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Christuskirche

Für die nahe dem Bochumer Rathaus gelegene Christuskirche der durch Zuzug schnell gewachsenen Altstadt-Gemeinde wurde am 15.05.1877 der Grundstein gelegt. Die Pläne zu dem neugotischen Bau stammten von Hartel und Quester aus Krefeld. Die Bauausführung wurde dem Bochumer Baumeister Schwenger übertragen. Er war bei unterschiedlichen Projekten der evangelischen Gemeinde tätig.

Für die Christuskirche gestaltete Schmiedeknecht 1931 im Sockelgeschoß des Turmes eine Heldengedenkhalle. In (Gold-)Mosaiksteinen sind die Namen der 30 im Krieg von 1870/71 und der 1362 von 1914 bis 1918 gefallenen Soldaten der Gemeinde eingetragen. Im Bochumer Anzeiger heißt es bei der Besprechung zur Einweihungam 29.: "Zur Weihe der Turmkapelle der Christuskirche, die auf Beschluß der Altstadtgemeinde als Heldengedenkhalle ausgestattet wurde, war für den Sonntag Nachmittag ein besonderer Gottesdienst angesetzt worden ... Die Raumgestaltung lag in den Händen von Architekt Schmiedeknecht, der künstlerische Entwurf bei Kirchenmaler Rüter (Düsseldorf), die Glasmalerei und Mosaiken sind von W. Hallermann (Essen) ... Man darf wohl sagen, daß die Lösung der Aufgabe der Gemeinde in ihrer Schlichtheit und Edelgestalt allgemein gefallen dürfte." Im Bombenkrieg überlebte nur der 72 m hohe Turm der Kirche mit dem Ehrenmal. Nach 1945 wurden die Namen der Gefallenen nicht ergänzt, der Raum war 1992 zur Abstellkammer umfunktioniert. 1993 bestand seitens der Evangelischen Kirchengemeinde die Absicht, den gesamten denkmalgeschützten Turm abzureißen.

Beim Auf- bzw. Neubau des Kirchenschiffes in den Fünfziger Jahren war Schmiedeknecht als beratendes Mitglied im Planungsgremium tätig. Auf Reisen informierte er sich über zeitgemäße Möglichkeiten. Gebaut wurde das Schiff dann 1956 bis 1959 durch Dieter Oesterlen aus Hannover. Ein gestaffelter Grundriß mit Ziegelwänden außen und innen leitet den Blick zum Altar hin.