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Rathauskalender

Station 8: Fritz Husemann

Husemannplatz
Historisches Porträt von Fritz Husemann
Fritz Husemann

Der 1873 im lippischen Leopoldsthal geborene Fritz Husemann siedelte 1892 ins Ruhrgebiet über.

Er war zunächst als Zechenmaurer und Bergmann in Dortmund tätig und zog später nach Bochum um. Nach dem großen Bergarbeiterstreik von 1893 intensivierte Husemann seine Arbeit im Bergbauindustriearbeiterverband. 1904 wurde er Gewerkschaftssekretär, 1919 Leiter des „Alten Verbandes". Daneben hatte Husemann wichtige politische Ämter inne: Er war Mitglied des Bochumer Arbeiterrates und Soldatenrates und der Preußischen Landesversammlung. Von 1924 bis 1933 war er Reichstagsmitglied.

Im März 1933 wurde der engagierte Gegner des Nationalsozialismus erstmals verhaftet. Nach seiner Entlassung blieb Husemann trotz zahlreicher Warnungen in Deutschland, um sich für inhaftierte Regimegegner einzusetzen.

Nach der vierten Verhaftung im März 1935 wurde Fritz Husemann in das KZ Papenburg-Esterwegen deportiert. Hier verstarb er zwei Tage nach seiner Einlieferung am 15. April 1935 an den Verletzungen, die Lagerwachen ihm willkürlich beigebracht hatten. Die offizielle Version lautete wie in so vielen anderen Fällen: „Auf der Flucht erschossen!"

1947 wurde der frühere Wilhelmsplatz in Husemannplatz umbenannt.

Gestern und heute


Blick auf den Husemannplatz. Auf dem Platz stehen geparkte Autos. Im Vordergrund ist eine Telefonzelle und eine Litfaßsäule zu sehen.
Der Husemannplatz, um 1950.
heute: Der Husemannplatz mit Café, 2005
Der Husemannplatz mit Café, 2005