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Nr. 6 Präsidentenstraße

Konzeptentwurf zur Brückengestaltung an der Präsidentenstraße

Die Fußgängerbrücke Präsidentstraße wirkt mit ihrer geringen Höhe und Breite, den hohen Seitenverkleidungen und der spärlichen Beleuchtung wie ein langer, dunkler Engpass. Die Brücke ist nicht stark frequentiert. Viele Passanten scheinen in der Überquerung ein notwendiges Übel zu sehen, das sie schnell hinter sich bringen müssen.
 
Nach Besichtigungen entstand die Idee einer ruhigen Arbeit: eines Lichts, das die Passanten in einer ruhigen, gleichförmigen Bewegung von der einen zur anderen Seite bringt. Das Licht wäre eine handelsübliche Straßenlampe, die warm und gelblich leuchtet, sobald ein Fußgänger die Überführung betritt und ihn zur anderen Brückenseite begleitet.
                                                                                                                  
Der „Lichtbegleiter“ bewegt sich beleuchtet im Schritttempo mit dem Passanten zur anderen Seite, während sich am anderen Ende der Brücke der „Lichtbegleiter“ unbeleuchtet in Bewegung setzt. Sollten Fußgänger von beiden Seiten die Brücke betreten, fahren beide „Lichtbegleiter“ beleuchtet.
 
Die Brückenbeleuchtung des Kunstlichttors
Wichtig ist der Unterschied zwischen begleitendem und überwachendem Charakter. Bei den beweglichen Lichtschlitten ist der Passant der Auslöser für die Arbeit; das Licht richtet sich im Tempo nicht genau nach ihm, sondern zieht seine Bahn - egal, ob der Passant stehen bleibt, den Schritt beschleunigt oder sich der Geschwindigkeit der Lampe anpasst. Bei einer Umsetzung mit fest montiertem Licht, dessen Lichtstrahl der Bewegung des Fußgängers folgt, hätte dagegen leicht der Eindruck der Überwachung entstehen können.
 
Interessant sind verschiedene mögliche Blickwinkel. Zum einen die des Fußgängers, der einen „Lichtbegleiter“ hat, dessen Wegstück beleuchtet wird. Es erinnert vielleicht an einen Spaziergang unter Straßenlaternen, bei denen der eigene Schatten mal länger, mal kürzer wird. Hier bliebe der Schattenwurf des Fußgängers gleich, aber die Konstruktion der Brücke würde optisch in Bewegung gesetzt.
 
Auch der Blick von außen ist reizvoll, wenn ein Betrachter sieht, wie ein Fußgänger das Licht auslöst und es wie ein langsam fahrender Wagen zur anderen Seite zieht: So wird angezeigt, dass jemand die Brücke überquert - eine Betonung beziehungsweise Verdeutlichung der Bewegungen zwischen den beiden Seiten des Stadtteils.

Das Konzept wurde noch nicht umgesetzt.

KunstLichtTor

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