienste um die Reorganisation des Direktionsprinzips. In: Zeitschrift für Bergrecht. Bd. 102 (1961), S. 189 - 200

  69. StA MS, MBW, Nr. 8: 29. April 1766. StA MS, MBW, Nr. 11: 18. März 1786

  70. StA MS, MBW, Nr. 25, Nr. 26, Nr. 31 u. Nr. 32. StA MS, KDK-Hamm, Nr 180

  71. StA MS, Westfälisches Oberbergamt, Nr. 11: 10. u. 26. Juni 1792. Weber (1988), S. 121 - 134

  72. Achenbach (1887), S. 231 f.

  73. Boventer, Karl: Preußische Instruktion für Berg- und Wundärzte (Knappschaftsärzte) aus Anlaß der Bestellung des Jobsiadendichter Dr. med. C.A. Kortum zum Bergarzt der märkischen Knappschaft 1792. In: Medizinische Welt. Nr. 13 (1966), S. 672 - 678; Müller, Irmgard: Kortums medizinische Praxis und Tätigkeit als Bergarzt. In: Institut für Geschichte der Medizin, Ruhr-Universität Bochum (Hrsg.): Dr. med. Carl Arnold Kortum (1724 - 1824). Arzt, Volksaufklärer, Alchemist, Dichter. Ausstellungskatalog. Bochum 1991, S. 41 - 54

  74. Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Handschriftenabteilung, Best. Karl Arnold Kortum, Nr. 13535: 30. Juni 1804

  75. Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Handschriftenabteilung, Best. Karl Arnold Kortum, Nr. 91: 26. Dezember 1806 u. 19. Januar 1807

  76. Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Handschriftenabteilung, Best. Karl Arnold Kortum, Nr. 1533: 21 Juli 1805. Müller (1991), S. 41 - 54

  77. Stein, Heinrich Friedrich Karl vom und zum: Briefe und amtliche Schriften. Bearb. v. Botzenhart, Erich. Hrsg. v. Hubatsch, Walter. Bd. 1. Studienzeit. Eintritt in den Preußischen Staatsdienst. Stein in Westfalen (1773 - 1804). Stuttgart 1957, S. 203 - 206

  78. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 1: 2. Juni 1773 (Abschrift in BBA, Nr. 120/142)

  79. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VI, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 2: 6. Oktober 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/143)

  80. Bülow, Wilhelm: Das Knappschaftswesen im Ruhrgebiet bis zum allgemeinen preußischen Berggesetz vom 24. Juni 1865. Leipzig 1905

  81. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 107, Vol.1: 12. Januar 1757 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512). StA MS, KDK-Kleve, Nr. 10: 7. November 1737

  82. StA MS, MBW, Nr. 17: 2. November 1744

  83. Bülow (1905), S. 21 f.

  84. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 107, Vol. 1: 1. April 1755 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512). StA MS, KDK-Kleve, Nr 11: 17. Juni 1755

  85. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 12. Januar 1757 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512)

  86. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 25. Juni 1756 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512)

  87. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 24. Juli 1765 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512). StA MS, MBW, Nr. 18: 16. Juli 1764

  88. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 19. April u. 24. Juli 1765 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512)

  89. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 16. Mai 1767 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512)

  90. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 1. u. 20. Juni 1770 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512)

  91. Tenfelde, Klaus: Konflikt und Organisation in einigen deutschen Bergbaugebieten 1867 - 1872. In: GuG 3. Jg. (1977), S. 211 - 235, hier S. 217; Köllmann, Wolfgang: Vom Knappen zum Bergarbeiter. Die Entstehung der Bergarbeiterschaft an der Ruhr. In: Mommsen, Hans u.a. (Hrsg.): Glück auf Kameraden! Die Bergarbeiter und ihre Organisation in Deutschland. Köln 1979, S. 23 - 49, hier S. 25 f.; Fend, Manfred: Vom Bergmann zum Bergarbeiter. Zur Lage der Ruhrbergleute und ihre Organisation in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Der Anschnitt. 33. Jg. (1981), S. 134 - 150 u. S. 280 - 291

  92. Greuer, Johannes Traugott: Die soziale Stellung der Oberharzer Bergleute und ihrer Familien. In: Technische Universität Clausthal. Zur Zweihundertjahrfeier 1775 - 1975. Bd. 1. Die Bergakademie und ihre Vorgeschichte. Clausthal-Zellerfeld 1975, S. 179 - 195; Bartels (1992), S. 79 - 86

  93. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 2: 2. Juli 1773 (Abschrift in BBA, Nr. 120/141)

  94. GStA B, Rep. 121, Abt. B., Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 21. Dezember 1772 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513)

  95. StA MS, Westfälisches Oberbergamt, Nr. 19: 4. Dezember 1786

  96. StA MS, MBW, Nr. 69: 31. März 1783

  97. StA MS, Westfälisches Oberbergamt, Nr. 19: November 1786. StA MS, Oberbergamt Dortmund, Nr. 924: 12. September 1831

  98. GStA B, Rep. 121, Abt. B., Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 21. Dezember 1772 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513)

  99. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 23. Juli 1770 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512)

  100. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 7. August 1770 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512). Die Gehaltsliste der Knappschaftskasse führte in den 1770er Jahren einen "Berg-Medicus" und vier "Knappschafts-Chirurgen" auf.

  101. StA MS, Oberbergamt Dortmund, Nr. 293: 2. Februar 1771

  102. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 11. November u. 21. Dezember 1772 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513)

  103. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 8. September, 11. November 1772 u 18. Juni 1773 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513). GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 11. September 1784 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  104. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 1. August 1784 (Abschrift in BBA, Nr. Nr. 120/514)

  105. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 1: 8. u. 18. Dezember 1766 (Abschrift in BBA, Nr. 120/512). StA MS, MBW, Nr. 18: 11. September 1766

  106. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 11. September 1784 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  107. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 2: 25. Februar u. 17 Juli 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/142)

  108. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. VII, Sec. 4, Nr. 107, Vol. 2: 14. Mai 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/142)

  109. Möller, Horst: Aufklärung in Preußen. Der Verleger, Publizist und Geschichtsschreiber Friedrich Nicolai. Berlin 1974, S. 575 - 591

  110. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 20. April 1783 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513)

  111. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 11. September 1784 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  112. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 20. Mai 1782 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513). u. 15. Mai 1783 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  113. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 26. März u. 20. Mai 1783 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  114. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 20. Mai 1782 (Abschrift in BBA, Nr. 120/513)

  115. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 26. März 1783 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  116. Hausen, Karin: Schwierigkeiten mit dem "sozialen Protest". Kritische Anmerkungen zu einem historischen Forschungsansatz. In: GUG 3. Jg (1977), S. 257 - 263, hier S. 261

  117. Volkmann, Heinrich: Kategorien des sozialen Protests im Vormärz. In: GuG 3. Jg. (1977), S. 164 - 189

  118. Palme, Rudolf: Die soziale und wirtschaftliche Stellung der Haller Bergleute bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. In: Tiroler Heimat. Jahrbuch für Geschichte und Volkskunde. Bd. 37 (1973), S. 115 - 125

  119. Tenfelde (1977), S. 211 - 235, hier S. 215; Wisotzky, Klaus: Protestaktionen im Oberharzer Bergbau 1660 - 1738 oder "Von dem bösen principio, so unter denen bergleuthen herschet, daß nemlich keiner den anderen verraten müße". In: Der Anschnitt. 39. Jg. (1987), H. 2/3, S. 86 - 105; Bartels (1992), S. 323 - 353; Greuer, Johannes Traugott: Die "Verschwörung" der Clausthaler Bergleute im Jahre 1738. In: Der Anschnitt. 14. Jg. (1962), H. 3, S. 26 - 34; Paterna, Erich: Da stunden die Berglaute auff. Die Klassenkämpfe der mansfeldischen Bergarbeiter im 16. und 17. Jahrhundert und ihre ökonomischen und sozialen Ursachen. Berlin 1960; Küpper-Eichas, Claudia: Vom "Verlaufen" der Arbeiter. Soziale Spannungen im Oberharzer Bergbau der frühen Neuzeit. In: Der Anschnitt. 44. Jg (1992), S. 122 - 114

  120. Bartels, Christoph: Soziale und religiöse Konflikte im Oberharzer Bergbau des 18. Jahrhunderts. Ursachen, Hintergründe, Zusammenhänge. In: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte. NF d. Zs. des Historischen Vereins für Niedersachsen. Bd. 66 (1994), S. 79 - 104

  121. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: Januar 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  122. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 20. November, 6. Dezember 1784 u. Januar 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  123. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 20. November 1784 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  124. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 2. Januar 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  125. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 15. April (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  126. Stein (1957), S. 199 - 201

  127. Bartels (1992), S. 251

  128. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 11. September 1784 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514). GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec .2, Nr. 101, Vol. 2: 6. Dezember 1784 u. 15. April 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  129. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 30. Januar 1785 u. 12. Januar 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  130. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 27. Juli 1782 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  131. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 15. Mai 1783 (Abschrift in BBA, Nr. 120/514)

  132. Köllmann (1990), S. 307

  133. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: Märkisches Bergamt an das Bergwerks- und Hüttendepartement (o. D.) (Abschrift in BBA Nr. 120/515)

  134. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 5. März 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  135. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 15. April 1785 u. 28. Juni 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  136. Bartels (1992), S. 224 ff.; Tenfelde (1977), S. 218

  137. Dietsch, Karl: Auswanderung von Harzer Bergleuten. In: Technische Universität Clausthal. Zur Zweihundertjahrfeier 1755 - 1975. Bd. 1. Die Bergakademie und ihre Vorgeschichte. Clausthal-Zellerfeld 1975, S. 233 - 244

  138. StA MS, MBW, Nr 31 u. Nr. 32

  139. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 12. Mai 1786 (Abschrift in BBA, Nr. 120/516)

  140. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 17. Oktober 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  141. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 14. November 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  142. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 11. Dezember 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  143. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 27. April 1786 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  144. Bartels (1992), S. 224-231

  145. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 20. Dezember 1785 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  146. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 28. Februar 1786 (Abschrift in BBA, Nr. 120/515)

  147. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 12. Mai 1786 (Abschrift in BBA, Nr. 120/516)

  148. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr. 101, Vol. 2: 8. Juni 1788 u. 24. Juli 1788 (Abschrift in BBA, Nr. 120/516). Lüdtke, Alf: Praxis und Funktion staatlicher Repression. Preußen. In: GuG 3. Jg. (1977), S. 191 - 211

  149. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr 101, Vol. 2: 10. November 1786 (Abschrift in BBA, Nr. 120/516)

  150. StA MS, Westfälisches Oberbergamt, Nr. 11: 10. Juni 1792

  151. GStA B, Rep. 121, Abt. B, Tit. X, Sec. 2, Nr 101, Vol. 2: 30. Mai, 12. Juli u. 3. September 1800 (Abschrift in BBA, Nr. 120/516)

  152. Krampe (1961); Jankowsky (1969)

  153. Vogel, Barbara: Allgemeine Gewerbefreiheit. Die Reformpolitik des preußischen Staatskanzlers Hardenberg (1810 - 1820). Göttingen 1983

  154. Fischer, Wolfram: Herz des Reviers. 125 Jahre Wirtschaftsgeschichte des Industrie- und Handelskammerbezirks Essen, Mülheim, Oberhausen. Essen 1965, S. 11 f.

  155. Weber, Wolfhard: Entfaltung der Industriewirtschaft. In: Köllmann (1990), S. 199 - 337, hier S. 207 ff.

  156. Böhme, Wolfgang: Deutschlands Weg zur Weltmacht. Studien zum Verhältnis von Wirtschaft und Staat während der Reichsgründerzeit 1848 - 1871. 2. Aufl. Köln 1972; Siemann, Wolfram: Gesellschaft im Aufbruch 1849 - 1871. Frankfurt a.M. 1990, S. 20 ff.

  157. Tilly, Richard H.: Vom Zollverein zum Industriestaat. Die wirtschaftlich-soziale Entwicklung Deutschlands 1834 bis 1914. München 1990, S. 54 f.; Kiesewetter, Hubert: Industrielle Revolution in Deutschland 1815 - 1914. Frankfurt a.M. 1989, S. 226 f.

  158. Westhoff, Wilhelm; Schlüter, Wilhelm: Geschichte des deutschen Bergrechts. In: Zeitschrift für das Bergrecht. Bd. 50 (1909), S. 27 - 95 u. Bd. 51 (1910), S. 93 - 144 u. S. 217 - 276; Fischer, Wolfram: Das wirtschafts- und sozialpolitische Ordnungsbild der preußischen Bergrechtsreform 1851-1865. In: Zeitschrift für Bergrecht. Bd. 102 (1961), S. 181 - 189