Aktuelle Ausstellungen



"Bochum - das fremde und das eigene" Stadtgeschichte in Bewegung


Aktueller Hinweis:

In neuem Gewand: Wiedereröffnung der Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte

Die Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“, die sich in unserer Stadt großen Zuspruchs erfreute, wurde in leicht veränderter Gestalt wieder eröffnet. Die Straffung der Präsentation war notwendig, um Platz für die neue Schau „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“ zu schaffen, die ab dem 24. August zu sehen sein wird.

Wieder zu sehen sind die Abteilungen „Fern und fremd – die „graue Vorzeit Bochums“, „Kaubaukum – (k)ein Ort für Fremde?, „Kortum und die Welt – die Faszination des Fremden“, „Fremd in der Stadt – die fremde Stadt“ sowie „Fremde – Gäste – Gastarbeiter“.

Der Eintritt ist frei.

Ausstellungsabteilungen

Fern und fremd - Die "graue Vorzeit" Bochums
Plakat zur Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene"

Fremd in der Stadt - die fremde Stadt
"Kaubaukum" -
(K)ein Ort für Fremde?

Fremde - Gäste - Gastarbeiter


Kortum und die Welt - Die Faszination des Fremden


Bochum - das fremde und das eigene - Eigenproduktion

Bochum – das fremde und das eigene. Geschichte in Bewegung
„Bochum – das fremde und das eigene“ bietet einen besonderen Zugang zur Stadtgeschichte. Die Ausstellung thematisiert Migration und Fremdheit in Bochum – und für Bochumer – im historischen Längsschnitt. Sie schlägt den Bogen von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Gegenwart und wagt damit eine Gesamtschau am lokalen Beispiel. Die ursprünglich für die Ruhr.2010 Kulturhauptstadt Europas gestaltete Präsentation ist auch weiterhin zugänglich. Sie wird peu à peu erneuert, ergänzt und weiterentwickelt: Geschichte ‚in Bewegung’
Eintritt frei

1961-1975: Angeworben – gekommen – geblieben. 14 Jahre Zuwanderung im Spiegel städtischer Kulturarbeit in Bochum
Seit 1961 kamen zahlreiche Arbeitsmigranten aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland und auch nach Bochum, von denen viele für immer blieben. Sie waren nicht die ersten – und nicht die letzten –, die als „Gastarbeiter“ ihren Beitrag zum deutschen „Wirtschaftswunder“ leisteten. Die Ausstellung fragt danach, wie die Stadt Bochum auf ihre neuen Bewohnerinnen und Bewohner reagierte und welche besonderen Anstrengungen die städtischen Kultureinrichtungen unternahmen, um ihnen den Alltag in Deutschland zu erleichtern oder um sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken. Im Mittelpunkt stehen die Angebote der Volkshochschule, der Bücherei und der Schulen, aber auch des Museums Bochum, unter dessen Federführung 1974 zum ersten Mal das „Ausländerfestival“ auf Haus Kemnade stattfand. Die Einheit entstand anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. Dieses und das erste Kemnade-Festival bilden den Zeitrahmen der Betrachtung. Die Ausstellung kann als eigenständiges Format wahrgenommen werden und dient gleichzeitig als Ergänzung von „Bochum – das fremde und das eigene“.
Eintritt frei


Zwischen Heimat, Front + Revolution. Bochum 1914 bis 1920

Exponat der Ausstellung "Zwischen Heimat und Front - Bochum im ersten Weltkrieg" im Stadtarchiv, Zentrum für Stadtgeschichte in Bochum. Aufgenommen am 04.08.2014. Die Austellung startet am 24. August. +++ Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Presseamt
Plakat zur Ausstellung

Im November jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Aus dem zu Beginn überschaubaren Kriegsgeschehen im August 1914 entstand der Weltkrieg. Der zunächst noch „traditionelle“ Krieg entwickelte sich zum industrialisierten Massenkrieg mit neuer Waffentechnik, stetig steigender Waffenproduktion und dem Ersteinsatz von Giftgas, Panzern und Kampfflugzeugen. Er gilt als der erste „totale“ Krieg überhaupt, der auch die „Heimatfront“ fest im Griff hatte. Mit zunehmender Dauer wich die anfängliche Euphorie Kriegsmüdigkeit, Überdruss und Verzweiflung. Die nationale Einheit bröckelte, Proteste und Streiks griffen um sich. Am 11. November 1918 war der Krieg zu Ende – und die Novemberrevolution in vollem Gange. Auch in Bochum bildete sich unter der Führung des Sozialdemokraten Fritz Husemann ein Arbeiter- und Soldatenrat (ASR). Große Unruhen waren nicht zu verzeichnen. Der ASR sorgte für „Ruhe, Sicherheit und Ordnung“. Als Folge der Revolution wurde das demokratische Wahlrecht mit freien, gleichen und geheimen Wahlen für Männer und für Frauen eingeführt, im Januar 1919 die verfassunggebende Nationalversammlung gewählt, im März die Stadtverordnetenversammlung. Doch die Proteste blieben. Auf Massenstreiks im Frühjahr 1919 folgte der Belagerungszustand. Als nach der Niederschlagung des Kapp-Lüttwitz-Putsches im März 1920 Teileinheiten der bewaffneten Arbeiter für ihre Forderungen weiterkämpften, marschierten Truppen der Reichswehr ein und schlugen sie blutig nieder.

déportésde Bochum
Jenseits von Krieg und Revolution gab es Dinge, die die Menschen erfreuten und sie aufrichteten. Der Kultur- und Unterhaltungsbetrieb kam während des gesamten Krieges nicht zum Erliegen. 1919 schwang er sich zu neuen Ufern auf: Die Bochumer Symphoniker wurden gegründet, das Stadttheater bekam einen Intendanten und ein eigenes Ensemble, die Volkshochschule legte ihre ersten Programme vor und im Haus Rechen fand das Stadtmuseum eine Bleibe.

Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung von 1914 bis 1920 am Beispiel Bochums nach. Sie wechselt aber auch die Perspektive und richtet den Blick auf den südbelgischen Ort Virton, wo im August 1914 eine große Schlacht unter Beteiligung Bochumer Soldaten geschlagen wurde. Am Rande der Schlacht kam es zu einem Massaker an der belgischen Zivilbevölkerung. In Zusammenarbeit mit dem Musée des Guerres en Gaume in Virton-Latour thematisiert die Ausstellung sowohl dieses Massaker als auch das Über-Leben der belgischen Bürger in der Etappe im besetzten Virton und die Zwangsarbeit, die belgische Arbeiter in Deutschland leisten mussten, auch aus Virton, auch in Bochum.

Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 18. November, 11 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 18 Uhr; Samstag / Sonntag und an Feiertagen: 11 bis 17 Uhr
Ein Begleitbuch ist in Arbeit.


Objjekt 110 Signatur Stadtarchiv Objekt 404




Trockenstrauss aus Ausstellung 1914 / 1918