Oberbürgermeister gibt neue Buselohbrücke für den Verkehr frei

Die neue Buselohbrücke wird am 06.10.2017 von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Vertretern aus Politik und Verwaltung freigegeben. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
Innerhalb von weniger als 24 Monaten hat die Stadt Bochum die Buselohbrücke, die die Hauptzugstrecke von und nach Bochum überquert, durch einen Neubau ersetzt und die Anbindung an das Straßennetz verbessert. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch freut sich, die wichtige Verbindung zwischen Altenbochum und Kornharpen heute (6. Oktober) für den Verkehr freizugeben: „Gemeinsam mit dem Land haben wir zwölf Millionen Euro in dieses Stück Infrastruktur investiert.“ 65 Prozent sind Fördergelder.

Da die neue Buselohbrücke in einem fast rechten Winkel die Gleise der Deutschen Bahn überspannt, ist sie etwa 30 Meter kürzer als ihre Vorgängerin und entsprechend günstiger in der Herstellung und künftigen Unterhaltung. Sie hat eine Läge von rund 80 Metern, ist zirka 20 Meter breit und wiegt 2.100 Tonnen. „Es ist das erste große Brückenbauwerk in Bochum, das wir neu gemacht haben“, so Thomas Eiskirch. Weitere müssen und sollen folgen. Es sei eine große Herausforderung, Bochums Infrastruktur wieder fit zu machen und fit zu erhalten.

Die alte Buselohbrücke –  errichtet von 1941 bis 1943 und ausgebaut 1972 –, die die Stadt 1984 von der deutschen Bahn übernommen hatte, war in die Jahre gekommen und daher seit 2008 für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 2,8 Tonnen gesperrt. Davon betroffen waren auch Buslinien der Bogestra, die entsprechend eine Umleitung fahren mussten. Das Tiefbauamt hat die neue Brücke westlich der alten errichtet und im Zuge des Neubaus den Verlauf der Buselohstraße verändert: Nach der Inbetriebnahme ist diese nun über einen Kreisverkehr direkt an die Harpener Straße angebunden. Die Einmündung Harpener Straße / Auf der Prinz hat das Tiefbauamt ebenfalls vollständig neu gestaltet. Hier hat nun der Verkehr auf der Harpener Straße bis zur Auffahrt auf den Sheffield-Ring Vorrang. Alle neu gebauten Straßen und die Brücke hat das Tiefbauamt zudem mit Radwegen ausgestattet. „Wir haben die Chance genutzt, gleich die Radwegeverbindung mit zu verbessern“, unterstreicht Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

Die neue Buselohbrücke wird am 06.10.2017 von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Vertretern aus Politik und Verwaltung freigegeben. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
Im November 2015 hatten die vorbereitenden Arbeiten für die Erneuerung der Brücke an der Buselohstraße begonnen. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork, Bezirksbürgermeister Heinrich Donner und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke hatten im Dezember den ersten Spatenstich gesetzt. Für die Widerlager der Brücke bohrte ein Spezialgerät auf beiden Seiten der Bahntrasse, dort wo nun die Brücke aufliegt, je 13 Löcher mit einem Durchmesser von jeweils eineinhalb Metern rund 20 Meter in die Tiefe. Diese wurden mit Stahlbeton gefüllt und tragen die gesamte Last der Konstruktion. Parallel zu den Arbeiten an den Widerlagern begann im Frühjahr 2016 zwischen der Bahnanlage und der Harpener Straße die Montage der neuen Brücke. Nach der Montage wurde sie im November 2016 mit Hydraulikpressen Stück für Stück über die Gleise eingeschoben. „Das sah spektakulär aus und war mit einer Gesamtbauzeit von knapp zwei Jahren ziemlich zackig“, sagt Thomas Eiskirch.

Die Stadtwerke Bochum Netz haben den Neubau genutzt, um neue Leitungen zum und unter dem Brückenbauwerk zu verlegen. Diese Arbeiten werden sie in Kürze abschließen können. Auch einige kleine Restarbeiten lässt das Tiefbauamt in den kommenden Wochen nach der heutigen Freigabe der Brücken noch ausführen. Dann ist auch die Strecke Richtung Blumenfriedhof wieder frei; den Weg vom und zum Sheffieldring und USB-Wertstoffhof  nutzten erste Bürgerinnen und Bürger bereits wenige Minuten, nachdem Vertreterinnen und Vertreter aus  Verwaltung und  Politik die Sperrgitter vor der Brücke zur Seite getragen hatten.

(6. Oktober 2017)

Den Neubau der Buselohbrücke im Zeitraffer sehen Sie hier.