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Beistandschaft

Wenn ein Kind geboren wird, dessen Eltern nicht miteinander verheiratet sind, wird das Jugendamt hierüber vom Geburtsstandesamt informiert. Das Jugendamt bietet der Mutter daraufhin Beratung und Unterstützung, gegebenenfalls im Rahmen einer Beistandschaft, an.

Was ist eigentlich eine Beistandschaft?

Eine Beistandschaft ist ein kostenloses Hilfsangebot des Jugendamtes an alle werdenden Mütter sowie allein erziehenden Mütter und Väter auf Beratung und Unterstützung. Voraussetzung ist, dass das Kind minderjährig ist und seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle.

Die Einrichtung einer Beistandschaft erfolgt durch schriftlichen Antrag an das Jugendamt und kann jederzeit wieder beendet werden. Durch die Beistandschaft wird die elterliche Sorge nicht eingeschränkt!

Zuständig ist das Jugendamt der Stadt, in dem der antragstellende Elternteil lebt.

Wobei hilft mir die Beistandschaft?

Die Beistandschaft umfasst zwei Aufgabenbereiche:
und / oder
  • die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen
Eine Vaterschaftsfeststellung ist erforderlich, wenn die Mutter eines Kindes zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet ist (ist die Kindesmutter verheiratet, gilt erst einmal der Ehemann als Vater des Kindes, auch wenn der tatsächliche Vater ein anderer Mann ist!).

Wann beginnt beziehungsweise endet die Beistandschaft?

Eine Beistandschaft kann bereits vor der Geburt des Kindes beantragt werden, wenn die werdende Mutter nicht verheiratet ist. Nach der Geburt kann sie jederzeit bis zur Volljährigkeit des Kindes beantragt werden.

Der antragstellende Elternteil kann die Beistandschaft auf Wunsch auch nur auf eines der Aufgabengebiete, das heißt nur die Feststellung der Vaterschaft oder nur die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen, beschränken. Die Beistandschaft endet sofort, wenn der antragstellende Elternteil dies schriftlich verlangt. Er ist dann wieder allein für die Vertretung des Kindes in diesem Bereich zuständig.

Die Beistandschaft endet auch, wenn der antragstellende Elternteil die Sorge für das Kind verliert oder durch Umzug des Kindes in das Ausland.

Wo kann ich eine Beistandschaft für mein Kind einrichten?

Zuständig für die Einrichtung einer Beistandschaft ist das Jugendamt des Ortes, in dem der antragstellende Elternteil mit dem Kind lebt. Beim Jugendamt richtet sich die Sachbearbeitung immer nach dem Nachnamen des Kindes! Für die Einrichtung einer Beistandschaft oder auch für eine sonstige Beratung wenden Sie sich daher bitte an den Sachbearbeiter für den entsprechenden Buchstaben beim Jugendamt. Eine vorherige Terminabsprache ist sinnvoll, für Beurkundungen zwingend erforderlich. (Öffnungszeiten)

Bitte bringen Sie für die Einrichtung einer Beistandschaft die Geburtsurkunde des Kindes mit. Sollten Sie von dem anderen Elternteil des Kindes geschieden sein, wird außerdem das rechtskräftige Scheidungsurteil benötigt. Für den Fall, dass Sie die Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen wünschen und aus der Vergangenheit bereits Unterhaltstitel vorliegen (Urkunden, Urteile, Beschlüsse, Vergleiche et cetera), nehmen Sie bitte auch diese zu Ihrer Vorsprache im Jugendamt mit.

Es entstehen keine Bearbeitungsgebühren.

Rechtsgrundlagen sind das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) sowie das 8. Sozialgesetzbuch (SGB VIII).

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