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Handlungskonzept Wohnen

Maßnahmen und Stand ihrer Umsetzung

Es ist das Titelbild des Handlungskonzept Wohnen zu sehen. Ein Baustellenfoto eines Neubaus in Bochum Weitmar.

Handlungskonzept Wohnen

Kernbestandteil des Handlungskonzeptes Wohnen ist das Handlungsprogramm mit acht priorisierten neuen Maßnahmen und sieben möglichen neuen Maßnahmen. Der Rat hat die Verwaltung damit beauftragt, zunächst die priorisierten neuen Maßnahmen umzusetzen:

  • Intensivierung des geförderten Wohnungsbaus – Quotierung
    Ergänzend zum Handlungskonzept Wohnen wurde im November 2017 eine Quotierung in folgendem Wortlaut beschlossen: Der Neubau von gefördertem oder preiswertem Wohnraum hat Vorrang. Wenn nicht im Einzelfall zu beschließende stadtplanerische Gründe dagegen sprechen, sollen innerhalb des Plangebietes auf städtischen Flächen mindestens 30 % der Geschossfläche sowie bei nicht-städtischen Flächen, für die seitens der Stadt Baurecht geschaffen wird, mindestens 20 % der Geschossfläche im geförderten Wohnungsbau errichtet werden. Dabei sind die jeweils geltenden Wohnraumförderungsbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen einzuhalten. Die Quotierung gilt bei baulichen Entwicklungen sowohl mit ausschließlicher Wohnnutzung als auch mit einer Kombination von Wohnnutzungen und weiteren Nutzungen. Bei nicht-städtischen Flächen ist sie dann verbindlich, wenn innerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes mindestens 2.000 m2 Geschossfläche für Wohnnutzungen realisiert werden kann. Die Geschossfläche ist nach den Außenmaßen der Gebäude in allen Geschossen zu ermitteln, die überwiegend dem Wohnen dienen.
     
  • Aktives Wohnbaulandmanagement
    Zur Umsetzung dieser Maßnahme wurde das Wohnbauflächenprogramm mit einem Rahmenablaufplan Wohnungsneubau aufgestellt. Damit die im Handlungskonzept Wohnen definierten Zielzahlen für den Wohnungsneubau – 800 neue Wohneinheiten pro Jahr, davon 200 öffentlich gefördert – erreicht werden können, wurden die im Zeitraum bis 2030 zu entwickelnden Wohnbauflächen festgelegt. Damit verbunden ist eine rechtzeitige Rahmenablaufplanung der Projekte mit den wichtigsten Meilensteinen der Flächenentwicklung. Das Wohnbauflächenprogramm wurde am 27. September 2018 vom Rat der Stadt Bochum beschlossen, die letzte Aktualisierung hat im Oktober 2021 stattgefunden.
     
  • Verstärkte Mobilisierung von Baulücken
    Im November 2017 wurden insgesamt 330 Eigentümer*innen von 275 Baulücken auf Bochumer Stadtgebiet angeschrieben. Mit einem postalischen Anschreiben, das das Vorhaben erläutert, wurden die Eigentümer*innen für die Thematik sensibilisiert und anhand eines Fragebogens das Interesse an einer Bebauung des jeweiligen Grundstücks ermittelt.
     
  • Verstärkte Mobilisierung von Innenentwicklungspotenzialen
    Die Verwaltung hat die Kommunikation mit den in Bochum bestandshaltenden Wohnungsunternehmen und -genossenschaften intensiviert. Eine Prüfung möglicher Nachverdichtungspotenziale erfolgt in enger Abstimmung mit den Wohnungsmarktakteuren. In diesem Zusammenhang führt die Verwaltung auch exemplarische Untersuchungen durch.
     
  • Förderung von Sanierung/Modernisierung/Umbau im Bestand
    Im Oktober 2020 ist der Startschuss für ein Kommunales Modernisierungsprogramm gefallen, um Eigentümer*innen von Wohnraum zu Investitionen in ihre Bestände zu motivieren. Es gilt zunächst in einem Pilotgebiet, in welchem Klein- und Einzeleigentümer*innen eine kostenfreie Beratung und einen finanziellen Zuschuss für ausgewählte Maßnahmen in Anspruch nehmen können. Dafür stehen bis 2025 städtische Haushaltsmittel in Höhe von 2,7 Mio. € zur Verfügung. Der von der Stadt beauftragte Modernisierungsberater hilft Interessierten außerdem dabei, sich im Dschungel möglicher ergänzender Förderprogramme und -bedingungen zurechtzufinden. Mittels Ratsbeschluss im Dezember 2021 wurden unter anderem das Fördergebiet erstmalig erweitert sowie weitere Modernisierungsmaßnahmen in den Förderkatalog aufgenommen.
     
  • Intensivierte Information und Öffentlichkeitsarbeit
    Der quartalsweise erscheinende Newsletter Wohnen informiert unter anderem zum Fortschritt von Neubauentwicklungen, zum Verkauf städtischer Grundstücke sowie zu Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Neben dem Internetauftritt des Wohnbauflächenprogramms mit allgemeinen Informationen zum Wohnungsneubau vermitteln übersichtlich gestaltete Internetseiten zu den größten Wohnungsbauprojekten in Bochum Interessierten aktuelle Informationen, Verfahrensstände sowie Ansprechpersonen:

    OSTPARK
    Neues Bahnhofsquartier Wattenscheid
    "Gerthe-West"

    Auch zu Bebauungsplänen und Bebauungsplanverfahren informieren neu gestaltete Internetseiten. In Pandemiezeiten ist es gelungen, Informations- und Beteiligungsformate zu Wohnungsbauprojekten ‘COVID-19-konform‘ durchzuführen.
     
  • Vereinfachte Kommunikation und Beratung – Wohnlotsen
    Die Verwaltung hat die Kommunikation mit den Wohnungsmarktakteuren, die in Bochum aktiv sind, deutlich verstärkt. So findet unter anderem ein intensivierter Austausch mit den in Bochum bestandshaltenden Wohnungsunternehmen und -genossenschaften statt. Auch Privatpersonen erhalten zügig Informationen, um diese bei ihrer Suche nach geeignetem Wohnraum in Bochum zu unterstützen. Für das Baubürgerbüro wurde ein komfortables System zur Terminvergabe eingerichtet.
     
  • Initiierung eines „Bündnis für Wohnen“
    Am 28. Mai 2021 wurde die Bochumer Allianz für Wohnen gegründet, welcher eine Vereinbarung mit wohnungspolitischen Zielsetzungen zugrunde liegt. Die darin enthaltenen Zielsetzungen werden zunächst in Workshops und Veranstaltungen gemeinsam diskutiert und konkretisiert. Dabei geht es inhaltlich um die Bestandsentwicklung und den Wohnungsneubau, um Aspekte aus dem Bereich Mobilität und Wohnen, um städtebauliche Qualitäten, soziale Verantwortung sowie das Thema Umwelt- und Klimaauswirkungen. Zu den Partnerinnen und Partnern des neuen Netzwerks zählen unter anderem Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, Projektbüros, Investoren und Bauträger, aber auch die Bochumer Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft, die Stadtwerke Bochum, Sozialverbände, Hochschulen und Fachinstitute. Auch Banken sowie Interessensvertretungen sowohl von Vermieterinnen und Vermietern als auch von Mieterinnen und Mietern sind Teil der Allianz. Umweltverbände sowie die gemeinnützige Stiftung Trias stehen dem Netzwerk beratend zur Verfügung.