Integrationskonferenz 2009
Den Auftakt zur 3. Bochumer Integrationskonferenz im Stadtarchiv setzten mit beeindruckender Präzision und Eleganz vier junge Mädchen russischer Herkunft der Abteilung Rhythmische Sportgymnastik des TV WAT 01. Trainiert werden die Sportlerinnen Xenai Kraus, Viktoria Nawrat, Valeria Abrosomov und Sanina Titov übrigens von Vera Silaeva und von Liubov Barykina – Trainerin des Jahres 2008 in Westfalen -. Dieser erste kulturelle Beitrag mit ausgesprochen sportlicher Note rahmte die
Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Frau Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz visuell ein.
Folgerichtig schloss sich im Hauptteil der Veranstaltung, der der öffentlichen Vorstellung der Arbeit in den neuen Foren (zusätzliche Themenschwerpunkte gegenüber den ersten beiden Arbeitsphasen) gewidmet war, ein Interview mit Erwin Steden und Hans-Heinrich Gisevius (beide im Forum Sport aktiv) über die integrierende Kraft des Sports an.
Dem Forum Gesundheit zugeordnet war die
Vorstellung der Projektidee „Migranten für Migranten“ (MIMI) durch Herrn Ahmet Kimil vom Ethno-Medizinischen Zentrum Hannover, nach der seit dem zweiten Halbjahr 2008 auch in Bochum Gesundheitslotsen geschult wurden und als Mediatoren tätig werden. Die Oberbürgermeisterin Frau Dr. Ottilie Scholz verlieh 23 Teilnehmern aus 12 Ländern das begehrte Zertifikat.
Das Forum „Senioren“ wurde durch die
Erläuterung des AltenpflegehelferInnen-Projekts repräsentiert - Herr Uwe Machleit von der Augusta-Akademie hatte die Aufgabe übernommen. Auch hier erhielten 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Lehrgangs ein Zertifikat. Eilert Winterboer von der Altenhilfe beim Sozialamt Bochum erörterte im Interview umfassend Ansätze und Aufgabenstellungen einer interkulturell offenen Seniorenarbeit.
Kulturelle Vielfalt spiegelte sich auch in Inhalt und Ensemble des Theaterstücks „Leben eben“ wider, überzeugend dargeboten von Lingua Szena Bochum, einem Projekt mit jungen Menschen, die auf einen Arbeitsplatz hoffen. Hier wurden die Schwerpunkte Kultur und Beschäftigung gleichermaßen angesprochen.
Gar nicht staubtrocken, sondern ausgesprochen anschaulich präsentierte Volker Kersting vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung/RUB Fragestellungen und Erkenntnisse im Rahmen des
Integrationsmonitoring für Bochum.
Mit einem
Überblick über bereits realisierte Maßnahmen aus den Foren der ersten Phase
des Bochumer Integrationsprozesses und einer Skizzierung zukünftiger Perspektiven der Integrationsarbeit beschloss die Integrationsbeauftragte Nurhan Doğruer-Rütten die Konferenz.
Anbei weitere
Impressionen der Konferenz in einer Dia-Show.