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Nr. 15 Universitätsstraße

Das Kunstlichttor an der Universitätsstraße

Wohin/Woher
 - Ein Kunstwerk zum Thema Migration, multikulturelle Gesellschaft und Globalisierung - gefördert von der Kunststiftung NRW.
Tor 15, das größte der zu gestaltenden Stadttore, befindet sich in nächster Nähe zum Hauptbahnhof Bochum und überbrückt die stark befahrene Ausfallstraße zum Universitätsviertel. An diesem Ort sind die Themen Ankommen und Wegfahren besonders präsent. Der Bahnhof verbindet Bochum mit der ganzen Welt, in der Ruhr-Universität studieren Menschen aus allen Kulturkreisen.

Die Brücke von der anderen Seite (stadtauswärts)
Am Bahnhof kommen mit Zug und Bus die vielen Menschen aus anderen Ländern an, die in Bochum eine Zukunft suchen. Laut Auskunft des statistischen Jahrbuchs von Bochum leben hier Menschen aus über 62 Nationen aller 5 Kontinente, die 8,6 Prozent der Bevölkerung oder 33.819 von 393.853 Einwohnern bilden. Sie sprechen in über 45 Sprachen. Die Intention dieses Kunstwerkes ist, das große kulturelle Spektrum, das sich in den hier lebenden Menschen manifestiert, zu verdeutlichen und die Frage nach dem Schicksal des Einzelnen sowie die Frage nach der Zukunft der Kulturen, aus denen sie stammen, zu stellen.

Sprachenhimmel
Dazu werden in zahlreichen Sprachen die Worte „Wohin“/„Woher“ als Neonschriften Rücken an Rücken an transparenten Acrylglaspaneelen von der Decke der Brücke über die Fahrbahn gehängt. Stadteinwärts liest der Passant „Woher“, stadtauswärts „Wohin“. Je nach Budget sollen entsprechend ihrer statistischen Häufigkeit 15, 30 oder 45 Sprachen realisiert werden. Der darin enthaltene kulturelle Reichtum drückt sich auch in den den Sprachen zugrunde liegenden Alphabeten aus, unter anderen russisch, griechisch, arabisch, thai oder chinesisch. Zusammen bilden sie in der 77 Meter langen und 27 Meter breiten Unterführung einen Sprachenhimmel von großem visuellen Reiz und spannendem philosophischen Potential. Die folgenden Lesearten werden durch die Worte „Wohin“/„Woher“ und die Vielsprachigkeit unmittelbar provoziert: _ die heute zu verwirklichenden Tagesziele _ der Lebensweg des einzelnen Bürgers _ das Schicksal von Migranten _ die Vielfalt und der Reichtum fremder Kulturen _ das darin liegende Konfliktpotential _ die politischen Ziele der einzelnen Nationen _ das Zusammenspiel auf globaler Ebene. Für Fußgänger der häufig genutzten, langen Unterführung entsteht eine starke farbige Illumination der bisher düsteren und erdrückenden Betonkonstruktion - neben der Rhythmisierung durch die Worte.

Doppelworte
where to in Neonschrift
Der Entwurf der Doppelworte sieht für die Worte “Wohin” die warme Farbe Orange vor. Sie steht für Aktivität und Zukunft. Im sanften Kontrast dazu erhalten die Worte “Woher” die kühlere und ruhigere Farbe Violett. Bei der Bewegung stadtauswärts schweben die orangen Worte des “Wohin” vor der violetten Hintergrundbeleuchtung des “Woher”. Das Lichtspiel zeigt, wie sich die Zukunft mit der Herkunft verknüpft: Bei der Fahrt stadteinwärts wird die Vergangenheit des “Woher” neu im Licht der Zukunftspläne des “Wohin” bewertet.

Diese Lichtinstallation wurde im Jahr 2014 umgesetzt.

KunstLichtTor

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