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Kulturbahnhof Langendreer

Außenaufnahme des Kulturbahnhofes Langendreer am Abend. Per Klick verlassen Sie den Internet-Auftritt der Stadt Bochum.
Das Gebäude des ehemaligen Bahnhofs, das heute eine neue Funktion als Jugend- und Kulturzentrum gefunden hat, ist mit seinen prägnanten Stilmerkmalen ein einmaliges Zeugnis in kultur- und architekturgeschichtlicher Hinsicht. Es entstand 1907/08 in Regie der Königlich-Preußischen Eisenbahn-Direktion Essen. Besonders reizvoll erscheinen die reichverzierte Fassade, die vorgebaute Eingangshalle mit den Spitzbogeneingängen sowie der schieferverkleidete Dachturm des Hauptgebäudes. Als 1983 die neue S-Bahn-Verbindung von Bochum nach Dortmund ihren Betrieb aufnahm und der Haltepunkt Langendreer um einige 100 Meter nach Süden verlegt wurde, sollte das Gebäude abgerissen werden. Nach heftigen Protesten der Bevölkerung wurde der Bahnhof unter Denkmalschutz gestellt.


Innenaufnahme Kulturbahnhof Langendreer. Per Klick verlassen Sie den Internet-Auftritt der Stadt Bochum.
Das vielfarbige, multikulturell geprägte Programm des heutigen "Kulturbahnhofes" umfasst Musik, Theateraufführungen und Kabarett, ergänzt durch Parties und regelmäßigen Discobetrieb. Darüber hinaus werden politische Veranstaltungen zu Themen der Zeit angeboten und verschiedenen Initiativen und Gruppen die Gelegenheit gegeben, sich in den Räumen des Bahnhofs zu treffen. Die angeschlossene Gastronomie sorgt für das leibliche Wohl. Außerdem bietet das Kino "Endstation" Filmliebhabern ungewöhnliche Lichtspiel-Erlebnisse. Das Filmfestival "Blicke aus dem Ruhrgebiet" hat sich hier zu einer überregional bedeutenden Veranstaltung entwickelt.


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Historischer Friedhof Ümmingen

Aufnahme einer Doppelstein-Grabstele auf dem historischen Friedhof Ümmingen
Empfehlenswert ist ein Blick auf den historischen Friedhof an der Alten Ümminger Straße, gleich in der Nähe des Sees. Alte Grabstelen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, dekoriert mit christlichen Symbolen und Motiven, sind hier zu sehen.

Die alte Ümminger Kirche ist 1895 leider abgerissen worden, doch sind seit 1962 ihre Grundmauern wieder freigelegt, so dass auch hier die Beziehung von Kirche und Kirchhof zur Siedlung deutlich wird.

Die Grabstelen auf dem Kirchhof, oft Doppelsteine, sind meist reich mit pflanzlichen Motiven verziert. Engelsköpfe und christliche Fruchtbarkeitssymbole wie Weintrauben, dazu Bibelverse und fromme Sprüche weisen auf den Auferstehungsglauben und eine Belohnung im Jenseits hin. Todessymbole dagegen wie gekreuzte Knochen und Totenschädel erinnern an die Vergänglichkeit des Diesseits.

Die Namen auf den Grabsteinen sind die Namen der jahrhundertealten Bauernhöfe, zu denen meist eine Erbgruft auf dem Kirchhof gehörte. Haus- und Hofmarken spiegeln bäuerlichen Besitzerstolz wieder.


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Ümminger See

Landschaftsaufnahme Ümminger See. Per Klick erhalten Sie weitere Informationen.
Der Ümminger See (Parkplatz Ümminger Straße) gilt heute als modernes Naherholungsgebiet im Grünzug des Ölbachtals, an dem die ökologischen Sünden der Vergangenheit kaum noch erkennbar sind. Früher wurden darin die von umliegenden Zechen abgepumpten Grubenwasser aufgefangen und geklärt.

Mitten im See liegt eine kleine Insel, die den einheimischen Vögeln in einem Schutzreservat eine natürliche Umgebung zur Aufzucht des Nachwuchses bietet.


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Park Langendreer

Minigolfanlage im Volkspark in Bochum-Langendreer. Per Klick erhalten Sie weitere Informationen.
Der Volkspark liegt auf dem Gelände zweier ehemaliger großer Feldziegeleien,die dem Bauunternehmer Maiweg und dem Schulten Grieb gehörten. Der Rosengarten oder auch seltene Bäume wie der Urwaldmammutbaum und die Sumpfzypresse laden zu erholsamen Spaziergängen im Volkspark Langendreer an der Alten Bahnhofstraße ein. Bereichert wird der Park zusätzlich durch seine Sportangebote, so zum Beispiel durch einen Minigolfplatz.


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Haus Langendreer

Außenaufnahme Haus Langendreer
Einst gehörte es zu den repräsentativen Rittersitzen auf Bochumer Stadtgebiet; bereits um 1200 wurde es erstmalig erwähnt, und bis zum 15. Jahrhundert war es Sitz der Herren von Dreer. Haus Langendreer (Am Leithenhaus) war Ende des 13. und im Verlauf des 14. Jahrhunderts eine Burganlage mit Gräftenhof in Fachwerkbauweise. Nach einer äußerst wechselvollen Geschichte blieb von dem Wasserschloss nicht viel übrig. Nur noch Reste der Burganlage erinnern heute an die Zeit der Rittersleute in Langendreer. Auf dem Grundstück des alten Adelsitzes Haus Langendreer liegt die Behindertenschule des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Reste der alten Ummauerung mit einem Türmchen und das Langhaus wurden gerettet.

Den Charakter einer Wasserburg hat die Anlage aber schon seit 1904 verloren. Als in den 1970er Jahren nach Neubauplänen erste Abrisse folgten, protestierten die Anwohner, die die bestehenden Reste des Kleinods "Haus Langendreer" erhalten wollten. Nach vielem hin und her erhielt die Schule 1977 eine größere Finanzspritze, um die noch stehenden Burganlagen zu restaurieren und in die Schule zu integrieren. Die Bauarbeiten kamen 1983 zum Abschluss, wobei das Äußere erhalten blieb und lediglich die Innenräume eine andere Einteilung bekamen.


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Brennerei Eickelberg

Außenaufnahme Ehemalige Korn-Brennerei Eickelberg
Die seit 1989 unter Denkmalschutz stehende ehemalige Korn-Brennerei Eickelberg zeigt den kompletten Arbeitsablauf in einer Brennerei um 1935.

Sie dokumentiert in einmaliger Form eine Epoche in der Brennerei-Technikgeschichte und ist daher nach dem Denkmalschutzgesetz bedeutend für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Bochumer und darüber hinausgehenden Raum.

Unter Beachtung der Auflagen der Unteren Denkmalbehörde reparierte und rekonstruierte die engagierte Eigentümerin den gesamten Maschinenpark, das Gebäudeinnere und die Fassade in so gelungener Form, dass sie nicht als Überarbeitung oder Nachbau zu erkennen sind.

Viele konstruktive Elemente mussten saniert werden. Decken waren statisch nicht mehr sicher. Der stattliche Turm war baufällig, er musste abgetragen und mit den gleichen alten Steinen wieder aufgemauert werden.

Der Schornstein neigte sich und musste gerichtet werden. Für die riesige Fensterfront wurden allein eigens 930 kleine Thermopanescheiben angefertigt. Das gesamte Mauerwerk wurde neu verfugt beziehungsweise erhielt einen neuen Putz und vieles mehr.

Nachdem die auf dem jetzigen Vorplatz gestandenen weiteren Wirtschaftsgebäude (Brennereiausschank, Verkaufsräume, Büro) sowie weitere Nebengebäude im Zuge der Umnutzung abgerissen sind, präsentiert sich die restaurierte Brennerei nunmehr mit ihrem einmaligen Erscheinungsbild der Öffentlichkeit.

In Anerkennung der hervorragenden Restaurierung erhielt die Eigentümerin, Frau Gabriel, den mit 10.000 DM dotierten "Westfälischen Denkmalpflegepreis 1996".


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