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Station 36: Jüdische Volksschule Wattenscheid

Voedestraße 19

Um die Jahrhundertwende waren von 30.287 Einwohnern Wattenscheids 213 Bürger jüdischen Glaubens. 1936 lebten nur noch 101 Juden in Wattenscheid. 1939 sank ihre Zahl auf 48.

Am 30. Oktober 1897 erhielt die jüdische Gemeinde in Wattenscheid ein eigenes Schulgebäude, das zugleich auch als Gemeindehaus diente. Mit Wirkung zum 1. April 1899 wurde die bislang privat geführte Volksschule mit städtischen Haushaltsmitteln finanziert und erhielt somit den Charakter einer öffentlichen Lehranstalt. Der Unterricht musste 1922 aufgrund mangelnder Schülerzahlen eingestellt werden.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde die "alte Judenschule" zum so genannten Judenhaus umfunktioniert. In ihr wurden seit dem 17. November 1941 alle jüdischen Wattenscheider zwangsuntergebracht, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Stadtgebiet aufhielten. Am 28. April und 11. Mai 1942 erfolgte ihr Abtransport in die Vernichtungslager.

Das Gebäude der ehemaligen jüdischen Volksschule selbst überdauerte als Wohnhaus die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Im Zuge der Neugestaltung der Wattenscheider Innenstadt wurde es 1962 abgerissen.
 

Gestern und heute


Außenaufnahme des alten Schulhauses der jüdischen Gemeinde, ein dreistöckiges Gebäude mit einem Spitzgiebeldach und großen Fenstern, Wattenscheid um 1960.
Das alte Schulhaus der jüdischen Gemeinde Wattenscheid, um 1960
heute: Standort der ehemaligen Schule Friedrich-Ebert-Str/ Ecke Vödestraße
Standort der ehemaligen Schule Friedrich-Ebert-Str/ Ecke Vödestraße