Untere Naturschutzbehörde

Die untere Naturschutzbehörde ist für den Naturschutz und die Landschaftspflege zuständig. Sie hat dafür zu sorgen, dass Schäden von Natur und Landschaft abgewendet und eine aktive und vorausschauende Landschaftsgestaltung betrieben wird. Ziel ist, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes zu erhalten und die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen nachhaltig zu sichern.

Dazu gehören die Beratung öffentlicher Stellen und privater Bauherren sowie die Mitarbeit in vielfältigen Planungsverfahren, wenn hierdurch Eingriffe in Natur und Landschaft zu erwarten sind.
 
Daneben wird hier die Betreuung des Naturschutzbeirates und der Naturschutzwacht wahrgenommen. Die Mitglieder des Naturschutzbeirates und die Naturschutzbeauftragten sind ehrenamtlich tätig und unterstützen und beraten die untere Naturschutzbehörde.

Die Arbeitsbereiche finden Sie hier:

Artenschutz

Naturschutzgebiete

Naturdenkmale

Sie sind Einzelschöpfungen der Natur, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder erdgeschichtlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit eines besonderen Schutzes bedürfen. Dies können nicht nur Bäume sondern auch besondere Findlinge oder geologische Aufschlüsse sein.

In Bochum sind zurzeit 46 Naturdenkmale unter Schutz gestellt. Davon 26 nach der Naturdenkmalverordnung im besiedelten Innenbereich. Im Außenbereich werden 11 Naturdenkmale durch den Landschaftsplan Bochum-West und neun durch den Landschaftsplan Bochum-Mitte / Ost geschützt.

Die einzelnen Standorte können Sie hier einsehen.

Bei Fragen zu den Naturdenkmalen oder wenn Sie der Meinung sind, ein Objekt sollte als Naturdenkmal ausgewiesen werden, können Sie sich an die untere Naturschutzbehörde wenden.

Ansprechpersonen

Naturschutzbeirat

Das Landesnaturschutzgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass bei der unteren Naturschutzbehörde zur unabhängigen Vertretung der Belange von Natur und Landschaft Naturschutzbeiräte als beratende Gremien zu bilden sind.

Der Beirat besteht aus 16 fachkundigen ehrenamtlichen Mitgliedern.

Der Naturschutzbeirat soll bei Schutz, Pflege und Entwicklung der Landschaft mitwirken und dazu

  • den zuständigen Behörden und Stellen Vorschläge und Anregungen unterbreiten,
  • der Öffentlichkeit die Absichten und Ziele von Landschaftspflege und Naturschutz vermitteln und
  • bei Fehlentwicklungen in der Landschaft entgegenwirken.

Über diese generelle Regelung hinaus stehen dem Naturschutzbeirat wichtige Anhörungs-, Beteiligungs- und Vorschlagsrechte zu; dies sind unter anderem:

Anhörung bei allen wichtigen Entscheidungen und Maßnahmen der Behörde, zum Beispiel Beteiligung bei der Behandlung von Flächennutzungsplanänderungen sowie bei wichtigen Bebauungsplänen.

Beteiligung in besonderen, im Landesnaturschutzgesetz genannten Fällen, zum Beispiel Naturschutzwacht, Landschaftspläne, Ordnungsbehördliche Verordnungen, Widerspruchsrecht bei Anträgen auf Befreiung von naturschutz- und landschaftsrechtlichen Geboten und Verboten.

Sitzungen des Naturschutzbeirates

Der Naturschutzbeirat führt in der Regel vier bis sechs Sitzungen im Jahr durch. Die Sitzungen sind öffentlich.

Ansprechperson 
 

Naturschutzwacht

Das Landesnaturschutzgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass die untere Naturschutzbehörde auf Vorschlag des Naturschutzbeirates Beauftragte für den Außendienst bestellt; sie bilden die Naturschutzwacht. Besser bekannt sind diese engagierten ehrenamtlichen Naturschützer als Naturschutzwächterinnen beziehungsweise Naturschutzwächter.

Die Stadt Bochum hat zurzeit sieben Beauftragte für den Außendienst bestellt. Sie sind ein Bindeglied zwischen den Bürgern und der unteren Naturschutzbehörde im Bereich von Natur und Landschaft.

Die Beauftragten für den Außendienst haben die Aufgabe, die untere Naturschutzbehörde über nachteilige Veränderungen in der Landschaft zu informieren und darauf hinzuwirken, dass Schäden von der Natur und Landschaft abgewendet werden. Dazu zählen insbesondere Meldungen über nachstehende Sachverhalte:

  •     Schwarzbauten einschließlich nicht erlaubten Anlagen von Campingplätzen oder ähnlichen Einrichtungen
  •     wilde Müllkippen
  •     nicht genehmigte Abgrabungen oder Aufschüttungen
  •     nicht genehmigte Rodungen von Wald, Wallhecken oder Feldgehölzen
  •     nicht genehmigte Anlagen von Wildfreigehegen oder Fischteichen
     

Das Ehrenamt der Beauftragten für den Außendienst endet mit Ablauf der Amtsperiode des Naturschutzbeirates.

Ansprechperson
 

Reitangelegenheiten

Nach § 58 Landesnaturschutzgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen ist das Reiten in der freien Landschaft über den Gemeingebrauch an öffentlichen Verkehrsflächen hinaus auf privaten Straßen und Wegen gestattet.

Das Reiten im Wald ist nach der Straßenverkehrsordnung auf den als Reitwegen gekennzeichneten privaten Straßen und Wegen erlaubt. (Merkblatt Reitangelegenheiten)

Verstöße gegen die Vorschriften sind Ordnungswidrigkeiten und können mit Geldbußen geahndet werden.


Ansprechperson
 
Reitwegeplanung

Das Reiten in der freien Landschaft und im Wald erfreut sich auch im Stadtgebiet von Bochum einer zunehmenden Beliebtheit. Das Umwelt- und Grünflächenamt ist daher ständig bestrebt, zusammen mit allen Betroffenen das bestehende Reitwegenetz zu erweitern.

Neben dem bereits länger existierenden Rundreitweg im Weitmarer Holz - 6,5 Kilometer - wurde vor wenigen Jahren von dort eine Anbindung an den Reitweg Stiepel - 7,0 Kilometer - bis in die Ruhraue geschaffen und ausgewiesen. Die beiden Reitwege wurden zum gemeinsamen Reitweg Weitmar-Stiepel zusammen geführt. Im Norden Bochums besteht die Möglichkeit auf dem Reitweg Hof Bergen - 5,0 Kilometer - zu reiten. Mittelfristig sollen hier Anbindungen an die vorhandenen Reitwege der Nachbarstädte Herne und Dortmund realisiert werden. Hinzugekommen ist der Reitweg Gerthe - 2,7 Kilometer - und der Reitweg Südpark - 1,5 Kilometer -.

Übersichtskarte Reiten


Ansprechperson
 

Reitabgabe

Jeder Reiter, der in der freien Landschaft oder im Wald reitet oder sein Pferd führt, muss nach dem Landesnaturschutzgesetz ein gut sichtbares, am Zaumzeug des Pferdes beidseitig angebrachtes gültiges Kennzeichen führen und einen jährlich zu erneuernden Aufkleber, die Reiterplakette. Damit weist der Reiter nach, dass er die jährlich zu zahlende Reitabgabe entrichtet hat.

Ab Januar eines jeden Jahres sind Reitkennzeichen / Reiterplaketten erhältlich. Mit Ausgabe der Reitkennzeichen / Reiterplaketten wird eine Gebühr (Merkblatt Reitangelegenheiten) erhoben.

Die Reitabgabe ist für die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen sowie für Ersatzleistungen zweckgebunden.


Ansprechperson