Wälder
Inhaltsverzeichnis
Berghofer Holz
Das Berghofer Holz ist ein Wald wie er im Bilderbuch steht. Weitläufige, schattige Wege verlaufen durch den dichten Baumbestand, ein kleiner Bach plätschert vor sich hin und von Weitem ist das Hämmern eines Spechtes zu hören. Der Wald begeistert durch seine Natürlichkeit. Große Felder lockern das Waldgebiet zwischendurch auf, hier können die Wege bei schlechtem Wetter mit Gummistiefeln begangen werden. Der naturbelassene Teich lockt Hunde, die sich nach einer Abkühlung sehnen und an frostigen Wintertagen die Schlittschuhläufer. Eine Besonderheit des Waldes ist die hier angesiedelte Walderlebnisschule. Hier gibt es verschiedene Angebote für Kinder und Erwachsene, die ihnen den Wald als Erlebnisraum näher bringen.
Bömmerdelle
Mitten in Wohnsiedlungen versteckt sich in Bochum-Langendreer ein dichtbewachsener Buchenmischwald: die Bömmerdelle. Das unberührte Waldgebiet wird durch viele kleine Wege gekreuzt und fällt schluchtartig ab. Mit ebenen Wegen darf man in dem schattigen Wald nicht rechnen: Steigung ist angesagt. Hundebesitzer und Mountainbiker sind in der Bömmerdelle in ihrem Element. Durch die zahlreichen kleinen Wege können Hunde hier ihre Kilometer laufen. Mountainbiker erfreuen sich an den abwechslungsreichen Strecken durch eine verwilderte Waldlandschaft. Wer einen Teich sucht, liegt hier falsch: Die Bömmerdelle ist wasserarm. Trotzdem ein absoluter Geheimtipp für Naturliebhaber.
Henkenberg
Bei manchen Bochumern gilt der Henkenberg als Geheimtipp, viele kennen ihn gar nicht. Der Wald ist eine naturbelassene Ruhestätte im Stiepeler Gebiet. Die einzigen Töne, die Besucher hier vernehmen können, stammen vom Gezwitscher der Vögel. Von manchen Stellen des Henkenberges haben Spaziergänger eine wunderbare Aussicht über das Ruhrtal und die Burg Blankenstein. Waldwege verlaufen durch Buchen und Birken. Festes Schuhwerk ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert, manche Wege sind sehr steil. Für einen erholsamen Spaziergang ist das Gebiet ideal. Am Ende der Henkenbergstraße gibt es einen Parkplatz. Er liegt im Zentrum des Henkenberges und ist ein somit guter Ausgangspunkt.
Kalwes
Kontrastreicher könnte ein Gebiet nicht sein: Der Wald auf dem Kalwes liegt in Uninähe mit Blick auf die Hochhäuser der Hustadt. Der Kalwes ist mit Buchenmischwald bewachsen, der von einzelnen Bächen durchzogen ist. Das Gelände wird auch gerne von Mountainbikern genutzt: Abschüssige, kurvenreiche Wege über Stock und Stein lassen ihr Herz auf dem Kalwes höher schlagen. Für Pilzfreunde und Entdecker ist das Gebiet besonders im Herbst empfehlenswert, wenn die Pilze in ihrer vollen Pracht aus dem bunt mit Laub bedeckten Boden hervorgucken.
Stemberger Busch
Der Stemberger Busch gehört zu den Wäldern, die an dieser Stelle überraschen. Hinter Häuserreihen verbirgt sich ein dichtbewachsenes Waldgebiet. Eine Besonderheit des Stemberger Busches ist die Berger Mühle. Hier gibt es einen angestauten Teich, der früher zu einer alten Mühle gehörte. Der Teich war wichtig, da sonst das Wasser des kleinen Baches nicht ausgereicht hätte, um das Mühlenrad zu betreiben. Durch einige Bachtäler sind manche Wege recht steil, da sie am Hang angelegt wurden. Teilweise sind diese Strecken nicht mehr mit dem Fahrrad befahrbar. Dafür gibt es schöne Reiterwege. An den Teichen sind Stockenten, Bläss- und Teichrallen beheimatet. Zu Besuch kommen Graureiher und Eisvögel. In Teichnähe gibt es die alte Bahntrasse. Sie eignet sich auch für Kinderwagen oder Radfahrer. Einen Kinderspielplatz gibt es am Eingang an der Hunsrückstraße.
Weitmarer Holz
Das etwa 80 Hektar große Weitmarer Holz ist der Restbestand eines ehemaligen großen Waldgebietes, dass sich von Weitmar-Mark und Neuling über Sundern bis nach Linden erstreckte. Dabei handelte es sich überwiegend um einen genossenschaftlich genutzten und verwalteten Waldbezirk, entlang der Grenze mit Wiemelhausen und Stiepel, als Grenz- und Gemeinschaftsland “Mark” genannt. Nach überlieferter Markordnung wurden die Markangelegenheiten unter dem Vorsitz des Holzrichters geregelt. Markgenossen waren die in Bauernschaft Weitmar erbeingesessenen Bauern, später auch einige Hofbesitzer aus Bochum. Durch regellose Holzungen und Viehhütungen war die Weitmarer Mark um 1650 ziemlich heruntergewirtschaftet. Im Zuge der bergbaulichen Entwicklung wurde die Mark 1756 in Privatbesitz überführt. Nach dem 1829 abgeschlossenen Teilungsprozess erhielten 21 Markgenossen anteilige Holz- und Landzuweisungen. Das aufstehende Holz ist danach fast restlos abgehauen worden, auf den freigelegten Waldflächen entstanden Bergmannshäuser.
Heute ist es ist die größte zusammenhängende Waldfläche in Bochum. Ein mehr als vier Kilometer langer Rundweg zeigt Besonderheiten aus der hiesigen Flora und Fauna. Besonders gut können Besucher die Tiere beobachten: Wildschweine und Hirsche sind in natürlichen Gehegen. Für Kinder gibt es einen Waldspielplatz.