Wege
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Bergbauwanderwege
Bergbauwanderweg Dahlhausen
Der Start des bergbauhistorischen Wanderweges ist der Bahnhof Dahlhausen. Insgesamt weist der Weg auf einer Länge von 14 Kilometern 32 Relikte der Bergbaugeschichte auf. Die Stadtteile Dahlhausen und Munscheid haben im Steinkohlebergbau eine lange Vergangenheit. Zu sehen sind unter anderem der Weitmarer Sattel und die Zeche Glocke, die 1750 in Betrieb war. Der Weitmarer Sattel zeigt bogenartig gekrümmte Gesteinsschichten oberhalb des Straßenniveaus. Er gibt Wanderern einen Einblick in das Steinkohlezeitalter vor 350 bis 285 Millionen Jahren. Später verläuft der Wanderweg an einigen Fundamenten und Mauerwerkresten der Pferdeställe für Grubenpferde vorbei. Die Ställe wurden bereits 1875 gebaut. Der letzte Punkt der Wanderung ist eine alte Bergehalde, die mittlerweile renaturiert, bewaldet und mit einem Spielplatz für Kinder bebaut ist. Der Wanderweg ist Teil der Route Industriekultur.
Bergbauwanderweg Wattenscheid
Der bergbauhistorische Wanderweg verläuft durch Eppendorf und Höntrop. Er ist mit einer Länge von nur knapp fünf Kilometern der kürzeste in Bochum und bietet somit auch Kurzentschlossenen oder ungeübten Wanderern die Möglichkeit, den Spuren des Bergbaus in Bochum zu folgen. Startpunkt ist auf dem Parkplatz der Realschule Höntrop. Der Weg führt am Stollen Storksbank, einer Pferdeeisenbahn, einem Maschinenschacht sowie der Zeche Engelsburg vorbei. Sie ist ein ehemaliges Steinkohlebergwerk. Heute befindet sich auf dem Gelände der Betriebshof für Straßenbahnen der BoGeStra. Endpunkt der Wanderung ist die Villa Baare. Sie ist 1888 vom Bochumer Verein für Gussstahlfabrikationen für den Generaldirektor Louis Baare erbaut worden. Nach 1945 war hier ein Kinderkurheim beheimatet. Heute wird in der Villa Baare ein Waldorfkindergarten betrieben.
Bergbauwanderweg Bochum-Süd
Der Bergbauwanderweg durch Bochum-Stiepel hat eine Gesamtlänge von 22 Kilometern. Entlang des Rundwanderwegs befinden sich 33 Überreste der Bochumer Bergbaugeschichte. Start ist der Schacht Anna der Zeche Glücksburg. Er verläuft am Kemnader See und am Leinpfad die Ruhr entlang bis er den Carl Friedrichs Erbstollen und den Bockhauser Tiefbau verbindet. Er führt am Weg der ehemaligen Pferdeschlappbahn, am Stollenbetrieb Hagensieperbank sowie der Steinkohlezeche “Vereinigte Pfingstblume” vorbei. Im Jahr 1854 wurden mehrere Mutungen vereinigt und in “Vereinigte Pfingstblume” umbenannt. Das 1857 erbaute Zechenhaus ist heute der Treffpunkt des Stiepeler Vereins für Heimatforschung e.V. Endpunkt ist der Ignatius Oberstollen. Der Wanderweg bietet neben dem historischen Wissen über die Frühzeit der Kohleförderung auch kombinierbare Freizeitmöglichkeiten, zum Beispiel eine Schifffahrt auf dem Kemnader See. Ein Teil des Weges ist mit dem Fahrrad befahrbar.
Bergbauwanderweg Muttental
Der Bergbauwanderweg durch das Tal des Muttenbachs ist neun Kilometer lang. Er besteht seit 1972 und zählt zu den schönsten Wanderstrecken des Ruhrgebiets. Entlang der Strecke sind 31 Relikte des Ruhrbergbaus zu sehen. Start ist der Besucherstollen der Zeche Nachtigall. Der Weg führt weiter an einem Bethaus der Bergleute, der Zeche Hermann, dem Stollen Stettin sowie der Muttentalbahn vorbei. Fast am Ende des Weges liegt der St. Johannes Erbstollen. Er war der wichtigste Stollen im Muttental und diente zur Wasserhaltung, zur Bewetterung der umliegenden Bergwerke und zur Förderung der gewonnenen Steinkohle. Der etwa drei Kilometer lange Stollen ist heute noch in Betrieb. Ziel des Weges ist der Tiefbau der Zeche Martha. Die gesamte Wanderung führt nicht durch Industrielandschaften, sondern durch die Natur. Bäche, Waldgebiete und die Beweise des Bergwerks machen den Charme des Weges aus.
Erzbahntrasse
Die Erzbahntrasse war die Eisenbahnstrecke über die Hochöfen des Bochumer Vereins. Sie beginnt am Westpark. Im Weiteren verläuft sie über die Erzbahnschwinge und an der Dahlhauser Heide vorbei. Die erhöhte Trasse bietet einen guten Ausblick auf die Thyssen Krupp Werke. Nach der Überquerung der Günnigfelder Straße verlässt die Erzbahntrasse das Bochumer Stadtgebiet und bahnt sich ihren Weg entlang der Stadtgrenze von Gelsenkirchen und Herne. Dabei passiert die Trasse die zahlreichen historischen Brücken. Ende der Trasse ist der Gelsenkirchener Hafen Grimberg. Radfahrer nutzten die zehn Kilometer lange Trasse; sie ermöglicht an mehreren Stellen den Übergang in das nordrhein-westfälische Radwegenetz. Für einen Ausflug mit dem Drahtesel sehr empfehlenswert.
Leinpfad
Der Leinpfad an der Ruhr im Bochumer Stadtgebiet ist noch wunderbar erhalten. Auf ihm zogen früher Pferde die Frachtschiffe flussaufwärts. Die Tiere wurden durch Leinen mit den Schiffen verbunden und liefen dem Fluss am Ufer entgegen. Heute ist der Weg an der Stadtgrenze Bochums ein beliebter Rad- und Wanderweg. Idyllisch verläuft der oftmals mit Kopfsteinpflaster bebaute Weg am Ufer der Ruhr entlang. Auf der anderen Seite sind meist Grünflächen zu sehen. Der Leinpfad gibt seinen Wanderern die Möglichkeit, die längst verwischten Spuren der Zugtiere zu begehen.