Plätze
Inhaltsverzeichnis
Alter Markt
Im Volksmund heißt der Alte Markt oftmals noch Gertrudisplatz und das, obwohl er bereits 1966 unbenannt wurde: nach dem dort stattfindenden Markt, dienstags und freitags von 8 bis 13 Uhr. Erhältlich sind Backwaren, Blumen, Fisch, Fleisch- und Käsewaren sowie Obst, Gemüse, Kräuter, Tee, Bonbons und Textilien. Ein altes Förderrad schmückt den Platz. Für viele Wattenscheider ist der zentrale Platz ein schöner Ort zum Kaffeetrinken und Entspannen. Von hier aus ist alles in Wattenscheid schnell erreichbar. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem die älteste Kirche Wattenscheids, die Propsteikirche St. Gertrud von Brabant.
Brunnenplatz in der Hustadt
Der Brunnenplatz in der Nähe des Hustadtrings ist ein zentraler Platz in der Inneren Hustadt in Querenburg. Er wird durch Wohnhäuser und die katholische Kirche begrenzt und ist autofrei. Rundherum liegen einige kleine gastronomische sowie soziale Einrichtungen. 2010 wurde der erste Bauabschnitt einer neuen Gestaltung des Brunnenplatzes mit Hilfe der Städtebauförderung realisiert.
Eine große Freitreppe mit integrierten Wasserspielen und neue Pflasterungen prägen nach der Umgestaltung den Platz. Die sechs Edelstahlwellen sprühen und spritzen Wassernebel sowie Fontänen zu bestimmten Uhrzeiten in den Himmel: nicht nur für die Kinder der Hustadt ein faszinierender Spielort. Abends sorgen Lichtdioden dafür, dass das Wasser blau, gelb oder weiß erscheint. Mit der Realisierung der Freitreppe und der Integration der neuen Brunnenanlage wurde der vielfach geäußerte Bewohnerwunsch realisiert, wieder Wasser auf den Brunnenplatz zu bringen. Die große Freitreppe dient als Sitzgelegenheit und neu gestalteter Treffpunkt. Zu diesem Zweck ist auch der neue offene Gemeinschaftspavillon der Künstlerin Apolonija Sustersic errichtet worden. Der Betonrahmen mit leichten Holzkonstruktionen über der Sitztreppe bietet einen Raum für multikulturelle Veranstaltungen, Freilichtkino oder Familienfeste.
Der zweite Bauabschnitt 2011 vervollständigt mit neuen Pflanzbeeten und Sitzgelegenheiten das Bild.
Dr.-Ruer-Platz
Der Dr.-Ruer-Platz ist ein zentraler Punkt der Bochumer Innenstadt. Ob man zum Hauptbahnhof geht oder von dort kommt und in Richtung Kortumstraße läuft, fast alle Wege führen über den Dr.-Ruer-Platz. Viele Bochumer genießen die Atmosphäre in einem der angesiedelten Cafés auf dem 1959 erbauten Platz. Die von dem Architekten Karl Gehse 1980 geplante Neugestaltung blieb allerdings unvollständig. Nach ursprünglichen Plänen sollte der Platz einen Obelisken erhalten, der als Pendant die Schrifttafeln in der Platzmitte optisch hervorheben sollte. Die Bodenplatten in der Mitte des Platzes erinnern an den Bochumer Oberbürgermeister Otto Ruer, der von 1925 bis 1933 im Amt war, bis die NSDAP ihn absetzte.
Gustav-Heinemann-Platz
Die Firma Krupp spendete den Brunnen "Fontana" vor dem BVZ. Der Hagener Bildhauer und Grafiker Erwin Hegemann hatte den Röhrenbrunnen entworfen, den er aus Edelstahl und Titan fertigte. Er war zugeschnitten auf die damalige Krupp-Ausstellung auf der Hannover-Messe, die unter dem Motto "Erze, Mineralien, hochwertige Metalle" stand. Mit dem Kommando "Wasser marsch" des damaligen Oberbürgermeisters Heinz Eikelbeck begannen die Wasserrohre des Brunnen am 27. September 1985 zu sprudeln, Fontana war somit eingeweiht. Großzügig gestaltete Grünflächen, zahlreiche Blumenbeete und Parkbänke werten diesen Platz zwischen BVZ und Technischem Rathaus auf, an dem Spaziergänger gern verweilen.
Husemannplatz
Besonders im Sommer sind Plätze auf den zahlreichen Bänken des Husemannplatzes gefragt. Hier tummeln sich die Sonnenanbeter mit Eis, einem Kaffee oder dem Mittagssnack. In den Cafés rund um den Platz lässt sich der Sommer genießen. In der Mitte des Platzes ziert ein Brunnen einer Spielszene aus der Jobsiade von Carl Arnold Kortum den Husemannplatz. Zu sehen ist die Prüfungsszene aus Bronzeguss, erschaffen von Karl-Ulrich Nuß aus Weinstadt. Im Jahr 1947 wurde der Wilhelmsplatz in Husemannplatz unbenannt. Der Bochumer Bürger, Fritz Husemann, war von 1924 bis 1933 Reichstagsmitglied bis er als Gegner des Nationalsozialismus verhaftet wurde. Er starb nach seiner vierten Inhaftierung im März 1935 im Konzentrationslager Papenburg-Esterwegen.
Konrad-Adenauer-Platz
Schon von Weitem hört man an warmen Sommerabenden die feiernden und plaudernden Menschen, die es sich mit einem Getränk auf dem Konrad-Adenauer-Platz gemütlich gemacht haben. Der Konrad-Adenauer-Platz ist ein Bochumer Szenetreffpunkt für ein Feierabendbier oder den richtigen Einstieg für die Party. Der Platz gehört mit seinen Bars und Kneipen zu einem der beliebtesten Treffpunkte im Bochumer Bermuda3eck. Die Bochumer Kneipenmeile ist mit zahlreichen Pubs, Kneipen, Cafés, Restaurants, Diskotheken und Kinos weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und erfreut sich zahlreicher Besucher aus dem ganzen Ruhrgebiet. Vom Fassbier und ausgefallenen Cocktail bis zum schlichten Latte Macchiato, von feiner Küche bis zur Currywurst - am Konrad-Adenauer-Platz bekommt jeder, was er möchte.
Marktplatz Gerthe
Als Zentrum des öffentlichen Lebens in Gerthe ist der Marktplatz von Wohn- und Geschäftshäusern umschlossen. Die Aufteilung in einen gepflasterten Teil mit Kiosk und eine Rasenfläche erlaubt eine vielseitige Nutzung für Wochenmarkt und festliche Aktivitäten wie Handwerkermarkt, Seilscheibenfest und Stadtteilfeste. Der Wochenmarkt findet mittwochs und samstags von 8 bis 13 Uhr statt. Im östlich gelegenen Rasenbereich steht seit 1984 in Erinnerung an die Zechenvergangenheit eine Seilscheibe der benachbarten Zeche Erin in Castrop. In Ergänzung hierzu wurde 1994 ein Grubenwagen aufgestellt, der mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Tiefgewölbe des Lothringer Maschinenhauses geborgen wurde. Der Marktplatz liegt in guter Anbindung zur Neuen Mitte Gerthe sowie zum Wohn- und Gewerbepark Lothringen.
Platz am Kuhhirten
Der Platz am Kuhhirten eignet sich ideal für eine Shopping-Pause. In unmittelbarer Nähe des Bongard-Boulevards befindet sich der Platz, der über einen Wasserlauf verfügt. Das Wasser fließt über die geschwungene Treppenkonstruktion, über den Platz bis zur Unteren Marktstraße. Eine Sitz- und Anlehnmauer lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Mit Blick auf die Propsteikirche ist der Platz ein perfekter Ort um zu verschnaufen. Besonders für Kinder ist der Wasserlauf eine Attraktion. Im Sommer spielen sie im kühlen Nass. Das Kuhhirten-Denkmal schmückt den Zugang zum Platz an der Boulevardseite. Es zeigt Fritz Kortebusch mit seinem Hund. Er trieb von 1850 bis 1877 das Vieh der Bochumer Bürger auf das städtische Weideland und war Bochums letzter Kuhhirte. Nachts ist der Platz am Kuhhirten besonders sehenswert: Dann wird der Wasserlauf durch Punktleuchten angestrahlt.
Platz des europäischen Versprechens
Bürger aus ganz Europa sind Autoren des Platzes des europäischen Versprechens. Jeder Teilnehmer ist in den Platz eingeschrieben und steht für sein Versprechen. Das Versprechen gibt der Teilnehmer an Europa. Es ist geheim und frei. Der Platz des europäischen Versprechens ist ein Beitrag der Stadt Bochum zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010.
Künstlerischer Ausgangspunkt ist die Helden-Gedenkhalle von 1931 im Turm der Christuskirche. Hier stehen die Namen von Bochumern, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Außerdem gibt es eine zweite Liste, die die Feindstaaten Deutschlands aufzählt. Auf ihr sind die europäischen Nachbarn versammelt. Neben Frankreich, England, Italien, Portugal, Polen und die damalige Tschechoslowakei gehören ihr Staaten wie die Vereinigten Staaten und Russland an. Das Versprechen der neuen Namensliste steht für die gemeinsame Zukunft der Menschen in Europa.
Platz vor dem Colosseum
Mit dem Platz vor dem Colosseum ist die Innenstadt West um einen Anziehungspunkt reicher. Er lässt viel Raum für Aktivitäten und Begegnungen.
Der Platz ist der von der Alleestraße aus erreichbar. In dem schrägen Industriemauerwerk sind die bunten Skulpturen des Künstlers Friedrich Gräsel platziert. Das Gelände war lange Zeit abgesperrt. Es wurde gerodet, entkernt, gemauert, die Fassaden wurden saniert und die Gesamtbaukosten betrugen rund 2,5 Millionen Euro. Der Platz vor dem rund 100 Jahre alten Colosseum wurde nach rund fünfjähriger Sanierung für die Bürgerinnen und Bürger eröffnet.
Dafür wurden drei Bereiche konzipiert: Der Platz, eine Ruhezone mit Sitzgelegenheiten und eine Aktivitätszone, beispielsweise für Theateraufführungen.
Skater können die sogenannte Welle vor dem Colosseum befahren. Das Stahlgebilde steht in der Aktivitätszone. Davor erstreckt sich eine weite, freie Flucht mit vereinzelten Baumbepflanzungen. Der etwa 10.000 Quadratmeter große Platz fügt sich nun in das Stadtbild ein.
Das Colosseum ist ein ehemaliges Bürogebäude des Siemens-Martin Stahlwerkes und im Inneren nicht zugänglich. Der alte Komplex erhielt ein komplett neues Dach. Eine Aussichtsplattform ist darauf entstanden, die vom Westpark her erreichbar ist. Von dort können Besucher über Bochum und die Nachbarstädte blicken.
Romanusplatz
Der Romanusplatz ist für Anwohner im Ehrenfeld ein kleiner Erholungsort. Um mit einem Buch gemütlich in der Sonne zu sitzen, brauchen die Ehrenfelder keine weiten Wege auf sich zu nehmen. Die liebevoll bepflanzte Insel des Kreisverkehrs bietet mit einer großen Wiesenfläche und Bänken ausreichend Gelegenheit zum Verweilen und Beisammensein. 1947 wurde der Bülowplatz in Romanusplatz unbenannt. Namensgeber ist der deutsche Franziskaner und katholischer Pfarrer Romanus Bange. Er ist 1880 in Bochum geboren. Während der Zeit des Nationalsozialismusses verteidigte er die Kirche gegen Verleumdungen und Verdächtigungen. 1944 erlag der Widerstandskämpfer seinem Herzleiden. Beerdigt ist Romanus Bange auf dem Bochumer Hauptfriedhof am Freigrafendamm.