Verleihung des Peter-Weiss-Preises an Ulrich Peltzer

Autor Ulrich Peltzer (Foto ist honorarfrei für Presse und Werbung des S. Fischer Verlags). +++ Foto: Astrid Busch
Die Stadt Bochum vergibt ihren Kulturpreis, den Peter-Weiss-Preis, für 2014/2015 in der Sparte Literatur. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und geht an den Berliner Autor Ulrich Peltzer. Die Jury kürte ihn auf ihrer Sitzung am Dienstag (8. Dezember). Sie sieht eine besondere Nähe seines Schaffens zum Werk von Peter Weiss, weil „er Literatur als Erkenntnismittel, als Forschungs- und Aufklärungsinstrument zur Durchdringung der komplexen zeitgenössischen Wirklichkeit einsetzt“. Mit seinem Werk führt Ulrich Peltzer das humanistische Engagement, für das das Gesamtwerk von Peter Weiss beispielhaft steht, fort.

Unter dem Jury-Vorsitz von Stadtdirektor Michael Townsend berieten: Bettina Böttinger (Journalistin), Dr. Alida Bremer (Autorin, Übersetzerin, Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin), Prof. Dr. Ralph Köhnen (Lehrender am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum), Dr. Erda Lapp (Leiterin der Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum) sowie Siegrid Löffler (Literaturkritikerin). Vertreter der Fraktionen im Rat waren Heinz-Dieter Fleskes (SPD), Lothar Gräfingholt (CDU), Barbara Jeßel (Die Grünen), Ralf-Dieter Lange (Die Linke), Gabriele Wolger-Demolsky (AfD) sowie Felix Haltt (FDP/Die Stadtgestalter). Die Leiterin der Stadtbücherei, Waltraud Richartz-Malmede, nahm als Jurymitglied mit beratender Stimme teil.

Seit 1990 wird der städtische Kulturpreis, benannt nach dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher Peter Weiss, alle zwei Jahre in den Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben, um auf diese Weise dem gesamten Spektrum des Werkes von Peter Weiss Rechnung zu tragen. Er soll Ansporn und Förderung für die Kunstschaffenden der verschiedenen Sparten sein, ihre Arbeit im Sinne eines humanistischen Engagements fortzusetzen, für welches das Gesamtwerk von Peter Weiss beispielhaft steht.

Die bisherigen Preisträger sind George Tabori (Literatur, 1990), Marcel Ophüls (Film, 1992), Elfriede Jelinek (Literatur, 1994), Jochen Gerz (Bildende Kunst, 1996), Christoph Hein (Literatur, 1998), Kurt Hübner (Theater, 2000), Harun Farocki (Film, 2002), Hans Haacke (Bildende Kunst, 2004), Ingo Schulze (Literatur, 2006), Dimiter Gotscheff (Theater, 2008), Rosemarie Trockel (Bildende Kunst, 2010) und Fatih Akin (Film, 2012).

(15. Dezember 2015)