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Tätowieren und Piercen

In der heutigen Gesellschaft haben Tätowieren und Piercen einen großen Platz eingenommen.

Aus hygienischer Sicht ist bedeutsam, dass beim Tätowieren und Piercen ein direkter Kontakt mit Körpersekreten stattfindet und dass dabei Infektionskrankheiten übertragen werden können, wie zum Beispiel Hepatitis B und Hepatitis C oder HIV.

Beim Tätowieren ist weiter zu beachten, dass die Untersuchung von Tätowierfarben auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit bisher nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Über eine mögliche langfristige Schädlichkeit von Farbbestandteilen ist daher in der Regel nichts bekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass allergische Hautreaktionen auftreten. Wenn bei Ihnen schon andere Allergien bekannt sind, sollten Sie sich unbedingt im Studio erkundigen, welche Inhaltstoffe in den angewandten Hennafarben und sonstigen Tätowierfarben enthalten sind. Es gibt Farben, die häufiger Allergien auslösen, während andere eher seltener Allergien verursachen. Grundsätzlich kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer allergischen Reaktion kommt. Da die Farben in die mittleren Hautschichten eingebracht werden, sind die Inhaltsstoffe im Fall einer allergischen Reaktion nicht schnell zu entfernen. Dies kann zur Folge haben, dass die Reaktion so schwerwiegend verläuft, dass die Heilung nur unter bleibender Narbenbildung abläuft.

Auch auf Metalle der Piercings sind allergische Reaktionen nicht selten. Besonders unedle Metalle wie Nickel verursachen oft solche Allergien. Nur sehr wenige Menschen haben Allergien gegen Silber, Gold, Platin oder Titan. Beachten Sie dies bei der Auswahl ihres Piercings.

Tattoostudios und Piercingstudios sind nach der Hygieneverordnung NRW zur Einhaltung von Hygienemaßnahmen verpflichtet. Das Einhalten der Bestimmungen wird von Beauftragten des Gesundheitsamtes in den Studios überwacht. Damit soll verhindert werden, dass Infektionskrankheiten durch die Arbeiten im Studio übertragen werden können.

Es gibt dabei grundlegende Hygieneregeln, die bei der Arbeit in den Studios immer zu beachten sind. Jede Kundin / jeder Kunde sollte folgende Fragen mit "Ja" beantworten können, wenn er das Studio verlässt:

  • Wirkt der Arbeitsbereich im Studio sauber?
  • Sind Wartebereich und Arbeitsbereich voneinander getrennt?
  • Sind eine Waschgelegenheit und Händedesinfektionsmittel für die Betreiberin / den Betreiber vorhanden und werden diese vor beziehungsweise nach jedem Kunden benutzt?
  • Sind die Oberflächen von Möbeln, Stühlen, Wänden oder Fußböden am "Arbeitsplatz" so beschaffen, dass eine Nassreinigung / Desinfektion möglich ist?
  • Werden wiederverwendbare Instrumente oder Nadeln, mit denen die Haut durchstochen wird, nach jedem Kunden gereinigt oder sterilisiert und wird Einmalmaterial weggeworfen?
  • Halten sich keine Haustiere im Arbeitsbereich (besser: im ganzen Studio) auf?

Konnten Sie alle Fragen mit "Ja" beantworten? Dann können Sie davon ausgehen, dass in Ihrem Studio grundsätzlich hygienisch gearbeitet wird.

Weitere Fragen zu hygienischen Bedingungen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen / Mitarbeiter des Gesundheitsamtes!