Tag des offenen Denkmals

In jedem Jahr treffen sich bundesweit Denkmalinteressierte Bürgerrinnen und Bürger um historisch bedeutsame Objekte vor Ort zu erleben. Jedem Denkmaleigentümer steht es frei, sein Denkmal am diesen Tag der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Tag des offenen Denkmals findet immer am ersten Sonntag im August statt und wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert.

Broschüren der Jahre 2005 bis 2014 zum Download

Tag des offenen Denkmals 2014

Farbe
ISBN: 978-3-8093-0297-1

In diesem Jahr befasst sich der Tag des offenen Denkmals mit dem Motto „Farbe“ - einem wahren Universalthema, dass sich auf Denkmäler sämtlicher Epochen beziehen lässt.

Als unmittelbarer Sinneseindruck ist Farbe schon seit Urzeiten eine zentrale Gestaltungsform und hat eine unmittelbare Auswirkung auf unsere Wahrnehmung von Objekten. Farbe wird von allen Völkern dieser Erde verwendet und kann entweder flächig aufgetragen werden oder findet Verwendung in der Darstellung von Mustern, Ornamenten und Malereien.

Farben spielen im Ritus und in der Religion, in der ethnischen Abgrenzung und zur Ordnung sozialer Hierarchien eine bedeutende Rolle. Darüber hinaus verbinden sie in der Kontinuität ihrer Verwendung mit Traditionen und sind zugleich für den Betrachter Ausdruck der gegenwärtigen Lebenseinstellung. Farben können Geschichten erzählen und sogar mit Tabus belegt sein.

Selbstverständlich ist die farbliche Gestaltung von Bau- Kunst- und Bodendenkmälern sowie Gärten und Parks immer schon ein wesentlicher Aspekt für ihre Erbauer und Erschaffer gewesen. Farbe hat ihre Anziehungskraft nie verloren und spricht uns als Denkmalpfleger, Restauratoren, Denkmalbesitzer,  Archäologen, Handwerker und vor allen Dingen als Betrachter direkt an.

Die Broschüre zum Tag des offenen Denkmals 2014 können Sie hier herunterladen (pdf Datei).


Tag des offenen Denkmals 2013

Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?
ISBN: 978-3-8093-0292-6

Das Motto des Denkmaltages 2013 umfasst einen Themenbereich, der einen außerordentlich weiten Interpretationsspielraum lässt und sich auf Denkmäler sämtlicher Epochen beziehen kann.

Doch was genau sind unbequeme Denkmäler und was macht ein Objekt „unbequem“? Ein Denkmal gilt als unbequem, wenn es beispielsweise die Ideologie einer Zeit widerspiegelt, die unmittelbar mit vielen negativen Gefühlen verbunden ist. Als Beispiele lassen sich hier unter anderem Bauten der NS-Zeit oder der DDR anführen. Doch ein Denkmal kann auch aus komplett anderen Gründen als unbequemes Denkmal angesehen werden: Die Architektur der Nachkriegszeit und der 50er/60er Jahre ist selbst in Fachkreisen ein viel diskutiertes Thema, gerade weil Denkmalwert und Ästhetik dieser Gebäude gemeinhin oft nicht nachvollziehbar sind. Oft ändern sich auch die Anforderungen an die Nutzung eines Denkmales im Lauf der Zeit. Obwohl die ursprüngliche Nutzung innerhalb eines Gebäudes noch gegeben ist, kommt häufig der Wunsch auf, das Denkmal modernen Standards anzupassen. Inwieweit dies möglich ist, ohne den Denkmalwert eines Gebäudes zu beeinträchtigen, wird jeweils von der Unteren Denkmalbehörde in Zusammenarbeit mit dem LWL abgewogen.

Sinkende Gemeindezahlen, die zu Kirchenschließungen und Profanierungen dieser Gebäude führen, lassen einige der ansonsten beeindruckenden Kirchenbauten zu Problemfällen werden, bei denen es an der Zeit ist, in neuen Strukturen zu denken und eine möglichst denkmalgerechte Folgenutzung für diese einzigartigen Bauwerke zu finden. Solche Nutzungsänderungen stellen häufig andere Ansprüche an die Raumkonzeption innerhalb der Denkmäler, so dass Eingriffe in die Originalsubstanz oft unvermeidbar bleiben um das Gebäude weiterhin zu erhalten und Leerstände zu vermeiden.

Dies sind jedoch nur einige, beispielhafte Fälle für unbequeme Denkmäler. In dieser Broschüre und während der Stationen am Tag des offenen Denkmals werden Sie viele interessante Objekte kennenlernen, die aus den unterschiedlichsten Gründen als unbequem angesehen werden können.

Die Bröschüre zum Tag des offenen Denkmals 2013 können Sie hier herunterladen (pdf Datei).


Tag des offenen Denkmals 2012

Holz
ISBN: 978-3-8093-0284-1

Unter dem Motto „Holz“ widmet sich der Denkmaltag 2012 erstmalig einem konkreten Baumaterial.
 

Holz ist der Baustoff, der in unseren Breitengraden fast überall verfügbar und dadurch vielleicht der wichtigste Baustoff war. Er ist für alle Bevölkerungsschichten zum Bau der eigenen Häuser, Hütten, Kotten und Höfe genutzt worden. Bei Fachwerkbauten und Dachstühlen wurde Holz eingesetzt ebenso wie beim Schiffbau und dem Bau von technischen Anlagen wie Schleusen, dem Schienenbau oder im Bergbau.
 

Auch die Restaurierung von Fachwerkhäusern, Innenausbauten von Gebäuden als Zeugnis der Schreinerkunst oder kunstvoll gestaltete Kirchenausstattungen in Form von Orgelprospekten, Altären und historischem Chorgestühl gehören zum Schwerpunktthema Holz.
 

Der Interpretation sind hier keine Grenzen gesetzt, deshalb befasst sich die Broschüre auch mit „lebendigem“ Holz, z. B. mit der Geschichte Bochumer Stadtwälder.
 

Diese Themenvielfalt wird in der Broschüre an Hand von „Bochumer Beispielen“ dargestellt. Leider können in diesem Rahmen viele Themen nur angerissen werden.
 

Die Broschüre zum Tag des offenen Denkmals 2012 können Sie hier herunterladen.
 


Denkmalbereich Stahlhausen

Gestaltungshandbuch

Mit dem Siedlungsbereich Stahlhausen besitzt die Stadt Bochum ein herausragendes Zeugnis der sich wandelnden Wohn- und Lebensverhältnisse im Arbeitersiedlungsbau des 19. und 20. Jahrhunderts. Lag die Siedlung in ihrer Entstehungszeit noch isoliert zwischen den Werksgeländen der Stahlindustrie des Bochumer Vereins, ist sie durch das Siedlungswachstum heute zu einem Stück Stadt geworden. Dabei hat sie ihren grünen Charakter, geprägt durch alten Baumbestand und weitläufige Grünflächen, sowie ihren städtebaulichen Zusammenhang bewahrt.

Das vorliegende Gestaltungshandbuch gibt hierzu detaillierte Informationen und zeigt Spielräume und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung auf, ohne restriktiv zu sein.

Die Broschüre Denkmalbereich Stahlhausen in Bochum können Sie hier herunterladen.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Tag des offenen Denkmals 2011

Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert
ISBN: 978-3-8093-0276-6

Die Broschüre Tag des offenen Denkmals 2011 können Sie hier herunterladen.

Damit widmet sich der Denkmaltag einer der komplexesten, stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichsten Epoche der Bau- und Kunstgeschichte.

Romantik und Realismus gingen im 19. Jahrhundert Hand in Hand und sorgten für höchst interessante Bauwerke und Kulturgüter. Die Industrialisierung hat bei differenzierter Gleichzeitigkeit von unterschiedlichsten Bedingungen und Erfordernissen zu einer deutlichen Kulturförderung geführt.

Einhergehend verursachte die Industrialisierung mit ihrem immer größer werdenden Bedarf an Arbeitskräften eine bisher nie dagewesene Landflucht, die ein rasches Anwachsen der Stadtbevölkerung mit tiefgreifenden Veränderungen in der Baukultur der Städte und ganzer Industrieräume führte. Neue Arbeitersiedlungen und Industriebauten entstanden und mit ihnen Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und Volksparks, die noch heute das Bild der Städte prägen. Durch politische Veränderungen und die Entwicklung neuer Baumaterialien wurden neue Gebäude mit neuen Formen benötigt, wie z. B.  verwaltungstechnische Gebäude, Schulen, soziale Einrichtungen, Gewächshäuser, Aussichtstürme.

In der Struktur der kirchlichen Besitztümer, Institutionen und Herrschaftsgebiete traten durch die Säkularisierung große Veränderungen ein. Auch durch den rasanten Bevölkerungszuwachs vor allem in den Städten, wurde im 19. Jahrhundert eine Vielzahl von Kirchen neu gebaut. In den vielen Kirchenrestaurierungen dieser Zeit kann man den Beginn der modernen fachlichen Denkmalpflege erkennen. Die Stile der Zeit, Klassizismus, Romantik, Historismus bis hin zu den Anfängen der Moderne und des Jugendstils lassen sich jedoch nicht nur an den Sakralbauten, sondern auch an den Grabsteinen und in der Anlage der Friedhöfe erläutern.

Gerade durch die starken Umbrüche in der politischen Welt dieser Zeit errichtete man allerorts „Helden-Denkmäler“: Zahlreiche Bismarckdenkmäler, -säulen und Ehrenmonumente wurden gebaut, ebenso wie Ehrenmale für Revolutionshelden, Befreiungskämpfer oder andere politische Personen.


Historische Siedlungen in Bochum (2010)

Ein Querschnitt von 1868 bis 1918
ISBN: 978-3-8093-0261-1

Die Broschüre Historische Siedlungen in Bochum können Sie hier herunterladen.

In dieser Broschüre wird die Bedeutung des Siedlungsbaus für Bochum und die gesamte Region verdeutlicht. Die Siedlungen haben in großen Teilen hohe städtebauliche und architektonische Qualität und sind auch heute noch oft gefragte und attraktive Wohnquartiere.

Sieben Siedlungen werden beispielhaft vorgestellt und beschrieben. Darunter ist die Dahlhauser Heide, die mit Abstand größte Siedlung auf Bochumer Stadtgebiet aus dieser Epoche, deren Gestaltungssatzung zur Zeit aktualisiert wird. Die Siedlung “Am Rübenkamp” als kleinste Siedlung dieser Zeit besteht aus insgesamt drei Häusern.


Tag des offenen Denkmals 2009

Historische Orte des Genusses
ISBN: 978-3-8093-0258-2

Die Broschüre Tag des offenen Denkmals 2009 können Sie hier herunterladen.

Eine „Genuss-Denkmalpflege“ gibt es selbstverständlich nicht. Denkmalpflege ist auch für die auf ihrem Gebiet Tätigen manchmal kein Genuss, meist jedoch Passion. Dennoch hat Denkmalpflege, die die mühevolle Arbeit des Wiederherstellens und Erhaltens zum Ziel hat, viel mit Genuss zu tun. Dann nämlich, wenn sich der Einsatz von Geld, Arbeit und Engagement gelohnt hat. Wie groß ist der Genuss und die Freude am Erreichten, wenn nach jahrelangem Einsatz historische Bauten in altem Glanz erstrahlen, oder wenn Details spannende Geschichten erzählen, die zuvor unter Staub und Dreck verborgen waren.

 


Tag des offenen Denkmals 2008

Vergangenheit Aufgedeckt
Archäologie und Bauforschung

ISBN: 978-3-8093-0249-0

Die Broschüre Tag des offenen Denkmals 2008 können Sie hier herunterladen.

In der Broschüre wird das Thema des Denkmaltages 2008 vertieft. Informationen zum Programm der Stadt Bochum und anderer Veranstalter werden erläutert. In zahlreichen Artikeln sind Objekte vorgestellt, z. B. die Villa Nora, die Burg Blankenstein und der Malakoffturm, die die Geschichte Bochums bezeugen und das Thema Bauforschung und Archäologie behandeln.


Tag des offenen Denkmals 2007

Orte der Einkehr und des Gebets
Historische Sakralbauten

ISBN: 978-3-8093-0244-5

Die Broschüre Tag des offenen Denkmals 2007 können Sie hier herunterladen.

Die Broschüre gibt Informationen zum Programm des Denkmaltages 2007 und zuden geöffneten Denkmälern mit ihren vielseitigen Angeboten. Siebeinhaltet in verschiedenen Artikeln Informationen zu unterschiedlichenKirchen, zur Synagoge und zur Geschichte der Morscheen.


Tag des offenen Denkmals 2006

Rasen, Rosen und Rabatten
Historische Gärten und Parks


Die Broschüre Tag des offenen Denkmals 2006 können Sie hier herunterladen.

DieBroschüre beschreibt das Programm der Stadt Bochum undweiterer Veranstalter zu Denkmälern, die am 10. September 2006geöffnet waren. In verschiedenen themenbezogenen Artikeln werdenInformationen zur Geschichte einzelner Objekte z. B. zum SchloßparkWeitmar, zum alten Ümminger Friedhof und zu Klostergärten gegeben.


Tag des offenen Dankmals 2005

Krieg und Frieden

Die Broschüre Tag des offenen Denkmals 2005 können Sie hier herunterladen.

Seit 60 Jahren haben wir in Deutschiand keinen Krieg mehr erleben müssen. Wenn wir aus dem Blickwinkel der deutschen Geschichte an die Schlagworte "Krieg und Frieden" denken, so drängen sich sofort die Schreckensbilder des Zweiten Weltkriegs von Zerstörung, Tod und Leid auf.

Der Erste und der Zweite Weltkrieg, die Napoleonischen Befreiungskriege oder der Dreißigjährige Krieg überrollten ganz Europa bis über seine Grenzen hinaus. Immer wieder jedoch bauten die Menschen ihre zerstörten Wohnhäuser, Kirchen und öffentlichen Bauten in der Architektur ihrer Zeit wieder auf, bewusst in den alten Strukturen oder als deutlicher Neuanfang. In längeren Friedensphasen gelangten viele Städte und Regionen zu Wohlstand, der sich auch im Reichtum ihrer Bauwerke niederschlug.

Das Thema Krieg und Frieden ist also für die Entwicklung der Architektur von großer Bedeutung.