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Informationen zum Wappen der Stadt Bochum

Klimaanpassung

Thermografieaufnahme

Hitze, Starkregen und Stürme – auch bei uns in Bochum wird der Klimawandel durch extreme Wetterereignisse immer deutlicher spürbar. Erinnern Sie sich zum Beispiel an den Jahrhundertsommer 2003 oder den Starkregen im Juni 2013? Falls nicht, wird Ihnen mit Sicherheit der verehrende Sturm Ela noch sehr präsent sein, der im Juni 2014 über Bochum hinwegfegte, hunderte Bäume entwurzelte und große Schäden anrichtete. Solche Ereignisse werden in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit häufiger werden.

So haben sich in den letzten 100 Jahren die heißen Tage in Bochum, an denen das Thermometer über 30 Grad klettert, fast verdoppelt. Bis zum Jahr 2050, wird sich die Anzahl dieser Tage verdreifachen, auf dann durchschnittlich 31 heiße Tage im Jahr. Dabei heizt sich die Stadt stark auf und in besonders dicht bebauten Bereichen können sich Hitzeinseln bilden. Hohe Temperaturen sind eine starke Belastung für unseren Körper, insbesondere für ältere Menschen.

Überschwemmung nach Starkregen

Die Häufigkeit von extremen Niederschlägen wird bis zum Jahr 2050, verglichen zu heute, noch einmal um
26 % zunehmen, auf dann sechs Tage im Jahr. Außerdem wird die Intensität dieser Starkregen zunehmen, wodurch die Gefahr von überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern steigt. Deshalb ist es notwendig, die Strukturen der Stadt an die negativen Folgen des Klimawandels anzupassen. Auf dieser Seite möchten wir erläutern, welche Maßnahmen in Bochum bereits ergriffen wurden und Ihnen aufzeigen, was Sie selber tun können, um sich und Ihr Eigentum vor den Gefahren, die von Hitze und Starkregen ausgehen, schützen können.

Das Klimaanpassungskonzept Bochum bildet die Grundlage für alle Aktivitäten im Bereich Klimaanpassung in Bochum. Es beinhaltet eine Analyse der heutigen und zukünftigen klimatischen Gegebenheiten in Bochum sowie Maßnahmen, wie die Stadt an die Folgen des Klimawandels angepasst werden kann.

Handlungskarte Klimaanpassung
Ein wichtiges Instrument darin, ist die Handlungskarte Klimaanpassung.
Auf dieser sind Bereiche im Stadtgebiet dargestellt, die bereits heute in Hinsicht auf Hitze und Überflutungen problematisch sein beziehungsweise in Zukunft werden können. Somit besteht die Möglichkeit, insbesondere in diesen Gebieten Maßnahmen zur Klimaanpassung zu ergreifen.

Mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser hat sich Bochum, zusammen mit anderen Städten im Einzugsgebiet der Emscher, das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 15 Prozent weniger Regenwasser in die Kanalisation einzuleiten. Dies entlastet die Kanalisation bei Starkregen und verhindert Überflutungen.

Logo Plan 4 Change
Mit dem Projekt Plan4Change geht die Stadt neue Wege, um bei dem geplanten Stadtentwicklungsprojekt OSTPARK in der Planung und Umsetzung, Klimaschutz und Klimaanpassung in besonderem Maße zu berücksichtigen und miteinander zu verbinden.

Hier nun einige Tipps, wie Sie Ihr Haus und Grundstück fit für den Klimawandel machen können. Falls Sie zur Miete wohnen, machen Sie doch ihren Vermieter oder den Hauseigentümer auf das Thema aufmerksam.

Dachbegrünung auf einem Flachdach
Die Faustregel lautet: Mehr Grün, weniger Beton. Jede Bepflanzung und unversiegelte Fläche auf Ihrem Grundstück hat eine kühlende Wirkung im Sommer. Sie trägt dazu bei, das lokale Klima zu verbessern und im Fall von Starkregen die Kanalisation zu entlasten.

Gründächer haben den großen Vorteil, dass sie sich im Sommer wesentlich weniger stark aufheizen als andere Materialien und gleichzeitig im Winter sehr gut isolieren. Auch eine Wandbegrünung, helle Fassadenfarbe und Pflastersteine tragen dazu bei, dass sich die Oberflächen und die Umgebung im Sommer nicht so stark erwärmen. Wasserflächen, wie Teiche und Brunnen, haben ebenfalls einen kühlenden Effekt.

Haus mit Fassadenbegrünung
 
Durch eine natürliche Versickerung von Regenwasser auf Ihrem Grundstück tragen Sie dazu bei, die Kanalisation zu entlasten und können gleichzeitig Abwassergebühren sparen. Weitere Infos, Beispiele und Ansprechpartner dazu finden Sie auf den Seiten des Tiefbauamtes bzw. im Bereich Wasser des Umwelt- und Grünflächenamtes.
Achten Sie darauf, dass Ihr Haus ausreichend vor eindringendem Grund- und Niederschlagswasser geschützt ist. Dies kann z.B. durch den Einbau von Pumpen und Rückstauklappen sowie durch Erhöhung von Einfahrten und Lichtschächten erfolgen.

Welche Möglichkeiten Sie haben, um darüber hinaus etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen und dabei auch noch Geld sparen, erfahren sie hier.

Ansprechpartner:

Frank Frisch
Telefon: 0234 / 910-14 13
E-Mail: FFrisch@bochum.de

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