Planung des Radschnellweges Ruhr RS 1

Maßnahme

Logo Radschnellweg Ruhr RS 1
Planung des Radschnellweges Ruhr RS 1 des Landes in Bochum von der Parkstraße bis zur Gahlenschen Straße auf der stillgelegten Trasse der Rheinischen Bahn sowie auf privaten und öffentlichen Grundstücken. Die Länge des Abschnittes beträgt circa 4 km.

Ergebnisse der Informationsveranstaltung

(Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 25 Abs. 3 VwVfG NRW)

Bei Vorhaben, die wesentliche Auswirkungen auf die Belange einer größeren Zahl von Dritten haben können, sollen die Träger die betroffene Öffentlichkeit frühzeitig über die Planung des Vorhabens unterrichten.

Die Planung wurde am 7. November 2018 von 18 Uhr bis 19.30 Uhr in einer Informationsveranstaltung in Bochum im Rathaus Wattenscheid vorgestellt. Es waren circa 70 Bürgerinnen und Bürger anwesend. Es wurden Planunterlagen ausgestellt, die von Mitarbeitern der Stadt Bochum und einem Mitarbeiter der Regionalniederlassung Ruhr des Landesbetriebes Straßenbau NRW in persönlichen Gesprächen individuell erläutert wurden.
Der Termin für die Informationsveranstaltung wurde vorab im Amtsblatt der Stadt Bochum, auf der Internetseite der Stadt Bochum, in der örtlichen Presse sowie in den Bezirksverwaltungsstellen Bochum Wattenscheid und Bochum Mitte durch Plakate und Flyer, angekündigt. So sollten interessierte  Bürgerinnen und Bürger sowie weitere Planbetroffene auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht werden. Die politischen Gremien der Stadt Bochum sowie betroffene Eigentümer wurden schriftlich eingeladen.

Bei der Informationsveranstaltung wurde die Planung des Bauabschnittes A1 von der Parkstraße bis zur Darpestraße und des Bauabschnittes A2 von der Darpestraße bis zur Gahlenschen Straße vorgestellt. Außerdem wurden vegetationskundliche und faunistische Untersuchungen im Gelände, das heißt die entlang der Bauabschnitte vorkommenden Tier- und Pflanzenarten, vorgestellt. In Gesprächen wurden Details erläutert und Fragen beantwortet.

Die behandelten Fragen und Anregungen werden im Folgenden zusammenfassend beantwortet:

Allgemeine Fragen

Der Radschnellweg Ruhr RS 1 ist einer Landesstraße im Sinne des Straßen- und Wegegesetztes NRW gleichgestellt.

Die beiden geplanten Bauabschnitte befinden sich außerhalb der Ortslage und damit im Bereich der freien Strecke. Für die freie Strecke ist der Landesbetrieb Straßenbau NRW Baulastträger.

Fragen zum Streckenverlauf

Anschlüsse an das städtische Radwegenetz, zum Beispiel an die Erzbahntrasse, sowie sinnvolle Zu- und Abfahrten sind in den Planungen vorgesehen.

Um ein komfortables Fahren auf Radschnellwegen zu ermöglichen, sollte die Steigung maximal 6% und der Kurvenradius mindestens 20 m betragen.

Der RS 1 verläuft im Bereich der beiden Bauabschnitte über die stillgelegte Trasse der Rheinischen Bahn sowie auf privaten und öffentlichen Grundstücken.  
 

Fragen zur Ausführung

Der RS 1 inklusive der Zu- und Abfahrten wird umfassend beschildert und markiert.

Zwischen dem 2 m breiten Gehweg und der 4 m breiten Radfahrbahn ist ein 30 cm breiter Trennstreifen in Form einer taktilen Markierung vorgesehen. Die Verkehrsflächen werden höhengleich ausgebildet, um unter anderem den Aufwand für die Unterhaltung und den Betrieb zu minimieren.

Auf der freien Strecke erfolgt eine Beleuchtung dann, wenn sicherheitstechnische Belange dies erfordern (zum Beispiel im Bereich von Zufahrten).

Sichtschutzmaßnahmen wie Einzäunungen oder Abschirmungen sind nur dann vorgesehen, wenn diese der Sicherheit dienen.

Ein Notrufsicherheitskonzept wird entwickelt.

Fragen zu Kreuzungspunkten

Der durchgehende Verkehr auf Radschnellwegen hat grundsätzlich Vorfahrt vor kreuzendem und einfahrendem Verkehr.

In Kreuzungsbereichen, wie zum Beispiel an der Blücherstraße,  wird die verkehrliche Situation genau untersucht. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wird die Knotenpunktart bestimmt. Es wird eine verkehrstechnisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung gefunden.

Natur- und Artenschutzrechtliche Untersuchungen

Entlang der stillgelegten Trasse der Rheinischen Bahn sind fünf verschiedene Fledermausarten angesiedelt.

Baumfällungen werden mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Landesbetrieb Wald und Holz abgestimmt.

Die Unterlagen zum Gutachten werden im Rahmen des Planverfahrens der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Zeitliche Disposition

Es ist geplant für den Bauabschnitt A1 von der Parkstraße bis zur Darpestraße vorbereitende Arbeiten, wie die Rodung, Anfang des Jahres 2019, durchzuführen. Der Baubeginn ist abhängig von den baurechtlichen Voraussetzungen. Ziel ist es jedoch im ersten Bauabschnitt A1 mit den Arbeiten im Jahre 2020 zu beginnen.

Ergebnis

Im Ergebnis ist festzustellen, dass sich aus der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung keine Rückmeldungen, die zu wesentlichen Änderungen der Vorplanung führen, ergeben haben.

Kontakt

Tiefbauamt der Stadt Bochum

Ansprechperson:
Projektteam RS 1
Frau Hüskes
Telefon: 0234 / 910-19 95