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Interkultureller Dialog

Förderung interkultureller Projekte und des internationalen Kulturaustauschs

Das Ruhrgebiet ist eine Einwanderungsregion, in der seit mehr als zwei Jahrhunderten Menschen verschiedener nationaler und kultureller Herkunft leben. Die integrative Kraft dieser Region ist stark und unübersehbar.

In vielen Bereichen ist die Integration von Migrantinnen und Migranten und ethnischen, religiösen oder kulturellen Minderheiten bereits ein wichtiges Thema und weitere notwendige Veränderungen werden intensiv diskutiert: im Sozial- und Gesundheitswesen, in Schulverwaltungen oder in der Wirtschaft.
Im Kulturleben liegt eine intensive Auseinandersetzung mit Migration und Migranten eigentlich besonders nahe. Kunst ist ein internationales Phänomen und die europäische Kunst- und Kulturgeschichte ist maßgeblich von Migration geprägt.

Die Städte als Hauptträger der Kultureinrichtungen und der Kulturförderung in Deutschland stehen in einer besonderen Verantwortung, den interkulturellen Dialog zu fördern. Gerade vor Ort, in den Stadtquartieren, muss sich das Engagement für den interkulturellen Dialog in grundsätzlichen Positionen ebenso wie in konkreten Kulturangeboten für, von und mit Migrantinnen und Migranten bewähren. Insofern erfüllen die Künste auch eine unverzichtbare soziale Funktion für das Zusammenleben in den Städten und Gemeinden.

Das Kulturbüro fördert, unterstützt und initiiert kulturelle Projekt, die dieser Zielsetzung entsprechen und einen interkulturellen Dialog fördern.

Beispielhaft seien hier die folgenden Projekte genannt:

"Odyssee - Kulturen der Welt"

Das Road-Festival „Odyssee" zieht nun schon seit 1999 durchs Ruhrgebiet, immer auf der Suche nach neuer aufregender Musik abseits des amerikanisch-europäischen Mainstreams. Die Idee damals und heute: Seit Jahrzehnten wandern Arbeiter, Flüchtlinge und Aussiedler nach Europa. Aus ehemaligen Kolonien oder angeworben auf der Suche nach Arbeit und Teilhabe an den Lebensmöglichkeiten im reichen Europa, meist schwimmend oder in seeuntüchtigen Nussschalen. Meist aus der Region rund ums Mittelmeer bringen sie nicht nur ihre Arbeitskraft, ihre Geschichte und ihre Not,sondern auch eine reiche kulturelle Tradition mit sich. Eine Tradition,die hier gelebt werden will, sich mischt mit dem was andere bringen oder hier ist. Kurz; „Odyssee" ist ein Teil des interkulturellen Dialogs zwischen MigrantInnen und Einheimischen.
Aber „Odyssee" ist nicht nur Musik, sie ist auch reden und nachdenken über die Lebenswirklichkeit derer, die kommen und bleiben.
Das Road-Festival gastiert in der Regel in den vier Städten Hagen, Mülheim, Bochum und Recklinghausen in drei Wochen im Juli mit jeweils einem Ensemble.
Nach wie vor werden an allen Spielorten die Konzerte auf Freilichtbühnen gespielt, der Eintritt ist überall frei. Durch die Möglichkeit gleich vier Konzerte in vier Tagen in räumlicher Nähe zu spielen und in weiten Teilen Deutschland on Air zu sein, ist das Festival für international tourende Formationen ausgesprochen attraktiv.
Gleichzeitig ist durch die Verbindung von vier Kulturzentren im ganzen Ruhrgebiet ein quasi flächendeckender Raum entstanden, den ein einziges Festival in nur einer Stadt niemals erreichen könnte. Mit ca. 20.000 Besuchern hat das Festival inzwischen eine Anziehungskraft entwickelt, die selbst die Festivalmacher erstaunt.

Eine Veranstaltungsreihe des Bahnhof Langendreer in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro.

http://bahnhof-langendreer.de/


Ruhr International
Das Fest der Kulturen
An und in der Jahrhunderthalle Bochum

"Ruhr International" ist ein globales Fest der Begegnung mit Musik, Theater, Kabarett, Kleinkunst, Literatur, Kinder- und Jugendprogramm. Denn beim Fest der Kulturen wird drinnen wie draußen miteinander gelacht, gesprochen, zugehört, getanzt, gegessen und getrunken.

2012 wurde die erste Ausgabe von "Ruhr International" durchgeführt und war mit rund 16.500 Besucherinnen und Besuchern ein gelungener Auftakt am neuen Standort, der Jahrhunderthalle Bochum, die mitsamt ihrem Gebäudeensemble und dem umliegenden Westpark den idealen Spielort für ein Festival dieser Klasse bietet. Das Konzept von "Ruhr International" baut auf dem seit 1974 etablierten Festival "Kemnade International" auf und tritt – in erweiterter Form – dessen Nachfolge an. Während "Kemnade International" musikalische Aspekte der Einwandererkulturen aufgriff, hat "Ruhr International" seinen künstlerischen Fokus erweitert und bezieht Sprech- und Tanztheater, Literatur, Kindertheater, Kabarett, Streetart und Film mit ein.
Im Sinne einer regionalen Vernetzung mit Akteuren des interkulturellen Themenfeldes wurden außerdem verstärkt regionale Projekte in das Programm integriert, die sich mit der Einwanderungsgesellschaft und ihrer Zukunftsfähigkeit auseinandersetzen.
Vor diesem Hintergrund ist "Ruhr International" für die Stadt Bochum ein zukunftsweisender
Beitrag für die Region auf ihrem Weg zu einer Metropole der kulturellen Vielfalt.

Eine Veranstaltung des Bahnhof Langendreer
in Kooperation mit der Stadt Bochum und der Jahrhunderthalle Bochum

www.ruhr-international.de
Ruhr International findet alle zwei Jahre statt. Die nächste Ausgabe des Festivals ist für Mai 2018 geplant.


Projektförderungen

Das Kulturbüro fördert zudem einzelne interkulturelle Kunst- und Kulturprojekte und Veranstaltungsreihen.


Internationaler Kulturaustausch

Das Kulturbüro organisiert in Zusammenarbeit mit dem Verein Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen e.V., www.esw-berchum.de  und dem Kulturzentrum Niuewe Noor in  Heerlen/NL, www.nieuwenor.nl einen internationalen Künstler- und Bandaustausch mit den Niederlanden im Projekt Pop-conNect.


Flucht und Migration im Kulturbetrieb

Im Zuge der aktuellen Migrations- und Fluchtbewegungen sind  zahlreiche Initiativen entstanden, die geflüchtete Menschen unterstützen und Willkommen heißen. Neben den gut gemeinten Willkommensgesten sind Strategien und nachhaltige Ansätze notwendig, die diesen Menschen dauerhaft eine Perspektive in unserem Land bieten. Während sich Politik, Zivilgesellschaft, Hilfsorganisationen und Freiwillige entlang der Grundbedürfnisse und Herausforderungen in den Bereichen Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie Bildung organisieren, gibt es auch in der Kunst und Kultur verschiedene Projekte und Initiativen – in Theatern und Kulturzentren, in Künstlerateliers und Musikschulen, Büchereien und Museen – die sich auf die Suche nach neuen Formen des Zusammenlebens in unserer Einwanderungsgesellschaft begeben.

Vor diesem Hintergrund haben das Kulturbüro, die Zukunftsakademie NRW  und der Bahnhof Langendreer im Rahmen des Festivals Ruhr International am 15. Mai 2016 zu einem moderierten Gespräch mit Menschen eingeladen, die sich den aktuellen Fragen der Flucht und Migration aus ihren unterschiedlichen Perspektiven stellen. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Rolle des Kulturbetriebes. Ein erstes Ergebnis dieser mit ca. 120 TeilnehmerInnen gut angenommenen Diskussion ist die Verabredung, das Thema „Flucht und Migration im Kulturbetrieb“ gemeinsam mit den Bochumer Kulturakteuren in Bochum zu verstetigen und in Abstimmung mit dem Regionalverband Ruhr regional zu vernetzen.

Darüber hinaus fördert das Kulturbüro im Rahmen der Interkulturellen Kulturarbeit Projekte, die eine aktive Teilhabe von geflüchteten Menschen am kulturellen Leben in unserer Stadt ermöglichen. 
 

Nähere Informationen im Kulturbüro

Ansprechperson: Bertram Frewer