Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe) außerhalb von Einrichtungen

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Welche Dienstleistung suche ich, bin ich hier richtig?

Wenn Ihre Einkünfte und Ihr Vermögen nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt sicherzustellen und Sie auch sonst nicht in der Lage sind, Ihre Notlage aus eigener Kraft zu überwinden, besteht für Sie nach dem Sozialgesetzbuch XII die Möglichkeit, Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe) zu erhalten.
   
Dies gilt jedoch nur für Personen, die nicht leistungsberechtigt im Sinne des SGB II sind (Arbeitslosengeld II - ALG II). Leistungsberechtigte im Sinne jenes Gesetzes sind erwerbsfähige Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und mindestens drei Stunden am Tag arbeiten können. Im Haushalt lebende Angehörige der Einstandsgemeinschaft erhalten in diesem Fall ebenfalls Leistungen nach SGB II. Die Feststellung, ob Erwerbsfähigkeit vorliegt, trifft das Jobcenter.

Sozialhilfe ist immer nachrangig zu gewähren. Wer Sozialhilfe in Anspruch nehmen möchten, muss daher sämtliche anderen Hilfs- und Einkommensmöglichkeiten vorrangig ausschöpfen.

Der Bedarf umfasst im Wesentlichen
  • den für die Leistungsberechtigte / den Leistungsberechtigten maßgebenden Regelsatz,
  • die angemessenen tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung (bei Mehrpersonenhaushalten jeweils anteilig),
  • gegebenenfalls anfallende Mehrbedarfe (zum Beispiel bei Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen G)
  • gegebenenfalls anfallende Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge



Was wird vorausgesetzt oder ist zu beachten?

Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt haben Personen, die
  • vorübergehend nicht erwerbsfähig sind (länger als 6 Monate) und
  • die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben und
  • ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen mit dem nicht getrennt lebenden Partner oder der nicht getrennt lebenden Partnerin beziehungsweise bei minderjährigen Kindern auch aus dem Einkommen und Vermögen der Eltern bestreiten können und 
  • keine Möglichkeit der Selbsthilfe haben und
  • keine vorrangigen Leistungsansprüche gegenüber anderen Sozialhilfeträgern wie zum Beispiel Agentur für Arbeit, Jobcenter oder Amt für Wohnungswesen haben.
Zum Einkommen gehören zum Beispiel Renten, Erwerbseinkommen und Unterhaltszahlungen. Vom Einkommen bleiben beispielsweise angemessene Beiträge für eine Hausrat- und Haftpflichtversicherung frei. Das Erwerbseinkommen muss nicht in voller Höhe eingesetzt werden. Welcher Betrag frei bleibt, ist im Einzelfall zu erfragen.

Zum Vermögen gehören zum Beispiel Haus- und Grundvermögen, Pkw, Bargeld, Guthaben auf Konten, Rückkaufswerte von Lebens- und Sterbeversicherungen. Nicht angerechnet werden Geldbeträge bis zu einem Betrag von 5.000 Euro bei Alleinstehenden beziehungsweise 10.000 Euro bei nicht getrennt lebenden Partnern. Für jede weitere Person werden 500 Euro hinzugerechnet.

In einem Beratungsgespräch kann unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geprüft werden, ob für Sie ein Anspruch auf Leistungen gegeben ist.

Die Hilfe setzt erst ein, wenn dem Sozialhilfeträger die Notlage bekannt wird. Sie wird nicht für davor liegende Zeiträume gewährt.

Bitte beachten Sie die Hinweise zum Datenschutz.



Was benötige ich oder muss ich mitbringen?

Damit wir Ihren Anspruch prüfen und bearbeiten können, benötigen wir von Ihnen zum Beispiel:
  • Personalausweis beziehungsweise bei ausländischen Personen einen Reisepass, Aufenthaltserlaubnis
  • Nachweise über alle Einkünfte zum Beispiel:
    • Renten / Pensionen
    • Wohngeld
    • Erwerbseinkommen
    • Einkünfte aus Wohnrechten
    • Unterhalt
    • Zinsen
    • Sonstige Einkünfte aus Kapitalvermögen
    • Miet- und Pachteinnahmen
  • Nachweise über folgende Ausgaben:
    • Miete und Heizkosten
    • Nachweise über private Versicherungen
    • Kontoauszüge der letzten drei Monate
  • Nachweise über Vermögen zum Beispiel:
    • Haus- und Grundvermögen
    • Pkw
    • Bargeld
    • Wertpapiere
    • Kontoguthaben
    • Versicherungsrückkaufwerte
    • Schwerbehindertenausweis (soweit vorhanden)
Welche Unterlagen und Nachweise in Ihrer persönlichen Situation erforderlich sind, sollten Sie jeweils ausgehend von der Besonderheit des Einzelfalles mit den zuständigen Mitarbeitern/innen des Amtes für Soziales klären.

Hinweise zum Datenschutz


Wo muss ich wann hin?

Foto des Verwaltungsgebäudes


Bildungs- und Verwaltungszentrum - Foto des Verwaltungsgebäudes

Adresse / Kontakt


Adresse:
Bildungs- und Verwaltungszentrum
Gustav-Heinemann-Platz 2-6
(Postanschrift) 44777 Bochum
(Navigation) 44787 Bochum

Öffnungszeiten


Montag, Mittwoch und Donnerstag:
09:00 bis 13:00 Uhr


Außerhalb dieser Zeiten ist eine Terminvereinbarung möglich.

Anfahrt/Standort


Lageplan Bochumer Rathaus mit Bildungs- und Verwaltungszentrum und Technischem Rathaus


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Parkmöglichkeiten

Parkmöglichkeiten bietet das Parkhaus P3 am Rathaus / Bildungs- und Verwaltungszentrum.

Barrierefreier Zugang

Das Verwaltungsgebäude besitzt drei Fahrstühle und ist ebenerdig zugänglich.


Wer ist meine Ansprechperson?

Bezirk Bochum-Mitte, Bochum-Nord und Bochum-Süd
BVZ, Gustav-Heinemann-Platz 2-6,
    
Herr Evers
Zimmer: 3034
Telefon: 0234 910-2751
Telefax: 0234 910-2755
E-Mail: MEvers@bochum.de

Herr R. Kozlowski
Zimmer: 3009
Telefon: 0234 910-2372
Telefax: 0234 910-2755
E-Mail: Kozlowski@bochum.de


Bezirksverwaltungsstelle Wattenscheid
Rathaus Wattenscheid, Friedrich-Ebert-Str. 7,
-Soziale Hilfen-
(siehe Buchstabenaufteilung)
  
Bezirksverwaltungsstelle Ost
Verwaltungsstelle Langendreer, Carl-von-Ossietzky-Platz 1,
(siehe Buchstabenaufteilung)

Bezirksverwaltungsstelle Südwest
Verwaltungsstelle Weitmar, Hattinger Str. 389,
(siehe Buchstabenaufteilung)